Buch-Rezension: “Dein Leuchten” von Jay Asher

Buch-Rezension: “Dein Leuchten” von Jay Asher

Dezember 3, 2016 6 Von BenniCullen
© cbt Verlag

Titel: Dein Leuchten
Autor: Jay Asher
Verlag: cbt
Seiten: 320
Ausgabe: Broschiert
Auflage: 1
Preis: 14,99 €
ISBN-10: 3570164799
ISBN-13: 978-3570164792
Hier könnt ihr es kaufen: Verlag Amazon

Klappentext laut Amazon:
Jedes Jahr zu Weihnachten reist Sierra mit ihren Eltern nach Kalifornien, um dort auf der Familienplantage Weihnachtsbäume zu verkaufen. Doch diesmal wird Sierras Welt auf den Kopf gestellt. Sierra verliebt sich – das erste Mal, unsterblich und mit aller Macht. In Caleb, den Jungen mit den Grübchen, der Weihnachtsbäume verschenkt und eine dunkle Vergangenheit verbirgt, denn Caleb soll seine Schwester angegriffen haben. In seiner Heimatstadt ist er deshalb ein Außenseiter. Sierras Eltern, ihre Freunde, alle warnen sie davor, sich auf ihn einzulassen. Doch Sierra kann nicht glauben, dass Caleb gefährlich ist, und riskiert alles, um ihre große Liebe zu gewinnen …

Meine Meinung:

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt – an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön dafür!
Ich kannte den Autoren noch gar nicht, weshalb ich auch nicht wusste, dass sein Buch “Tote Mädchen lügen nicht” der Mega-Erfolg überhaupt war. Das führte dazu, dass ich völlig unvoreingenommen an “Dein Leuchten” ran gegangen bin. Und ich freute mich wirklich sehr auf die Geschichte, denn sie klingt so wunderbar romantisch und weihnachtlich, dass sie perfekt in die Vorweihnachtszeit passt.
Sierra will eigentlich nur eins: Mit ihren Eltern nach Kalifornien und ein ganz normales Weihnachten verbringen. Das heißt: Weihnachtsbäume verkaufen, mit ihrer besten Freundin Plätzchen backen und hier und da zum örtlichen Restaurant, um ihr Frühstück einzunehmen. Völlig unspektakulär. Doch plötzlich kommt Caleb in ihr Leben und alles verändert sich: Sierra fühlt sofort eine innere Verbundenheit und lässt sich auf die Flirterei ein. Doch Caleb hat eine dunkle Vergangenheit. Vielleicht doch etwas zu dunkel?
Die Geschichte ist ganz wunderbar verfasst und hat einige ganz tolle Aspekte: Am meisten Freude hat mir eigentlich das Setting gemacht. Ich genoss es total in Sierra’s Leben einzutauchen und die verschiedenen Aspekte daraus kennenzulernen. Ihr Leben in ihrer Heimatstadt mit ihren besten Freundinnen Rachel und Elizabeth, ihr Familienbetrieb auf der Plantage und schließlich ihr Monat in Kalifornien, wo sie zwar ordentlich anpacken muss, aber auch viel Spaß hat. All diese Beschreibungen und die kleinen Anekdoten aus ihrem Leben machen wirklich Spaß und sind zuckersüß geschrieben. Dabei schließt man auch die Figuren total schnell ins Herz und man fühlt sich gänzlich wohl in der Familie und unter den Freunden.
Auch die Beziehung zu Caleb ist spannend, jedoch gibt es hier einige Schwächen: Manche Stellen waren mir viel zu langatmig, andere waren sogar langweilig und wieder andere trugen für mich nicht zur Geschichte bei. Immer wieder werden gewisse Stellen bis ins kleinste Detail beschrieben, während andere Dinge total schnell abgehandelt werden. Mich störte das etwas in meinem Lesefluss und es führte dazu, dass ich immer wieder aus der Geschichte raus kam und mir schwer tat, wieder einen Einstieg zu finden.
Ansonsten empfand ich die Entwicklung der Figuren als passend und der subtile Humor brachte mich des öfteren zum Schmunseln. Besonders Devon möchte ich hier rausgreifen. Durch seine sehr verpeilte und dennoch liebenswerte Art bescherte er mir ganz viel Lachen und half mir dabei, weiterzulesen wenn ich gerade mal wieder draußen war – wenn das eine Figur schafft, dann macht man was richtig!
Mein Fazit:
Es fällt mir wirklich schwer, mir eine Meinung zu diesem Buch zu bilden. Einerseits gefällt mir die Grundidee sehr und die Figuren sind mir wirklich total sympathisch. Andererseits fehlt der Geschichte das gewisse Etwas, um mich gänzlich zu überzeugen und mir Gänsehaut zu bereiten. Ich fand besonders die Geschichte zwischen Sierra und Caleb, um die es ja hauptsächlich geht, ganz nett, aber halt leider nicht mehr. Das macht das Ende etwas wett, aber kann leider nicht über diese Gefühle komplett hinweg helfen.
Was vergebe ich also? Ich habe während des Lesens immer zwischen 3 und 4 Punkten geschwankt, aber nachdem ich etwas Abstand gewonnen habe, werden es 3 Punkte. Mir gefällt das Gerüst, aber die Details und das Innenleben können mich einfach nicht überzeugen. Dennoch: Wer eine nette, eher ruhige und schöne Weihnachtsgeschichte sucht, dem wird “Dein Leuchten” gefallen – trotz der kleinen Schwächen.

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