Sugar & Spice – Glühende Leidenschaft von  Seressia Glass

Sugar & Spice – Glühende Leidenschaft von Seressia Glass

Dezember 1, 2017 0 Von BenniCullen
Buchcover: © Droemer Knaur

 

Titel: Sugar & Spice
Untertitel: Glühende Leidenschaft
Autorin: Seressia Glass
Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 384
Ausgabe: Broschiert
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 2. November 2017
Preis: 12,99 €
ISBN-10: 342652161X
ISBN-13: 978-3426521618

„Sugar & Spice“ ist eine neue romantische Liebesroman-Reihe, die ihre Leserinnen in eine Welt voller großer Gefühle, heißer Leidenschaft und drohender Enthüllungen entführt.


Nadia Spiceland, Inhaberin des Cafés Sugar & Spice, kennt sich aus mit Verführungen. Jeden Tag kreiert sie süße Köstlichkeiten und verwöhnt damit ihre Kunden. Unter ihnen Kane, ein attraktiver junger College-Professor für Sexualpsychologie, dem der Ruf vorauseilt, auch privat in Liebesdingen umwerfend gut zu sein. Nadia lässt sich voller Neugier auf ein erotisches Abenteuer mit ihm ein. Doch je näher sie Kane kennenlernt, desto mehr verliert sie die Kontrolle über sich selbst und ihre Gefühle. Und das ist etwas, das ihr nie mehr passieren darf … 


„Sugar & Spice – Glühende Leidenschaft“ ist der erste Band der romantischen Liebesroman-Reihe. Sexy, aufregend und intensiv erzählt Seressia Glass in der „Sugar & Spice“-Reihe von vier Freundinnen – Nadia, Siobhan, Audie und Vanessa –, die Grund haben, ihre Vergangenheit zu fürchten, und von vier heißen Männern, die das Leben der Freundinnen für immer verändern.


Die weiteren Bände der Reihe:
– Band 2: Sugar & Spice – Wildes Verlangen
– Band 3: Sugar & Spice – Entfesselte Begierde
– Band 4: Sugar & Spice – Gefährliche Versuchung

 

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt – ein herzliches Dankeschön dafür (:

Diese Optik hat es mir einfach angetan. Allein das Cover sieht elegant und sehr modern aus, auch wenn es natürlich mal wieder die Blumen-Thematik aufgreift, die im Erotik-/New Adult-Genre sehr oft herangezogen wird. Allerdings wird sie hier anders verarbeitet und wirkt deshalb sehr frisch und neu. Außerdem umfasst die Klappenbroschur die Buchseiten wie ein Schutzumschlag. Das führt dazu, dass der seitliche Buchschnitt in einem sehr schönen Neonpink strahlt und die Optik damit perfekt abrundet. Und da bin ich ehrlich: Das Aussehen war es einfach, was mich im ersten Moment gefesselt hat. Als ich dann den Klappentext las, war ich wirklich neugierig und musste es einfach lesen. Und ich sollte recht behalten: Das Buch sieht nicht nur unverschämt gut aus, sondern hat auch wirklich was drauf.

Nadia Spiceland lebt auf den ersten Blick das perfekte Leben: Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Siobhan (Sugar) führt sie eine erfolgreiche Bäckerei, wohnt in einer tollen Wohnung und hat mit Audie und Vanessa Freundinnen gefunden, die mit ihr durch dick und dünn gehen. Doch Nadia hat eine dunkle Vergangenheit. Eine, die sie fast alles gekostet hat, was sie hatte. Deshalb treffen sich die vier Freundinnen jeden Dienstagabend zum Bitch Talk und helfen sich gegenseitig. Nadia hat alles, aber ist dennoch eins: einsam. Deshalb möchte sie auf Männerfang. Keine feste Beziehung, keine strikten Regeln, keine Verpflichtungen. Einfach nur Spaß und ganz viel Erotik. Gut, dass der Sexualprofessor Kane Interesse zeigt und ihr eine völlig neue Welt eröffnet. Eine, in der aber auch Geister der Vergangenheit eine Rolle spielen. Ob Nadia für diese Konfrontation schon bereit ist?

Schon nach den ersten 50 Seiten war klar: Die Autorin hält sich nicht zurück mit expliziten Szenen. Im Gegenteil. Gefühlt in jedem zweiten Kapitel geht es hier ganz schön zur Sache und zwar nicht nur ein bisschen, sondern tatsächlich die 100 %. Ich dachte ja, ich habe es hier mit einem New Adult-Buch zu tun, stellte dann aber fest, dass es defnitiv mehr ein Erotik-Roman ist als alles andere. Das hat mich aber gar nicht gestört, denn die Anziehung zwischen Nadia und Kane konnte man einfach nicht ignorieren, weshalb man die Intimitäten (und die zahlreichen Momente, in denen sie diese austauschen) nachvollziehen und genießen konnte – auch wenn es mir am Ende dann doch etwas zu viel war. Nun gut, dem sah ich dann aber locker entgegen, bei einer Länge von 384 Seiten hält man das schon aus. Schön fand ich hier, dass nicht krampfhaft versucht wurde, einen großen Konflikt herbeizuzaubern, sondern sich tatsächlich darauf konzentriert hat, eine echte Geschichte zu erzählen, ohne großartig zu übertreiben. Damit brach man ein wenig mit den sehr beliebten Erzählmustern in diesem Genre, was mir wirklich gut gefallen hat. Und das heißt ja nicht, dass es keine Dramaturgie gibt. Die gibt es. Aber eben nicht großartig aufgebauscht, sondern authentisch erzählt.

Außerdem mochte ich den Humor des Buches: Nadia und ihre Freundinnen halten sich nicht zurück, stichelt sich gegenseitig an und reden so, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Das fand ich sehr unterhaltsam, da ich mich hier selbst wiedergefunden habe. Es wird sicherlich Leser geben, die damit ein Problem haben, ich gehöre aber definitiv nicht dazu, weil ich einfach selbst so bin. Deshalb fühlte ich mich unter den vier Frauen auch wirklich wohl und fand ihre Gespräche meist sehr unterhaltsam und an vielen Stellen auch sehr tiefsinnig. Das mag besonders an der Thematisierung verschiedener Süchte, Krankheiten und Störungen liegen – egal ob psychischer, körperlicher oder zwischenmenschlicher Art. Jeder der Freundinnen hat ihr Päckchen zu tragen. Wir erfahren von ein paar Problemen, bleiben aber natürlich vermehrt bei Nadia und ihrer Last. Diese möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn ich finde, jeder muss das selbst entdecken. Ich kann nur sagen, dass ich ihre Vergangenheit sehr interessant fand, denn ich bin der Meinung, für einen Erotik-Roman wurde diese ziemlich gut und sehr detailreich dargestellt. Besonders die Ängste, die sie hatte, als auch die Folgen kamen gut raus und verliehen dem Buch eine etwas ernsthaftere Note – zwischen den ganzen intimen Stellen, war das sehr interessant.

Einzig wirklich “großer” (wobei auch nicht zu großer) Kritikpunkt wäre die Sprache an manchen Stellen. Ich finde, besonders Sexszenen müssen wirklich gut beschrieben sein, damit man als Leser diese wertschätzen kann. Das war hier nur teilweise der Fall. Besonders am Anfang fand ich einige Ausdrücke und Vergleiche, die mich eher irritiert haben als alles andere. Meiner Meinung nach gibt es für beide Geschlechtsteile Wörter, die erotisch wirken, und Wörter, die ein echter Abturner sind. Letztere wurden von der Autorin mehrfach benutzt, was mich wirklich störte. Das besserte sich mit der Zeit, wahrscheinlich weil ich mich daran gewöhnte, allerdings hätte es mir noch besser gefallen, wenn man sich hier etwas mehr Gedanken gemacht hätte, wie erotisch manche Wörter sind und andere eben nicht. Diese Reflexion hat mir gefehlt.

Insgesamt muss ich aber nichtsdestotrotz sagen: Ich mochte die Geschichte rund um Nadia, Siobhan, Vanessa und Audie sehr gerne und bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht. Denn in den nächsten Monaten erscheinen Bücher rund um die restlichen Mädels des Bitch Talks. Es wird interessant zu erfahren, was für Probleme sie haben, wie tief diese gehen und welche Männer sie kennenlernen werden (oder vielleicht schon kennengelernt haben?). Dabei war “Glühende Leidenschaft” der perfekte Einstieg in diese Serie, da Nadia Dreh- und Angelpunkt der Welt ist, die die Autorin aufgebaut hat. Dabei gefielen mir nicht nur die Charaktere, sondern auch deren Humor, das Setting und die Atmosphäre. Und auch wenn ich mit der Sprache nicht immer zufrieden war, waren einige Stellen wirklich sehr heiß und sehr geschmackvoll dargestellt. Deshalb gibt es von mir auch 4 Sterne und die Hoffnung, dass alle genannten Punkte auch wieder im 2., 3. und 4. Band überzeugen – und einzig die Sprache sich in eine bessere Richtung verändert. Zumindest, wenn es um die heißen Szenen geht. Denn auf die kommt es ja letztendlich dann doch an 😉