Children of Blood and Bone von Tomi Adeyemi

Children of Blood and Bone von Tomi Adeyemi

Juni 29, 2018 2 Von BenniCullen

Herzlich Willkommen zu diesem #Leseeindruck!

Es ist mal wieder so weit: Ich lese ein Buch und nehme euch (quasi live) mit! Schon auf der Leipziger Buchmesse wurde uns diese Geschichte als Highlight präsentiert und gespannter war ich dann, als die erste XXL-Leseprobe verfügbar war! Die Rede ist natürlich von “Children of Blood and Bone” von Tomi Adeyemi – ein Buch, welches derzeit in aller Munde ist und seine Kreise durch die Bloggerwelt zieht. Und das nicht von irgendwo: Die Geschichte löste nämlich in Amerika einen Mega-Hype aus und wurde bisher bereits in 22 Länder verkauft. Wenn das mal nicht nach einem sehr vielversprechenden Werk klingt. Ich bin wirklich mega gespannt und freue mich darauf, euch in meine Gedankenwelt mitzunehmen – seid ihr dabei?

Buchcover: © Fischer FJB Verlag

Kommen wir aber erstmal zu den grundlegenden Fakten: “Children of Blood and Bone” erschien am 27. Juni 2018 im Fischer FJB-Verlag, umfasst 624 Seiten und stammt aus der Feder der 24-Jährigen Amerikanerin Tomi Adeyemi. Es handelt sich hierbei um ihren Debüt-Roman, dessen Filmfassung bereits in Arbeit ist. Die Geschichte ist inspiriert von der westafrikanischen Kultur und Mythologie, was nicht überrascht wenn man weiß, dass Toni Adeyemi selbst nigerianische Wurzeln hat. Außerdem geht es besonders – wie bereits im Film Black Panther aus dem Marvel-Universum – um die Diskriminierung, denen viele Menschen aus diesen Kulturen ausgesetzt sind. Somit ist Adeyemis Debüt nicht nur ein wahres Fantasy-Highlight 2018, sondern beschäftigt sich auch mit der politischen sowie menschlichen Situation auf der ganzen Welt, wenn es um Minderheiten jeglicher Art geht. Gerade in den USA kocht diese ja immer wieder hoch. Wer jetzt aber genaue Informationen haben will:

Sie töteten meine Mutter.
Sie raubten uns die Magie.
Sie zwangen uns in den Staub.
Jetzt erheben wir uns.

Zélies Welt war einst voller Magie. Flammentänzer spielten mit dem Feuer, Geistwandler schufen schillernde Träume, und Seelenfänger wie Zélies Mutter wachten über Leben und Tod. Bis zu der Nacht, als ihre Kräfte versiegten und der machthungrige König von Orïsha jeden einzelnen Magier töten ließ. Die Blutnacht beraubte Zélie ihrer Mutter und nahm einem ganzen Volk die Hoffnung.

Jetzt hat Zélie eine einzige Chance, die Magie nach Orïsha zurückzuholen. Ihre Mission führt sie über dunkle Pfade, wo rachedurstige Geister lauern, und durch glühende Wüsten, die ihr alles abverlangen. Dabei muss sie ihren Feinden immer einen Schritt voraus sein. Besonders dem Kronprinzen, der mit allen Mitteln verhindern will, dass die Magie je wieder zurückkehrt …

Der internationale Bestseller! Große Kinoverfilmung bereits in Arbeit bei Fox 2000 (»Twilight«, »Das Schicksal ist ein mieser Verräter«)

Für mehr Informationen:

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Für mich übrigens ein großartiger Klappentext, der alles auf den Punkt bringt, aber eben nicht zu viel verrät – Kompliment also an den Schreiber/die Schreiberin! Meine Erwartungen sind deshalb auch dementsprechend: Ich erhoffe mir eine fantasiereiche Geschichte, mit allerhand Action, Magie und unerwarteten Wendungen sowie eine grundlegende Thematisierung des Themas Diskriminierung. Versteht mich nicht falsch, ich möchte keinen sachlichen Bericht darüber, sondern vielmehr in die Blickwinkel der Personen eintauchen. Wie fühlen sich Menschen, denen es gut geht, eben weil sie nicht mit Ausgrenzung zu tun haben, allerdings dennoch über deren Existenz wissen. Und wie geht es Menschen, die tagtäglich damit konfrontiert und umgehen müssen? Solche Ausführungen wünsche ich mir und genau solche Charaktere hat man sich hoffentlich überlegt. Aber gut, ich werde es herausfinden und beginne die Reise jetzt (:

© Fischer FJB Verlag

Dieser Beitrag ist SPOILERFREI!
Ich werde die Handlung der ersten Seiten nur kurz wiedergeben, ihr braucht also keine Angst haben, dass ich euch zu viel verrate (:
Das Buch wurde mir vom Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt – ein herzliches Dankeschön dafür (:

Etappe 1: S. 11 bis 63

Der Einstieg war schon Mal total rasant und wie im Film! Wir lernen Zélie kennen, die in einem Art versteckten Trainingslager lernt, wie sie sich mithilfe eines Stabes verteidigen kann. Außerdem geht es sofort zur Sache und wir kriegen gleich mit, welcher krassen Diskriminierung Zélie und ihre Art ausgesetzt sind: Diese unterschieden sich nämlich aufgrund ihrer sehr dunklen Hautfarbe und besonders aufgrund ihrer weißen Haare von anderen Menschen. Zélie und ihr Volks entstammen nämlich mächtigen Magiern, die die unterschiedlichsten Dinge bändigen konnten: Feuer, Wasser, Erde und Luft sowie die Träume der Menschen oder auch die Fähigkeit, Tiere bändigen zu können. Dabei sind Zélies Vorfahren etwas ganz Besonderes, ihnen war nämlich die Macht zum Teil, über Leben und Tod zu entscheiden. Allerdings gibt es keine Magier mehr, da sie alle von der Königsfamilie umgebracht worden sind. Lediglich die Menschen, die das 13. Lebensjahr noch nicht erreicht hatten, durften weiterleben, da in ihnen die Magie noch nicht ausgebrochen ist. Deshalb gibt es auch seit Jahren keine Magie mehr im Land… bis jetzt. Denn zeitgleich erfahren wir durch Prinzessin Amari, unserer zweiten Protagonistin, dass magische Artifakte gefunden worden sind, die die Magie Stück für Stück in das Land Orisha zurückbringen.
Ich muss wirklich sagen, dass der Autorin der Einstieg mehr als gelungen ist. Wir lernen zwei starke Frauen kennen, die mit ihren ganz eigenen Problemen zu tun haben und dennoch eins gemeinsam haben: Sie versuchen ihrer Situation zu entfliehen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Durch Zélie erfahren wir, wie das Leben als Diviné ist (so heißen die Menschen mit weißen Haaren) und welche Ungerechtigkeiten sie tagtäglich begegnet. Durch Amari erfahren wir aber auch, dass nicht die gesamte Königsfamilie so bösartig ist, denn sie hat Verständnis und möchte mit dem gesamten Königreich friedlich zusammenleben. Schön, dass die Autorin hier nicht in Extreme verfällt und deshalb keine schwarz/weiß-Darstellung zustande kommt. Außerdem gefällt mir das Setting total: Die Welt, die Adeyemi beschreibt, ist zwar sehr komplex, allerdings total verständlich dargestellt. So gelingt es ihr durch einen raffinierten Trick, die Geschichte des Volkes relativ knapp darzustellen, sodass der Leser sofort in die Geschichte eintauchen kann. Dies zeugt von einer sehr guten Planung beim Schreiben!
Ebenso positiv beeindruckt bin ich vom Schreibstil: Eigen, detailreich, aber nicht zu langatmig, zeigt die junge Autorin, dass ein ausbalancierter Schreibstil auch im Jugendbuch-Genre möglich ist. Für mich seit langem der beste Schreibstil, den ich 2018 lesen durfte. Dabei spürt man die Magie in jedem Wort und in jedem Ausdruck – einfach wunderbar! Ich bin wirklich sehr gespannt, wie es weiter geht und kann gar nicht mehr aufhören zu lesen 😀

Etappe 2: S. 64 bis 108

Oh Gott, es geht so Schlag auf Schlag, dass ich gar nicht anders kann als zu lesen und nochmal zu lesen! Grandios! Die Geschichte nimmt an Fahrt auf und wir kriegen noch einen weiteren Protagonisten: Inan ist Amaris Bruder, deshalb auch Thronerbe und Hauptmann der Armee des Königshauses. Dieser stellt irgendwie die perfekte Mischung aus Amari und Zélie dar – wer das Buch gerade liest oder es bereits gelesen hat, weiß bestimmt, was ich meine. Aufgrund der späten Einführung dieses Charakters bleibt die Geschichte permanent spannend, hinzu kommt allerdings auch, dass der Plot durch neue Handlungsstränge immer weiter läuft und nie an Spannung verliert – toll, was sich die Autorin hier ausgedacht hat! Die Geschichte nimmt immer weiter an Fahrt auf, gleichzeitig merke ich, dass wir noch lange nicht beim Höhepunkt angelangt sind – dennoch ist jede Ausführung ein kleines Highlight für sich! So ein Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr und ich meine, dass ich hier ein wahres Lesehighlight 2018 in Händen halte – mal sehen ob ich damit Recht habe.
Wirklich gut finde ich auch die Karte, die hinten und vorne in den Buchdeckel eingearbeitet wurde. Normalerweise finde ich sowas immer ganz schick, allerdings schaue ich selten rein. Hier ganz anders: Ich gucke mir immer wieder die Landkarte an und möchte ganz genau wissen, wo wir uns gerade befinden. Außerdem hilfreich ist die Darstellung der verschiedenen Magier-Clans, denen ja bestimmte Fähigkeiten und Gottheiten zugeschrieben sind. Am Anfang hatte ich etwas Angst, dass ich da nicht durchblicke (High-Fantasy hat es nunmal schwer bei mir, eben aufgrund der komischen Namen und dem ganz eigenen Weltaufbau), allerdings habe ich ja bereits geschrieben, dass es der Autorin wunderbar gelungen ist, ihre Welt sehr verständlich darzustellen. Umso schöner also, dass mir die Auflistung der Clans dabei hilft, den Überblick zu behalten. Jetzt muss ich aber wieder weiter, ich kann die Geschichte einfach nicht liegen lassen…

 

Ein Stück der Landkarte von Orisha | © Fischer FJB Verlag

Etappe 3: S. 109 bis 207

So, gerade mal ein Tag vergangen und schon befinde ich mich auf Seite 207 – so schnell kann’s gehen, wenn die Geschichte gut ist! Kennt ihr “Avater – Der Herr der Elemente”. Das ist ein Anime, der früher auf nickelodeon lief und den ich von vorne bis hinten mehrmals gesehen habe. Insgesamt gab es vier Staffeln und ich habe auf jede einzelne hingefiebert und sehnsüchtig auf das Finale gewartet – was dann ganz sagenhaft war! Und an genau diese Geschichte erinnert mich auch “Children of Blood and Bone”. Wir begeben uns auf eine Reise quer durch ein fremdes Land, lernen die einzelnen Städte und Kulturen kennen, haben es mit mächtigen Bändigern zu tun, die Stück für Stück wieder auftauchen und müssen uns mit Göttern beschäftigen, die Zeichen senden. Ich persönlich liebe das ja total, denn wie schon gesagt: Es hat einen ähnlichen Aufbau zu oben genannten Anime. Allerdings möchte ich klar stellen, dass die Geschichte so völlig eigen ist und aufgrund ihrer starken kulturellen Referenzen wirklich ein Alleinstellungsmerkmal hat! Die Seiten verfliegen nur so und lassen einen nicht mehr los!
Weiterhin spitzt sich die Handlung immer weiter zu, obwohl man noch ganz klar nicht beim Höhepunkt ist – ich bekomme wahrscheinlich einen Herzinfarkt, sollte es so weit sein. Denn ja: Immer wenn etwas passiert schlägt mein Herz schneller und ich bekomme schwitzige Hände – einfach, weil es so spannend ist. Ich bin wirklich total begeistert und das nicht nur von der Geschichte, sondern auch von den Charakteren! Ich verrate ja nichts mehr zum Inhalt, so viel sei aber gesagt: Amari und Zélie finden natürlich (wie auch immer) zusammen und bestreiten ihre Reise gemeinsam mit Zélies Bruder Tzain. Dieses Dreiergespann unterhält mich so gut wie es einst das Dreiergespannt in “Avater” gemacht hat! Alle drei sind sehr unterschiedlich und dennoch willensstark, haben dabei aber auch einen unfassbar trockenen Humor! Ich kann mich gar nicht entscheiden, wen ich besser finde und hoffe, dass sie niemals getrennt werden 😀
Hinzu kommt außerdem die Magie, die sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht und immer stärker wird – genauso, wie es ja auch in der Geschichte der Fall ist. Man möchte hinter die Geheimnisse kommen und sehen, wie die Magie gewirkt wird – denn bisher haben wir nur sehr kleine Aspekte erfahren können, besonders was Zélies Magie angeht. Ich bin gespannt, welche Mächte sie noch entwickelt und wie sie als Person immer weiter wächst – denn das tut sie und das ist wirklich wunderschön anzusehen! Doch auch Amari wächst immer weiter über sich hinaus – hoffentlich bekommt sie auch noch eine besondere Rolle in der Geschichte, denn bis auf die kleine süße Prinzessin, die zwar auch kämpfen kann, aber das bisher noch nicht so wirklich zeigt, bleibt nicht viel übrig. Nun gut, warten wir es ab und lesen einfach weiter – aufhören kann ich eh vergessen 😀

Buchcover: © Fischer FJB Verlag

Etappe 4: Seite 208 bis 306

Ich verrate schon jetzt: Wir schreiben Sonntag, den 30. Juni 2016, es ist circa 15 Uhr… und ich habe heute schon 100 Seiten gelesen. Ich will ja nicht sagen, dass es hier wie im Rausch ist, aber: Hier ist es wie im Rausch 😀 Die Geschichte hangelt sich von einem Highlight zum nächsten und die Figuren werden immer komplexer und vielseitiger. Ich persönlich liebe das, denn die Autorin schafft es, eine spannende Geschichte zu erzählen und dabei gleichzeitig Dialoge einzubauen, die nicht tiefgängiger sein könnten. Hinzu kommen wirklich aussagekräftige Monologe, die der Geschichte eine sehr ernsthafte Seite geben, ohne dabei von der Spannung abzulenken. Ich habe ja so ein bestimmtes Kribbeln im Bauch, das ich nur bei absoluten Highlights habe – damit reiht sich “Children of Blood and Bone” zu Geschichten wie “Twilight”, “Hunger Games”, “Selection” oder “Die Edelstein-Trilogie” ein. Respekt dafür, liebe Frau Adeyemi!

Außerdem besonders schön in dieser Etappe: Wir lernen die Vergangenheit von Amari und Inan kennen und erfahren, warum sie so sind, wie sie sind. Besonders Inan bekommt hier eine sehr dunkle Seite, die schockierend, gleichzeitig aber auch sehr fesselnd ist. In einem Moment hasst man ihn, im anderen liebt man ihn. Das ist wirklich toll zu lesen und hat jetzt nochmal eine neue Seite zur Geschichte beigetragen – gut bei über 600 Seiten Lesestoff. Mal sehen, was die Autorin noch aus diesen Teilen der Geschichte macht, vielleicht hat sie sich eine Storyline überlegt, die zum großen Ganzen beitragen… das wäre natürlich ein sehr schlauer Schachzug 😀

Übrigens ist der Hype wirklich #real: “Children of Blood and Bone” hat die Abstimmung zum Sommerbuch 2018 in der Jimmy Fallon-Tonight-Show gewonnen – eine sehr berühmte, sehr erfolgreiche Late Night-Show in den USA. Jimmy möchte das Buch in den nächsten Wochen lesen und seine Erfahrungen festhalten. Deshalb hat er auch den Hashtag #TonightShowSummerReads eingerichtet, wo man sich mit ihm über das Buch austauschen kann – wer also Lust hat, der kann diesen gerne nutzen, um da mitzumachen (:

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https://www.youtube.com/watch?v=HE_qToRRBTc

Etappe 5: Seite 307 bis 406

Weiter geht’s – mittlerweile ist es 00:46 Uhr und ich habe soeben die nächsten 100 Seiten gelesen – das sagt schon genug aus, finde ich. Insgesamt haben mir die letzten 100 Seiten wirklich gut gefallen, auch wenn es zum ersten Mal ein paar Längen gab… das kann aber auch an der Uhrzeit liegen 😀 Wir reisen weiter durch das Land und erhalten sehr detailreiche Einblicke in die Strukturen des Landes – ohne dabei zu politisch oder strukturell zu werden. Ansonsten verrate ich natürlich nichts, außer so viel: Es bleibt spannend und die Geschichte ist einfach so voller möglicher Potenziale, dass man am besten sofort wissen möchte, welche davon ausgeschöpft werden. So ein Bedürfnis hatte ich schon lange nicht mehr, weshalb ich meinen Leseeindruck mehr als positiv bewerten würde… bis jetzt zumindest 😀

Was ich betonen möchte: Die Entwicklungen der einzelnen Figuren sind einfach grandios! Besonders eine(r) (ich möchte nicht mal das Geschlecht verraten, so fies bin ich :D) hat es mir hier angetan – den dessen/deren Entwicklung ist einfach unglaublich! Ich bin so gespannt und weiß noch nicht so ganz, was ich davon halten soll und ob sie/er wirklich eine solche Veränderung hingelegt hat oder ob uns hier nochmal eine böse Überraschung erwartet – ganz egal wie, spannend ist es allemal. Und auch hier entdecke ich wieder Parallelen zu “Avatar – Der Herr der Elemente”. Diese ganzen Wendungen und Entwicklungen, das alles kennt man aus der Serie. Natürlich in einer anderen Welt und unter anderen Umständen, aber doch sehr eindeutig. Das stört mich aber gar nicht, im Gegenteil: Ich finde es toll, dass die Autorin eine Welt erschaffen hat, die in ihren Bann zieht und gleichzeitig komplex und leserfreundlich ist – you know? Das ist ganz wunderbar und macht die Geschichte definitiv aus!

Außerdem habe ich heute während des Fertigmachens im Bad ins Hörbuch reingehört (weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht, aber keine Zeit hatte zu lesen :D) und ich kann euch die Vertonung nur ans Herz legen: Die Sprecherin Vanida Karun hat eine unfassbar anziehende (und sehr diverse) Stimme und bringt die magischen Formeln und die afrikanisch-klingende Sprache wirklich grandios zum Leben. Wer mal reinhören möchte: Das gesamte Hörbuch kann man auch über Spotify streamen – einfach mal den Titel des Buches suchen (:

Buchcover: © Fischer FJB Verlag

Etappe 6: Seite 407 bis 523

So, nachdem es mich erwischt hat und ich krank zuhause liege, komme ich nicht so wirklich zum Lesen, heute war aber ein relativ guter Tag (der beste in den letzten Tagen), weshalb ich auch knapp 100 Seiten lesen konnte. Leider muss ich allerdings sagen, dass mir diese Etappe sehr lang vorkam. In der Geschichte ging es erstmal nicht so richtig voran, einige Entwicklungen habe ich irgendwie nicht so richtig nachvollziehen können und gingen mir auch einfach zu langsam voran. Das wurde dann gegen Ende besser, dennoch empfand ich es als schade, dass die ersten 400 Seiten so gut waren und dann ein kleiner Dämpfer kommt – gut, bei über 600 Seiten vielleicht nicht gerade selten, aber unnötig. Nun gut, mal sehen wie die letzten 100 Seiten werden – ich hoffe auf ein episches Finale, das scheine ich auch zu bekommen, denn ein eben solches wird im letzten Kapitel dieser Etappe angeteasert.

Schön fand ich die Entwicklung, was die Themenbereiche angeht. Wir haben es hier mit einer Fantasy-Geschichte im Jugendbuchbereich zu tun, die sich stark mit Diskriminierung und deren Konsequenzen beschäftigt, allerdings auch mit der Politik des Landes Orisha. Und genau um diese ging es jetzt vermehrt, was mir gut gefallen hat. Es hat eben nicht nur individuelle Konsequenzen, wenn man Menschen ausschließt, sondern auch gesellschaftlich-politische. Diesen Aspekt finde ich großartig umgesetzt, besonders im Bereich für Jugendliche. Ebenso gut fand ich, dass man verschiedene Möglichkeiten aufzeigt, wie man mit einem Kampf gegen das System vorgehen kann. Man kann ganz offen und direkt kämpfen, man kann taktisch vorgehen und seinen Kampf planen (á la Game of Thrones) oder aber man versucht, das System von innen zu sprengen. All diese möglichen Verhaltensweisen werden diskutiert und dargestellt, was ich toll finde, denn es ist ja doch sehr komplex diese gut und verständlich rüber zu bringen. Der Autorin ist aber genau das sehr gut gelungen, wofür sie meinen vollsten Respekt verdient.

Nun geht’s auf an die letzten Seiten, ich bin schon sehr gespannt, was mich erwartet – und ehrlich: Bei über 600 Seiten auch froh, die Geschichte für mich abschließen zu können. Auch wenn ich danach wahrscheinlich sofort Band 2 in den Händen halten möchte 😀

 

Buchcover: © Fischer FJB Verlag

Etappe 7: Seite 524 bis 624

So, heute Morgen habe ich die letzten 100 Seiten gelesen und war vom Finale wirklich beeindruckt – auch wenn mir eine Entwicklung irgendwie nicht so ganz gefallen hat. Denn dafür fehlte mir dann letztendlich der Bezug und ich konnte es nicht wirklich nachvollziehen – was vielleicht auch daran liegt, dass wir einen Moment nicht hautnah miterlebt haben, sondern nur stückweise im Nachgang erfahren haben. Das fand ich schade, ich habe das Gefühl, dass es emotionaler und eindringlicher gewesen wäre, hätte man ihr Zélie zu Wort kommen lassen. Nun denn, es ist wie es ist und nichtsdestotrotz war das Finale dann wirklich gut durchdacht – eben nur mit einer kleinen Schwäche. Mal sehen, wie damit in Band 2 umgegangen wird, ich hoffe die Autorin verarbeitet das sehr schnell, ansonsten könnte es eher langatmig werden.

Die letzten Seiten kamen dann für mich dennoch sehr schnell, da hätte ich mir ein, zwei Seiten mehr gewünscht – dass ich das nach über 600 Seiten sage, heißt schon was 😀 Das Ende ist jetzt kein richtiger Cliffhänger, aber irgendwie doch. Es ist halt alles sehr offen und ich kann damit leben – ich weiß aber, dass viele ihn als fies bezeichnen würden. Ich bin gespannt darauf wie die Situation dann in Band 2 aufgelöst wird, kann aber mit meiner Unwissenheit ganz gut leben 😀

Das war’s dann! Wie hat euch mein Leseeindruck gefallen? Und wer ist jetzt ganz neugierig auf das Buch? Ein finales Fazit wird es dann in meiner Rezension geben, so viel sei aber schon mal gesagt: Ich kann euch diese Jugendbuch-Geschichte nur ans Herz legen (:

Danke für’s Einschalten, wir sehen uns dann beim nächsten #LIVE-Leseeindruck!

Euer Benni | Lenny.

HIER geht’s zu meiner finalen Rezension (: