Christmas Reads 2016-2018

Christmas Reads 2016-2018

Dezember 29, 2018 4 Von BenniCullen

Meine Süßen,

herzlich Willkommen zu diesem Beitrag. Ich habe mich lange nicht mehr gemeldet, denn es war so viel los – privat als auch beruflich – dass ich gar nicht zum Bloggen gekommen bin. Das soll sich im neuen Jahr ändern, auch wenn es bestimmt immer mal wieder Phasen geben wird, die weniger blogintensiv sind als andere – nun ja, das ist wohl das Leben! Heute soll es aber gar nicht um meine Pläne für’s neue Jahr gehen, sondern eher um ein ganz besonderes Thema: Meine Christmas Reads. Es ist jedes Jahr aufs neue interessant: Man liest fröhlich vor sich hin, geht in Buchhandlungen und stöbert auf den Online-Portalen und plötzlich steht und sieht man sie: Die Weihnachtsbücher der vergangenen und aktuellen Saison. Das sind Geschichten, die sich irgendwie (und wenn auch nur vom Cover her) mit Weihnachten oder der Vorweihnachtszeit beschäftigen. Es gibt sie als Roman, als Thriller, als Jugendbuch und auch als Kindergeschichten – dem Leserherz sind also keine Grenzen gesetzt. Und auch ich zähle zu den Fans der Bücher – doch genauso schnell wie sie auftauchen, verschwinden sie ab den Weihnachtstagen in der Regel auch. Leider, denn eine wirkliche Bewertung oder Beschäftigung mit diesen Büchern fehlt mir oft. Deshalb habe ich mir gedacht, dass ich die letzten Jahre durchgehe und euch die Weihnachtsgeschichten vorstelle, die ich gelesen habe – und entweder empfehle oder eben auch nicht – los geht’s!

Mit einem Klick auf die Titelüberschriften gelangt ihr (falls vorhanden) zu meiner Rezension des jeweiligen Buches, mit einem Klick auf das Bild geht’s zum Buch auf Amazon.

Die Christmas Reads 2016

“Winterzauberküsse” von Sue Moorcroft

2016 begann meine Liebe für Weihnachtsgeschichten – ausgelöst von diesem Buch hier: “Winterzauberküsse” von Sue Moorcroft aus dem Fischer Verlag. Die Geschichte spielt in London (muss ich noch mehr sagen?) und vereint auf ganz süße Weise eine zarte Liebesgeschichte mit dem zauberhaften Charme des vorweihnachtlichen Londons. Für mich mein absoluter Favorit unter den Weihnachtsromanen, da die Geschichte sowohl zauberhaft als auch ereignisreich ist und sich eben nicht nur auf das weihnachtliche Setting verlässt. Hier also eine absolute Empfehlung!

“Dein Leuchten” von Jay Asher

Ich muss zugeben, dass ich erst im Nachhinein verstanden habe, dass Jay Asher der Autor von “Tote Mädchen Lügen nicht” ist und ich auch erst dann eben dieses Buch lesen wollte (was ich zu meiner Schande immer noch nicht getan habe – vielleicht ändert sich das mit meinem neuen Netflix-Account… mehr dazu später). Wie dem auch sei, so war meine erste Begegnung mit dem Autoren auch sehr naiv und pur – denn ich freute mich auf ein winterliches Setting, mitten in Amerika, mit ganz viel Süßes und warmen Kakao! Und das erhielt ich auch: Ein bezauberndes Setting, eine winterlich-warme und kuschlige Atmosphäre und wirklich sympathische Charaktere… allerdings überzeugte mich der Plot irgendwie so gar nicht, denn der Spannungsbogen war einfach nicht auszumachen. Und als ich dann eben verstand, dass diese Geschichte genau von dem Autoren geschrieben worden ist, der für einen der beliebtesten Jugendbuchthriller verantwortlich ist, verstand ich: Natürlich wollte er seinen Mysteryanteil da rein bringen, aber leider passte das so gar nicht zur eigentlichen Geschichte. Und so war die Atmosphäre und das Setting wirklich toll, die Geschichte dagegen eher mittelmäßig. Nichtsdestotrotz blieb es bis heute in meinem Bücherregal, denn von der Atmosphäre ist das einfach ganz, ganz großes Kino – wem das also wichtig ist, der sollte hier mal zugreifen.

“Kiss Me in New York” von Catherine Rider

Das hier war wirklich ein absoluter Covergriff! Diese Collage da vorne drauf und die ganzen süßen Details – ach, das musste ich einfach lesen. Doch was dan folgte, war noch viel mehr als einfach nur ein schönes Cover: Die Geschichte überzeugte mit einem Roadtrip durch New York, Figuren, die ihren völlig eigenen Weg gehen und einem Verlauf, der gar nicht schöner hätte sein können. Für mich ein absolutes Must-Read für alle Jugendbuchfans, die vielleicht auch gar nix mit Weihnachten zu tun haben. Denn genau jene wird es wahrscheinlich besonders überzeugen, eben weil es nicht too much ist. Außerdem: Sollte euch diese Geschichte gefallen, dann warten auf euch noch zwei weitere Bände – dazu aber gleich mehr…

Die Christmas Reads 2017

“Wintersterne” von Isabelle Broom

2016 war zwar der Beginn, aber 2017 bin ich so richtig auf den Geschmack gekommen, weshalb ich hier auch weit mehr Weihnachtsgeschichten las. Die erste Geschichte sollte mich nach Prag entführen und an den grandiosen Eindruck von Weihnachtsromanen anschließen, den ich 2016 gewonnen hatte: “Wintersterne” von Isabelle Broom versprach grandios zu werden, doch ehrlich gesagt war ich nach dem Lesen erstmal ernüchtert: Zwar fand ich alle Figuren wirklich sympathisch, haben sie sich doch mit richtigen Probleme beschäftigt – trotz Weihnachtszeit – allerdings fehlte mir irgendwie das gewisse Etwas. Im Nachhinein betrachtet, mochte ich den Reiseaspekt sehr gerne und ich muss sagen, dass ich mich immer noch an die Geschichte erinnern kann – obwohl das meist nach einem Jahr nicht unbedingt der Fall ist. Kennt ihr das? Manchmal ist man im ersten Moment nach dem Beenden gar nicht so begeistert, nur um dann ein wenig später festzustellen: Hey, das war wirklich schön/spannend/aufregend! Geht es manchmal nur mir so? Insgesamt kann ich also “Wintersterne” wirklich nur empfehlen – besonders, wenn ihr noch nie in Prag ward, denn durch die Geschichte erlebt ihr die tschechische Hauptstadt hautnah!

“Kiss Me in Paris” von Catherine Rider

Nachdem mich Band 1 so begeistert hat, musste natürlich Band 2 auch einziehen. Und was soll ich sagen? Paris als Stadt ist ganz zauberhaft beschrieben und ich hatte auch das Gefühl, die Stadt sehr lebhaft dargestellt zu bekommen, allerdings war der Plot wirklich schwach und irgendwie so gar nicht weihnachtlich. Ja, natürlich war der Aufbau irgendwie so wie in Band 1, allerdings war das Paket an sich einfach total unrund und eine wirklich drastische Verschlechterung im Vergleich. Und ehrlich? Manche Stellen musste ich überfliegen, da sie so langweilig und langatmig waren – kein gutes Zeichen, weshalb ich diesen Teil auch nicht unbedingt weiterempfehlen würde… auch wenn die Bücher zusammen natürlich wunderbar im Regal aussehen 😉

“Der Weihnachtswald” von Angelika Schwarzhuber

Auch hier wieder: Was für ein schönes Cover, oder? Und auch der Klappentext hörte sich so toll, so magisch… ich musste es einfach lesen. Und ja, die Geschichte war auch magisch – bis zu einem gewissen Punkt. Denn irgendwann verlor sich der Plot und ich hatte das Gefühl, die Autorin wusste selbst nicht wohin mit ihren Figuren. Insgesamt war das dann alles ganz nett, aber eben nicht ganz so überzeugend. In diesem Jahr veröffentlichte dann die Autorin erneut eine Weihnachtsgeschichte mit ganz ähnlichem Äußeren, allerdings sprach mich hier der Klappentext gar nicht an – kennt jemand die Geschichte und mag mir dazu was sagen? Das Cover ist zumindest mal wieder der Burner!

“Wolkenschloss” von Kerstin Gier

Eigentlich kein klassisches Weihnachtsbuch, aber doch passend, insofern man das Setting beachtet – denn in der verschneiten Schweiz feiert sich doch Weihnachten ganz besonders gut, oder? Ja, der Plot war jetzt nicht ganz so stark, trotzdem reichlich spannend und besonders gegen Ende sehr rasant. Die wahre Stärke des Buches liegt aber tatsächlich im Setting und der Atmosphäre, weshalb ich nur positive Erinnerungen an die Geschichte habe – die man allerdings nicht mit anderen Jugendbüchern der Autorin vergleichen sollte!

Die Christmas Reads 2018

“Mistelzweigzauber” von Sue Moorcroft

In diesem Jahr erschien das nunmehr zweite Buch von Sue Moorcroft und nachdem ich “Winterzauberküsse” so unfassbar toll fand, musste “Mistelzweizauber” einfach her. Und was soll ich sagen? Mindestens genauso zauberhaft, aber auch sehr viel erotischer, ist das zweite Werk von Sue Moorcroft für all jene Leser etwas, die Romantik und ein gemütliches Setting perfekt vereint sehen wollen. Weihnachten ist zwar zentrales Thema, weil das Café, um welches es geht, genau dann eröffnet werden soll, allerdings spielt der Großteil der Geschichte vorher – also dürften auch all jene begeistert sein, die keinen Weihnachtskitsch wollen 😀 Insgesamt nicht ganz so stark wie “Winterzauberküsse”, aber ein wirklich würdiger Nachfolger!

“Kiss Me in London” von Catherine Rider

Eigentlich wollte ich nach “Kiss Me in Paris” nicht mehr weiterlesen – es sei denn, die nächste Geschichte würde in London spielen. Tja, und das tut sie, deshalb musste auch der dritte Teil dieser Reihe bei mir einziehen. Und ich muss sagen: Die Geschichte in London gefiel mir sehr viel besser als die in Paris und dennoch habe ich ein paar Kritikpunkte: Denn wir erleben London durch die Augen von zwei Theaterfreaks, von zwei Schauspielern, die natürlich in der Theaterszene von Englands Hauptstadt aufgehen. Allerdings geht mir deshalb das andere London etwas verloren. Denn als einzige Sehenswürdigkeit – neben dem Theaterviertel – erleben wir das London Eye… nicht gerade die schönste Sehenswürdigkeit, was leider noch dazukommt. Außerdem hat die Autorin einen sehr ausufernden Schreibstil, was mir immer zu viel ist, weil ich mir manche Dinge einfach selbst denken kann – aber gut, ich bin halt nicht die Zielgruppe, vielleicht geht das Jugendlichen anders. Dennoch: Lieber kommt die Stadt zu kurz, als der Plot – andersrum war’s nämlich in Paris, wo mir die Stadt zu sehr im Mittelpunkt stand (sprich: es eine Hetzjagd durch Paris war). Das ist hier anders, den die Figuren sind so wahnsinnig sympathisch und die Entwicklung ist so schön mitanzusehen… i love it! Für mich nach New York der stärkste Band und deshalb auch eine klare Leseempfehlung (:

“Weihnachten auf der Lindwurmfeste” von Walter Moers

In diesem Jahr habe ich privat bzw. beruflich an zwei Wichtelaktionen teilgenommen – und wurde prompt mit einem faszinierendem Buch beschenkt! Walter Moers war mir natürlich ein Begriff, allerdings hatte ich nie etwas von ihm gelesen, einfach, weil ich gar nicht wusste, wo ich anfangen sollte. Nun sollte es also seine Weihnachtsgeschichte werden und ich war vom ersten Moment an in diese Graphic Novel verliebt! Die Geschichte, die als Brief erzählt wird, gibt Einblicke in das fiktive Fest einer prähistorischen Bevölkerung, das Hamoulimepp heißt. Dabei ist die Umsetzung einfach so kreativ, so ausdrucksstark und so wahnsinnig schön zu lesen – ich bin wirklich begeistert und weiß jetzt schon, dass ich Walter Moers nicht zum letzten Mal gelesen haben werde. Wer einfach mal ausprobieren möchte, ob die Geschichte und die Art und Weise wie sie erzählt wird, etwas für einen ist, der sollte hier mal reinschauen – ich für mich kann diese Frage definitiv mit ja beantworten.

“Der Weihnachtosaurus” von Tom Fletcher

Okay, jetzt zu meinem absoluten Weihnachtsbuch-Highlight! Wenn ihr irgendein Buch von diesem Beitrag mitnehmt, dann bitte das hier! Denn der “Weihnachtosaurus” ist einfach wirklich für jeden etwas – ob groß oder klein, ob jung oder alt, ob Kinderbuchfan oder nicht… die Geschichte wird euch in ihren zuckersüßen Bann ziehen und euch einfach nicht mehr loslassen. Mehr noch als ein kindliches Weihnahtsfeeling, das Erwachsene an ihre eigene Kindheit erinnern wird, liefert die Story einen wirklich interessanten Ansatz und verarbeitet die Themen Behinderung, Toleranz und Andersartigkeit auf wirklich charmante und sehr tiefgründige Art und Weise. Hinzu kommt diese gewisse Magie, die man nicht so ganz greifen kann und die perfekt zu Weihnachten past. Für mich ein absolutes Must Have und eines meiner Jahreshighlights 2018 – völlig unabhängig von der Thematik dieses Beitrags.

“Liebe ist das schönste Geschenk” von Ivy Pembroke

Als letztes Weihnachtsbuch in diesem Jahr habe ich einen weiteren Roman gelesen, der aber so ganz anders war, als alle vorherigen Romane. Denn anders als bei den anderen, geht es hier nicht um einzelne Personen, sondern um eine ganze Straße und mehr noch: Um einen gar magischen Hund! Denn Jack ist immer am richtigen Ort zur richtigen Zeit und besonders: bei der richtigen Person. Und auf der Christmas Street gibt es allerlei persönliche Baustellen, die Jacks Hilfe bedürfen. Von dem Witwer Sam und seinem Sohn Teddy, über die indische Familie mit allerlei klassischen Ansichten bis hin zur Bloggerin Pen und einem griesgrämigen alten Mann – auf der Christmas Street ist jeder mit sich selbst beschäftigt, doch eines werden sie alle noch feststellen: Zusammen schaffen sie alles. Für mich mein persönliches Highlight unter den Weihnachtsromanen für Erwachsene, auch wenn der Plot jetzt etwas rasanter hätte sein dürfen. Aber zu einem gemütlichen Weihnachtsabend über die Feiertage passt die Geschichte perfekt – deshalb unbedingt reinlesen und genießen!

Das war’s! Ich habe es total genossen, nochmal durch die Jahre zu gehen und meine Christmas Reads erneut zu besuchen (: Ich werde nächstes Jahr diesen Beitrag ergänzen und so entsteht dann hoffentlich in den kommenden Jahren eine Liste mit allerhand Einschätzungen zu den verschiedensten Weihnachtsbüchern. Apropos verschiedene Weihnachtsbücher:

Welche Weihnachtsbücher könnt ihr mir und den Bloglesern noch empfehlen?

Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen, ich bin jetzt schon auf der Suche für nächstes Jahr! Bis dahin wünsche ich euch einen guten Rutsch ins Jahr 2019 – wir sehen uns im neuen Jahr <3