Der Eurovision-#Kandidatencheck: Das 2. Halbfinale

Der Eurovision-#Kandidatencheck: Das 2. Halbfinale

Mai 2, 2018 1 Von BenniCullen
Herzlich Willkommen zum zweiten #Kandidatencheck!

Diesmal soll es um die Lieder des zweiten Halbfinales gehen, welches am Donnerstag, dem 10. Mai 2018 stattfindet! Das 1. Halbfinale haben wir bereits gecheckt, falls ihr das verpasst habt, könnt ihr euch HIER zu diesem Beitrag klicken. Kommen wir aber zum Prozedere: Ich werde zu jedem Track meine Gedanken niederschreiben und meine Punkte vergeben – ganz in Eurovision-Manier gibt es 1-8 sowie 10 und 12 Punkte. Außerdem seit letztem Jahr Tradition: Die LISTEN-Eurovision-Jury hat mir ebenfalls ihre Gedanken zu den einzelnen Tracks zugesendet, ihre Aussagen werde ich hier als Zitate verlinken. Los geht’s also mit dem 2. Halbfinale!

© EBU

HIER geht’s zum #Kandidatencheck des ersten Halbfinals!

Kleine Hinweise: Wir beurteilen hier die STUDIO-Versionen der Songs nach unserem GESCHMACK! Es soll keine professionelle Einschätzung sein, nur ein Überblick über unsere Eindrücke. Deshalb seid nicht verstört, wenn eure Favoriten uns gar nicht gefallen. Außerdem wird es noch einen Beitrag geben, bei dem ich die Top10 eines jeden einzelnen Jurors vorstelle und im Anschluss gucke, was die Top10 der LISTEN-Eurovision-Jury zu den einzelnen Halbfinals sind.

1. Norwegen: Alexander Rybak – “That’s How You Write a Song”
Immer wenn ein Künstler zum ESC zurückkehrt, ist der Aufschrei in der Fan-Community immer groß. Wenn dann ein ehemaliger Gewinner antritt, rasten alle aus 😀 Denkt nur an Lena 2011 – wie die Leute sie in der Halle gefeiert haben, unglaublich. Tja und in diesem Jahr versucht es einer der erfolgreichsten Gewinner EVER: Alexander Rybak. 2009 gewann er mit “Fairytale” den Eurovision Song Contest und zwar mit der bis dato höchsten Punktzahl überhaupt. Im Anschluss wurde es etwas ruhiger um ihn, letztlich schrieb er einen Song für einen Vorentscheidskandidaten in Belarus, da er dort Wurzeln hat. Musikalisch wurde es eher ruhiger um ihn. Und jetzt will man eben die Karriere pushen. So in etwa wirkt es, wenn ich mir diesen Song anhöre. Dieses aufgesetzt fröhliche und diese Swing-Elemente – überhaupt nicht mein Fall. Also wirklich so gar nicht! Deshalb gibt es von mir auch nur 2 Punkte – sorry not sorry!

Denise: “Der Text und die Musik waren gut aber sein Gesang war sehr gleich, in seiner Stimme hat sich nichts getan. Hört sich vielleicht böse an aber von einem anderen gesungen hätte es mehr Potential.”


Karin: “Gute Laune Song, mehr geht nicht. Dieser fröhliche Alexander lacht sich durch seinen „That’s how you write a song“. Wenn das nicht ansteckt, dann weiß ich auch nicht.”


Lisa: “Niedlicher Feelgood-Song. Wenn’s so einfach ist, schreibe ich vielleicht auch mal n Song ;)!”


Pierre: “NEIN – NEIN – NEIN. Das tut mir so im Ohr weh. Furchtbar. 0 von 10 Punkten. Schubi dubi dapp dapp? WTF. Da kann ich nur mit meinen Augen rollen.”


– Also, Pierre, Denise und ich sind irgendwie gar nicht begeistert, Lisa und Karin dagegen feiern es ein wenig. Dieser Song polarisiert und glaubt man den Wetten wird er sogar um den Sieg mitsingen. Ich persönlich finde, dass das eher unwahrscheinlich ist. Sollte es eintreten, bin ich richtig geschockt. Alexander hätte einfach nicht wiederkommen sollen…

2. Rumänien: The Humans – “Goodbye”
Rumänien löst es in diesem Jahr geschickt und hält sein Ergebnis gleich im Titel fest! Ich glaube nämlich, dass das Land nach dem Halbfinale ebenfalls “Goodbye” sagen wird. Dieser Klischee-Rock hört sich an wie aus einem andere Jahrhundert. Nein, es stört natürlich nicht, aber im Vergleich zu dem, was Rumänien in seinem Vorentscheid zu bieten hatte, ist das einfach mehr als schwach. Hinzu kommt diese Performance – das Gesamtpaket ist einfach furchtbar. Ja, ich habe rumänische Wurzeln, aber bei aller Liebe – das geht einfach gar nicht. Einen Punkt von mir – NEXT!

Denise: “Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Von 10 Punkten wäre das eine solide 5.”
 
Karin: “Musik, die sowohl teils als Ballade, teils als Rocksong überzeugen kann. Wunderbare Sängerin.”
 
Lisa: “Schade, dass dieser Song ewig und drei Tage braucht, um ein Song zu werden. Der todeslange Aufbau hat mich ein bisschen vergrault.”
 
Pierre: “Hat was 80er-Jahre mäßiges. Süßes Lied. Aber einfach langweilig. Da fehlt einfach etwas. 2 von 10 Punkten.”
 
– Irgendwie ist niemand jetzt total euphorisch. Und ich glaube hier liegt das Problem: Es stört nicht und tut auch nicht weh, aber es begeistert halt auch nicht. Finalchancen? Eher gering, wenn man mich fragt. Obwohl: Das 2. Halbfinale ist wirklich schwach, vielleicht schafft es Rumänien ja doch, seinen Rekord aufrechtzuerhalten (das Land war nämlich seit ihrer ersten Teilnahme IMMER im Finale). Für mich müsste das aber nicht sein, ich könnte getrost Goodbye zu diesem Act sagen.

3. Serbien: Sanja Ilić & Balkanika – “Nova Deca (Нова Деца)”
Ja, also… ja. Eine Balkan-Nummer wie man sie vom ESC gewohnt ist. Einerseits freut es mich, da es zur Vielfalt beiträgt, andererseits habe ich mir den Song nach dem ersten Hören nie wieder angehört. Langweilig, altbacken und eintönig – das trifft es, meiner Meinung nach. Ich weiß gar nicht, was ich noch schreiben soll, ich finde es einfach nicht gut. Punkt. Auch hier kann ich nicht mehr als einen Punkt vergeben – wer weiß, vielleicht gefällt es ja einem meiner Juroren?

Denise: “Der Anfang hat mir leider nicht gefallen, aber als dann die Trommeln und der Mann dazu kamen wurde das Lied besser.”
 
Karin: “Ich bin ehrlich, ich kann dazu nichts weiter sagen. Mir gefällt Nova Deca weder musikalisch, noch gesanglich und der Liedtext überzeugt mich auch nicht.”
 
Lisa: “Cooles Flair, das da rüberkommt. Extrapunkte für den niedlichen Opi an der Flöte! Mag ich.”
 
Pierre: “Ich mag die Sprache – aber ein flottes Balkan-Lied hätte es sein müssen. Das hier ist langweilig. Wird ab der Mitte besser. Aber trotzdem ist das nichtssagend. 4 von 10 Punkten.”
 
– Ne, das wird nix, liebes Serbien. Gar nichts. Finalchancen? Unter 20 %. Bye!

4. San Marino: Jessika feat. Jenifer Brenning – “Who We Are”
Ich weiß, ich darf diesen Pseudo-Rap in Kombination mit einem geklauten Pop-Part (der sich stark nach “Heros” von Mans Zelmerlöw anhört) nicht gut finden. Aber wie episch ist bitteschön dieser richtig dumme Rap? So schlecht, dass es schon wieder witzig ist! Ich mag den Pop-Song an sich gar nicht und um ehrlich zu sein ist mir die Ähnlichkeit zum Gewinner 2015 nicht direkt aufgefallen, allerdings machte das keinen Unterschied, denn ich mag den Song so oder so nicht. Da bleibt nichts hängen, da ist nichts spektakulär und da gibt’s auch nix wahnsinnig erwähnenswertes. San Marino wird (wie üblich) im Halbfinale ausscheiden und nachhause fahren. Dank des Rap-Parts erhalten sie aber trotzdem 4 Punkte von mir – einfach episch!

Denise: “Fand das Lied leider etwas einfallslos.
Der Refrain könnte auf ein Wandtattoo stehen. Auch der Rap hat es nicht besser gemacht für mich.”
 
Karin: “Für mich ein Song, den ich häufig hören könnte. Im Radio, beim Autofahren, beim Putzen, der passt in viele Lebenslagen.”
 
Lisa: “Den Gesang finde ich austauschbar, den Rap-Part eher peinlich. Ne.”
 
Pierre: “Das hätte auch von Deutschland kommen können. Leider einen Schuss in den Ofen. 1 von 10 Punkten. Ja, das klingt nach einem typischen deutschen Beitrag.”
 
– haha, wie gut das die Sängerin des Rap-Parts aus Deutschland kommt, lieber Pierre! Vielleicht klingt es deshalb so Deutsch in deinen Ohren. Ach, ich finde es lustig und werde einfach die Performance am Donnerstag Abend genießen – es wird nämlich das einzige Mal sein, dass ich den Song hören werde 😀

5. Dänemark: Rasmussen – “Higher Ground”
Diesen Song habe ich gehört und wollte ihn eigentlich schnell wieder vergessen. Allerdings ging mir das Staging nicht wirklich aus dem Kopf und mittlerweile bin ich mir ziemlich sicher, dass Dänemark ins Finale kommt und dort im guten Mittelfeld landen wird. Die ganze Performance ist einfach ganz groß und hat etwas sehr majestätisch-episches. Es hebt sich total ab von diesem ganzen Radio-Pop, den wir an diesem Abend hören werden. Besonders nach dem sehr schwachen San Marino wird Dänemark strahlen und einige Herzen gewinnen. Natürlich hört man sich so einen Track nicht tausend Mal immer und immer wieder an, aber er tut zwischen so vielen Songs einfach gut und wird respektiert werden – von Fans sowie Juroren. Dafür gibt es von mir gute 7 Punkte – alles Gute, liebe Nachbarn!

Denise: “Das Lied ist anders als alle zuvor und hat für mich etwas sehr eigenes, aber auf eine positive Art.”
 
Karin: “Dänemark geht einen Weg, der an vergangene Zeiten erinnert. Mystisch, aber ich finde es gut. Ist auf jeden Fall mal etwas anderes.”
 
Lisa: “Yay! Pseudo-Piraten hatten wir auch schon lange nicht mehr. Ich stehe ja ein bisschen auf dieses Männerchor-Getue, ne? Trifft irgendwie einen Nerv bei mir^^”
 
Pierre: “Nicht mein Geschmack, schnell wegschalten. Was ist das? 0 von 10 Punkten. Sowas muss man wirklich mögen.”
 
– Auch ich glaube, dass Dänemark gut damit fahren wird. Rasmussen wird bestimmt ins Finale einziehen und dort ins Mittelfeld kommen – wenn nicht sogar noch höher, je nachdem wie die Konkurrenz aufgestellt ist. Diese Performance (nicht der Song!) ist einfach so spektakulär und eigen, das muss einfach zünden. Gut gemacht, liebe Nachbarn!

6. Russland: Julija Samoilowa – “I Won’t Break”
Schon im letzten Jahr hatte ich das Problem mit dem schlechten Englisch bei Russland und dieses Jahr bildet keine Ausnahme: Julija sollte ja eigentlich bereits in Kiew auftreten, schaffte es dann allerdings nicht, da sie politisch aufgefallen war (mehr möchte ich dazu jetzt gar nicht sagen). In diesem Jahr präsentiert sie sich etwas moderner und übertreibt im Video gewaltig mit dem visuellen Part. Der Song an sich ist eine klassische Ballade, die mich aber überhaupt nicht umhaut. Da fehlt einfach Gefühl und bei dem schlechten Englisch kann ich einfach nichts Positives abgewinnen. Normalerweise qualifiziert sich Russland mit egal welchem Act, schließlich hat es genug Nachbarn, aber mit diesem Song müsste man eigentlich mal hängen bleiben – denn er ist wirklich unterste Schublade. 2 Punkte ist mir das alles wert.

Denise: “Hat mir gar nicht gefallen.”
 
Karin: “Julia kann mich mit ihrem Lied leider nicht überzeugen. Keine Ahnung woran es liegt, aber für mich hat der Song leider etwas leicht nerviges.”
 
Lisa: “Auch irgendwie wieder nur ein Song von vielen. Das Lied berührt mich nicht. So gar nicht.”
 
Pierre: “Sehr schwaches Lied. Stimme ebenfalls schwach. Und die Sängerin hat für mich keine Ausstrahlung. Das ist einfach platt. 1 von 10 Punkten.”
 
– Ja, ich glaube wir sind uns einig: Russland ist dieses Jahr nichts. Eigentlich fände ich es richtig unfair, wenn so ein Lied ins Finale kommen würde. Allerdings befürchte ich, dass es dies tut, einfach weil es Russland ist. Wisst ihr was ich meine? Ich hoffe einfach auf den guten Menschenverstand und hacke den Song für mich ab. Und hey: Sollte er es doch ins Finale schaffen, dann ist das ja irgendwie auch gut, denn irgendwer muss ja Letzter werden, oder? 😀

7. Moldau: DoReDos – “My Lucky Day”
Nach dem Überraschungserfolg im letzten Jahr dachte sich Moldau: Eine Partynummer hat letztes Jahr funktioniert, dann muss es einfach in diesem Jahr auch klappen. Ich persönlich finde aber, dass “My Lucky Day” weit entfernt von “Hey Mamma” ist. Der Song klingt wie einer, der auch vor 20 Jahren hätte aufgeführt werden können und genau das stört mich einfach. Ja, die drei bringen es live wirklich toll rüber, aber das reicht dann eben nicht, um vom Song abzulenken. Vielleicht reicht es knapp fürs Finale, aber dort bleiben sie dann hoffentlich in der hinteren Hälfte hängen. Ich könnte mir aber leider auch vorstellen, dass Leute blind dafür voten, weil es lustig ist 😀 Ich sehe das nicht so und kann lediglich 3 Punkte vergeben.

Denise: “Ganz ok, aber mehr auch nicht.”
 
Karin: “Ein Song, bei dem sich ungewollt die Füße bewegen. Der Text überzeugt mich nicht voll, aber der Rhythmus ist einer, bei dem man mit muss.”
 
Lisa: “Endlich mal was, das total aus dem Rahmen fällt. Ich sehne mich in diesem ESC so sehr nach Abwechslung, dass ich hier eigentlich all meine Punkte auf die Bühne werfen möchte 😀 Uneigentlich… Nein. Verrückt. Und ein bisschen dysharmonisch. Und sowieso…”
 
Pierre: “Das ist schon poppiger, klingt richtig nach ESC. Es fehlt aber etwas. 4 von 10 Punkten. Bleibt leider nicht ihm Ohr. Und Live klingt das auch nicht so gut. ABER ICH MAG DIE MELODIE TOTAL! Klingt nach Volksfest. Muss ich gleich tanzen. “
 
– Ja, also lustig ist es ja schon irgendwie. Entertaining halt. Deshalb denke ich auch, dass Moldawien ins Finale kommt. Dort halte ich aber Top10 als etwas sehr hoch gegriffen. Vielleicht gutes Mittelfeld oder so. Alles andere wäre irgendwie gefühlt zu hoch.

8. Die Niederlande: Waylon – “Outlaw in ‘Em”
Waylon war 2014 mit den The Common Linnets bei ESC dabei und versucht es nun als Soloact. Dabei möchte er nicht nur Zweiter werden, wie 2014, sondern gleich mal gewinnen. Deshalb zieht er auch mit einem richtigen Rock-Song ins Rennen, mit dem er die Zuschauer überraschen und die Juroren beeindrucken möchte. Waylon präsentierte in einer Show ja mehrere Songs und entschied sich dann für einen (richtig, kein Zuschauervoting, keine Juroren, nur ER entschied es – warum man dann eine Show braucht, keine Ahnung). Ich muss sagen, dass ich einen poppigeren Song besser gefunden hätte (einfach, weil das mehr meinem Geschmack entsprochen hätte), denn ich mag das Endresultat wirklich nicht. Irgendwie nett, aber einfach nichts, was ich mir anhören würde. Deshalb auch nur 3 Punkte, auch wenn ich natürlich respektieren muss, dass er wirklich singen kann. Aber das sollte ja bei jedem der Fall sein.

Denise: “Ich bin nicht ganz sicher ob mir der Song gefällt. Irgendwie tendiere ich mehr zu nein, tut er nicht.”
 
Karin: “Eine Mischung, die etwas countrylastig ist. Ich mag ab und zu Country sehr gern, aber das ist mir zu viel und zu langgezogen. Nervfaktor sehr hoch.”
 
Lisa: “Am Anfang musste ich lachen, dann fand ich’s scheiße und jetzt hab‘ ich irgendwie Spaß an diesem niederländischen Johnny Cash Verschnitt. Fetzig^^”
 
Pierre: “Schon bei den ersten 10 Sekunden weiß ich: NEIN. Der erste stimmliche Ton. AUA. MINUS 3 von 10 Punkten. Furchtbar.”
 
– Das Problem ist halt: Ich finde den Sänger einfach so überhaupt nicht sympathisch. Und das Lied ist halt irgendwie… naja… einfach nicht catchy genug. Ich befürchte, dass es die Niederlande schwer haben könnte, trotz eher schwachem Semifinale. Allerdings mag ich es einfach nicht. Für mich ist es nicht im Finale – und auch was die anderen Juroren so durchblicken lassen, besagt nichts gutes.

9. Australien: Jessica Mauboy – “We Got Love”
Am Anfang habe ich das Lied gehört und mir gedacht: Mensch, die Leute lernen aber auch nicht vom deutschen Schicksal 2017 – schon wieder ein Song, der so klingt wie “Perfect Life”. Nach mehrmaligem Hören fand ich das Stück dann doch etwas besser als den letztjährigen Beitrag Deutschlands, dennoch fehlt mir immer noch dieser Kick im Song. Nett, radiotauglich und bestimmt auch energiegeladen – aber das ist einfach nicht genug. Der Song klingt einfach wie schon einmal gehört und ich habe es langsam satt, dass Australien immer 0815-Radiopop schickt und damit dann total gehypt wird, nur weil es Australien ist. Jessica ist bestimmt nett und der Song ist okay, aber das wird ein Song, der in der Top10 landet und bei dem ich mich dann frage: Warum? Von mir gibt’s 5 Punkte, nicht mehr und nicht weniger.

Denise: “Endlich mal wieder ein Lied was mir gefallen hat.”
 
Karin: “Jessica kann singen und schafft es mit ihrem Song, dass ich ihr sowohl Text als Melodie voll abnehme. Eine ausdrucksstarke Sängerin mit einem Lied, welches sich zum Ohrwürmchen entwickeln könnte.”
 
Lisa: “Ich finde den Song, die Message und den Text super austauschbar – Erstellt mit dem SongGenerator2000™”
 
Pierre: “2 Punkte für ihre tolle Figur, 2 Punkte für das Lied, 1 Punkt für ihre Stimme. Das ist total süß. Aber es fehlt mir etwas. Da müsste mehr POWER drinstecken. 5 von 10 Punkten.”
 
– Lisa trifft es irgendwie total. Es wirkt so gezwungen und uninspiriert. Jessica ist bestimmt toll, aber der Song ist halt echt nur so lala. Nichtsdestotrotz wird es Australien ins Finale schaffen, einfach weil das Halbfinale so schwach ist. Im Finale? Naja, es ist Australien, letztes Jahr waren sie ganz oben bei den Juroren und beim Publikum ganz unten. Es ist alles möglich, ich sage: Gutes Mittelfeld.

10. Georgien: Ethno-Jazz Band Iriao – “For You”
Wenn das ins Finale kommt, dann fress ich einen Besen. Ich kann euch einfach gar nicht mehr sagen, wie der Song klingt. Da blieb nichts bei mir hängen. Deshalb habe ich mich damit auch nicht weiter beschäftigt. Das wären damit meine ersten 0 Punkte… darf ich das überhaupt? Naja, ist ja mein Blog, also ja 😀 Vielleicht finden sich ja Fans unter den Juroren (ich bezweifle es aber – naja, vielleicht ja Lisa? :D).

Denise: “Dafür das es ein eher sehr langsames Lied ist, hat es mir doch gefallen. Es wird nicht mein Lieblingslied, aber es ist doch ganz schön.”
 
Karin: “Ich warte die ganze Zeit auf etwas. Doch da kommt nichts. Weder im Lied, in der Melodie, noch irgendein Gefühl in mir. Sorry, aber das ist gar nichts für mich.”
 
Lisa: “Ich wollte schon angewidert Nein schreien, aber irgendwie ist was passiert. Der Song hat Passagen, die ich wunder-, wunder-, wunderschön finde, wenn das auch wirklich (für mich!) unkonventionelle Musik ist. Ich glaube nicht, dass diese Band eine reelle Chance hat, aber ich drücke ihnen fest die Daumen”
 
Pierre: “NEIN. Das ist bisher das schlimmste von allen. MINUS 5 von 10 Punkten. AUA!!!”
 
– Ich glaube Pierre sagt alles. Nein, einfach nein. Das wird nix mit dem Finale, liebes Georgien – sorry, Lisa 😀

11. Polen: Gromee feat. Lukas Meijer – “Light Me Up”
Norwegen hat es letztes Jahr mit einem DJ plus Sänger in die Top10 geschafft, dann sollte das Polen doch dieses Jahr auch schaffen, oder? Zumindest könnte man den Gedankengang so nachvollziehen. Anders kann ich mir das Resultat des polnischen Vorentscheids nicht erklären. “Light Me Up” ist eine typische DJ-Radio-Nummer, die wir täglich von weitaus bekannteren DJs hören und ist in diesem Halbfinale wohl die modernste Nummer. Ich muss sagen, dass ich den Song an sich ganz gut finde, allerdings finde ich, dass der Sänger nicht wirklich gut ist. Vielleicht lag das an der schlechten Qualität des Videos, vielleicht aber auch einfach an seiner Stimme. Aber hey, es ist Polen, die machen es ja eh immer gut, auch wenn sie größtenteils sehr viel schlechter sind als andere Teilnehmer.

Denise: “Ein sehr schönes Lied. Ein Lichtblick im zweiten Halbfinale.”
 
Karin: “Ein Song, der bei mir ebenfalls gute Laune auslöst, auch wenn die höheren Tonlagen im Öhrchen manchmal etwas weh tun.”
 
Lisa: “Vielleicht hatte er bei der Aufnahme einen miesen Tag, aber da sind so richtig viele Töne so richtig gemein vergeigt worden. Generell gar nicht mein Song. Oder mein Sänger. Aber wenigstens hat der DJ Spaß.”
 
Pierre: “Gute Melodie. Groovt. Lied gefällt mir aber auch nur, weil alles davor jetzt irgendwie grauenhaft klang. 5 von 10 Punkten. Mag seinen Style. Kann mir vorstellen, dass ich das öfters hören will!”
 
– Bei einer so schwachen Show ist Polen tatsächlich Balsam für die Seele – ich gebe Denise also durchaus recht 😀 Allerdings tangiert mich das Stück irgendwie so gar nicht. Nun gut, wie gesagt: Wir brauchen Puffer für den letzten Platz 😀

12. Malta: Christabelle – “Taboo”
Immerhin bleibt der Refrain hängen. Der Rest verschwindet aber irgendwo in den Tiefen meiner Gehörgänge. Nichtsdestotrotz glaube ich an eine Finalqualifikation, einfach weil das visuelle Medium bedient wird. Nein, es ist kein Gewinnersong und nein, da ist wirklich nichts besonderes dran, aber ich kann die gute Performance wertschätzen – das reicht doch manchmal auch schon, oder? Dafür, dass das erste Halbfinale so stark ist, finde ich bisher das Semifinale wirklich schwach, oder was meint ihr? Ich vergebe Malta derweil 5 Punkte und hoffe, es wird noch besser.

Denise: “Der Anfang war mir wieder zu lange bis es endlich angefangen hat. Aber ansonsten ein solider Song.”
 
Karin: “Das Lied hat mir erst beim mehrmaligen Hören besser gefallen. Auch weil ich dann den Text gelesen habe. Ein Lied, das in musikalischer Form Verständnis für psychisch kranke Menschen fordert, sollte nicht klanglos verschwinden.”
 
Lisa: “Laaaaangweilig.”
 
Pierre: “Das ist ganz okay. 5 von 10 Punkten. Haut mich nicht um. Der Dubstep weiter hinten ist auch viel zu zart. Das Lied müsste mehr reinhauen. Die Power ist zu versteckt.”
 
– Normalerweise hätte ich gesagt, dass das für Malta nichts wird. Allerdings glaube ich einfach, dass solche 0815-Pop-Songs es dann doch irgendwie leichter haben, es ins Finale zu schaffen. Vielleicht irre ich mich da auch und Georgien und Serbien kommen überraschend weiter, Australien und Malta mit ihren Radiohits dagegen nicht 😀 Everything is possible und so 😀

13. Ungarn: AWS – “Viszlát Nyár”
Also, wenn die Niederlande schon nicht mein Fall war, dann ist es das erst recht nicht. Viel zu laut, viel zu viel Geschreie und viel zu rockig – überhaupt nicht meins. Einen Punkt, einfach nur, weil ich das Genre respektiere. Ansonsten: NEXT!

Denise: “War mir way too much.”
 
Karin: “Bei den Ungarn stirbt leider nicht nur der Sommer. Ich kann mit diesem Lied über das Sterben leider so gar nichts anfangen.”

Lisa: “Wenigstens passiert mal was… Aber ehrlich, ich musste grade so lachen 😀 😀 Ich hoffe, er tut sich nicht weh beim True-Wirken!”

 
Pierre: “NEIN. NEIN. NEIN. AUA! 0 von 10 Punkten. Furchtbar. Stimme ist furchtbar.”
 
– Haha, hier scheinen alle zu lachen 😀 Ich fürchte auch, dass das zu hart ist. Dann kommt eher der Niederländer weiter als dieser Hard Rock. Aber hey: Finnland hat auch mit einer Rock-Nummer gewonnen. Warum also Ungarn nicht? Gut, die Monsterkostüme fehlen, aber sonst? Wer weiß, wer weiß…

14. Lettland: Laura Rizzotto – “Funny Girl”
Lettland macht auf Fifty Shades of Grey (den 3. Teil muss ich immer noch angucken!) und schickt deshalb Laura Rizzotto nach Lissabon. Ganz gute Idee, allerdings langweilt mich der Song einfach mal nach einer Minute zu Tode. Da steigert sich nichts, da bleibt überhaupt nichts hängen und da macht auch nichts PENG! Nett, radiotauglich und respektabel – mehr nicht. Deshalb auch hier wieder magere 2 Punkte.

Denise: “Wieder ein Song den ich wirklich mag. Ich mag auch ihre Stimme.”
 
Karin: “Laura hat eine grandiose Stimme und schafft es dennoch nicht, mich mit ihrem Song, in dem es um Respekt geht, zu überzeugen. Schade…”
 
Lisa: “Ich wäre gerne ein Bondsong geworden, habs aber nicht ganz geschafft.”
 
Pierre: “Als ich FUNNY GIRL gelesen habe, dachte ich, dass da was passiert. Und jetzt leiert sie in schrecklichen Tönen. 0 von 10 Punkten. Das tut weh!”
 
– In jedem andere Jahr hätte ich Lettland sofort abgeschrieben, aber bei dieser schwachen Show einfach… ach, ich wiederhole mich. Lettland ist schwach und auch die Performance wird mich nicht umhauen. Sorry! No final again.
 

15. Schweden: Benjamin Ingrosso – “Dance You Off”
Mag ich den Song? Geht so. Mag ich den Sänger? Auf alle Fälle. Mag ich die Performance? Zu 100 %. Schweden tut es wieder und schickt einen schnuckeligen jungen Mann mit 0815-Pop-Song und guter Performance. Eins muss man ihnen lassen: Sie wissen was sie können und liefern immer wieder qualitativ hochwertige Auftritte – keine Songs, aber wirklich Gesamtpakete. Ich höre mir den diesjährigen Beitrag nie als Studioversion an, finden aber den Auftritt einfach stark. Das hier kommt sowas von ins Finale und wird dort auch bestimmt in den Top10 landen – auch wenn wir es alle danach wieder vergessen werden. Dafür gibt’s dann 7 Punkte.

Denise: “Gutes Lied, aber jetzt nichts wirklich neues oder besonderes.”
 
Karin: “Was macht Justin Bieber beim Eurovision Song Contest? Oh, das ist ja Benjamin.”
 
Lisa: “Den Sound finde ich nicht uncool. Das 90er-Gehabe dazu hätte allerdings nicht sein müssen. Nicht mein Favorit, aber kann ich mir anhören.”
 
Pierre: “Das könnte von Justin Timberlake sein. Das Lied ist ganz gut. Es ist modern, frisch – aber seine hohe Stimme tut mir im Ohr weh. Es gefällt mir besser als die anderen, ist aber auch nicht so ganz mein Geschmack. Mischung aus Bruno Mars und Timberlake vom Lied her. 4 von 10 Punkten.”
 
– Schweden kommt weiter. Punkt. Top10 wahrscheinlich, schlechtestenfalls wird’s das gute Mittelfeld. Eher aber Top10. Und ich meine: Schaut ihn euch an. Wenn da die Teenie-Mädels-Herzen nicht höher schlagen. 

16. Montenegro: Vanja Radovanović – “Inje (Иње)”
Ich hab’s einfach vergessen. Gemeinsam mit Serbien und Georgien landet das Lied wirklich ganz unten in meiner Tabelle. Traditionen hin und her, aber mir ist das einfach zu… ach, ich mag’s halt einfach nicht – sorry! 0 Punkte.

Denise: “Ein schlichtes: Gefällt mir gar nicht.”
 
Karin: “Dass der Song von unerfüllter Liebe handelt, kann man spüren. Dennoch vermag Vanja mich nicht wirklich im Herzen zu berühren. Ich weiß allerdings auch nicht, warum das so ist.”
 
Lisa: “: Ich würde bei diesem Lied wahnsinnig gerne den Text verstehen, ich glaube die Geschichte dahinter ist mehr als dramatisch. Auch die Melodie finde ich stimmungsvoll, wenn’s mich insgesamt auch nicht vom Stuhl schmeißt.”
 
Pierre: “NEIN. Was ist das? Oh Mann! 0 von 10 Punkten.”
 
– Pierre rastet vollkommen aus xD ich feier das ja und finde es total unterhaltend wie alle so reagieren 😀 Aber ich schließe mich an: Montenegro – das wird nix!

17. Slowenien: Lea Sirk – “Hvala, Ne!”
Jetzt zu einem Song, der mich begeistert, auch wenn die meisten jetzt die Augen rollen werden. Ich mag ja dieses egozentrische, übertriebene und moderne sehr, auch wenn ich kein Wort verstehe 😀 Lea singt das so selbstbewusst und edgy – das muss ich einfach feiern! Der Song wiederholt sich zwar immer wieder, aber jedes Mal groove ich mit. Vielleicht ist das hier kein Kandidat für’s Finale, aber defnitiv eines meiner Guilty Pleasures – und das muss man ja auch mal schaffen 😉 Ich vergebe 8 Punkte – so hoch war ich noch gar nicht in diesem Halbfinale 😀

Denise: “Mein erster Gedanke: Jetzt sind wir in Slovenia in einer Disco. 
Ist ganz okay, mehr aber nicht.”
 
Karin: “Überhaupt nicht mein Geschmack! Nein, danke!”
 
Lisa: “Ich find den Beat im Refrain eigentlich ganz cool, hat was!”
 
Pierre: “Die Stimme hat was. Mag seine Präsenz auf der Bühne. Das Lied ist okay. Gefällt mir besser, als alle aus der Liste. 6 von 10 Punkten.”
 
– Yeah! Lisa, Denise, Pierre und ich gehen also auf slovenische Disco 😀 Karin muss gezwungenermaßen mit. Bei diesem Song würde ich mich wirklich extrem freuen, wenn er ins Finale kommt. Er macht einfach Spaß und das tut an so einem Abend bestimmt gut. Go, Slovenia!

18. Ukraine: MELOVIN – “Under the Ladder”
Den ukrainischen Vorentscheid habe ich mir mal angsehen und hatte auch einen klaren Favoriten – der dann schlussendlich nicht gewonnen hat. MELOVIN sieht vielleicht total extrem aus, sein Song dagegen empfinde ich als okay, aber eben nicht mehr. Für mich ein völlig belangloser Song, der mir nicht ins Ohr gehen will und den ich immer überspringe, wenn ich mir die CD im Auto anhöre. Vielleicht reißt er es nochmal mit einer guten Live-Performance um, aber egal wie: Das Finale halte ich zwar für wahrscheinlich, aber die letzten Plätze sollten dann sicher sein – meiner Meinung nach. Von mir gibt es deshalb auch nur 3 Punkte.

Denise: “Die Melodie mag ganz gut sein, aber der Rest war sehr monoton.”
 
Karin: “Melovin ist für mich nicht der begnadetste Sänger, aber dennoch reicht es, um nicht ganz in der Versenkung zu verschwinden.”
 
Lisa: “Da waren wieder einige so richtig fies verhauene Töne bei. Davon ab finde ich an diesem Lied auch absolut nichts Neues, das mich begeistern würde…”
 
Pierre: “Die Stimme hat was. Mag seine Präsenz auf der Bühne. Das Lied ist okay. Gefällt mir besser, als alle aus der Liste. 6 von 10 Punkten.” 
 
– Ja, die Ukraine ist nach ihrem Sieg irgendwie müde geworden. Melovin wird von manchen Hardcore-Fans zwar total angehimmelt, aber ich sehe da jetzt nicht den großen Wurf. Er wird vermutlich ins Finale kommen, dort aber eher weiter hinten landen. Ich muss gestehen, dass ich mir selbst den Song nur einmal angehört habe. Das war’s. Bei fast allen anderen Liedern des Jahrgangs habe ich zumindest noch ein weiteres Mal reingehört. Schlechts Zeichen für das Land. Auch die Juroren sind gemischter Gefühle. Denise, Karin, Lisa und ich sind eher dagegen, Pierre findet es im Vergleich noch ganz gut. Mal sehen, wie es letztendlich kommt.

Ihr seht schon: Das 2. Halbfinale gefällt mir nicht wirklich – eigentlich könnten alle Songs vom 1. Halbfinale weiterkommen und nur ein paar von dieser Show. Aber gut, es ist wie es ist und vielleicht haben wir dann bessere Chancen etwas weiter nach vorne zu rücken 😀 Man muss ja positiv denken xD Aber ehrlich: Auch bei meinen anderen Juroren sieht’s ja nicht besser aus. Jeder hat mir geschrieben, wie enttäuscht sie vom 2. Semifinale sind. Besonders Pierre hat sehr gelitten – sorry an dieser Stelle 😀 Ich hoffe, alle hatten trotzdem irgendwie ihren Spaß 😀

Aber hier ist noch nicht Schluss: ESC-Fans wissen, dass es bereits 6 Finalisten gibt. Zum einen wären das die Big Five, also Italien, Spanien, Frankreich, UK und Deutschland, zum anderen ist das das Gastgeberland, in diesem Jahr also die Ukraine. Die ersten fünf Länder zahlen am meisten in den ESC-Topf und bringen das größte Publikum, weshalb sie automatisch im Finale sind, das Gastgeberland dagegen war im letzten Jahr so gut, dass es als Belohnung quasi direkt gesetzt ist. In den Halbfinals dürfen jeweils drei dieser Länder ebenfalls voten – für das 2. Semifinale sind das Deutschland, Frankreich und Italien – und deren Repräsentanten sehen wir uns jetzt auch noch an.

Frankreich: Madame Monsieur – “Mercy”
Auch in Frankreich habe ich den Vorentscheid verfolgt und Madame Monsieur zählten zu meinen Favoriten! Auch wenn ich eigentlich für ein anderes Lied war: Ich finde “Mercy” total gut! Es ist radiotauglich, aber eigen. Es ist Mainstream, aber besonders. Es ist schnell, aber ruhig. Es hört sich poppig an, ist aber tiefgründig. Es vereint so vieles und ich bin dem einfach unterlegen. Der Song ist so gut und so minimalistisch – ich bin ganz verliebt. Auch wenn ich mir jetzt den Song nicht mehr ständig anhöre (das habe ich aber eine Zeit lang wirklich exzessiv getan), zählt er immer noch zu meinen Favoriten. Das wird in Lissabon ganz groß und könnte sogar um den Gewinn mitsingen – oh ja, so weit lehne ich mich aus dem Fenster. Ich vergebe volle 12 Punkte und LIEBE LIEBE LIEBE es <3

Denise: “Ein schönes Lied. Meine Oma hat es im Hintergrund mit gehört und auch ihr hat es gefallen.”
 
Karin: “Auch hier muss ich sagen, dass mich das Lied erst auf den zweiten Hörversuch überzeugen kann. Der Text ist anklagend und dieses Lied sollte vor allem für all die Kinder, die in Booten auf dem Meer unterwegs sein müssen, unbedingt sehr weit oben stehen!”

Lisa: “Schöne Aussage hinter dem Lied, aber musikalisch für mich eher langweilig.”

 
Pierre: “Süß. Finde ich richtig goldig. Erinnert mich an Lieder aus der Vergangenheit – gemischt mit etwas Modernem. Dennoch ist es einfach stinklangweilg. 3 von 10 Punkten.”
 
– Ach, Frankreich. Ich denke, du wirst besser abschneiden als die 3 Punkte von Pierre. Denise, Karin und Lisa sind ja durchaus angetan und auch ich feier es eigentlich seit dem ersten Moment. Ich zwar mehr als alle anderen, aber hey! Ich denke, dass Frankreich von den bisher feststehenden Finalisten am besten abschneiden wird, einfach weil das Thema so deutlich im Fokus steht. Und auch, weil der Song gut gemacht ist. Frankreich – es riecht stark nach Top10 und ich meine sogar Top5!

Italien: Ermal Meta & Fabrizio Moro – “Non mi avete fatto niente”
Alle feiern es und ich stehe daneben und denke mir nur so: “Ja, typisch italienisch, aber jetzt auch nichts total besonderes”. Ich weiß, auch hier gibt es eine Geschichte, eine Message und einen Sinn, aber der erschließt sich mir irgendwie nicht so sehr wie beispielsweise bei Frankreich. Der Refrain bleibt aber immerhin hängen und die zwei Jungs sind mir sympathisch. Trotzdem befürchte ich, dass es höchstens das Mittelfeld wird. Für alles andere ist es einfach nicht gut genug (sprich, für die Top10). Ich kann mir nicht vorstellen, dass das hier in Lissabon zum Renner wird. Deshalb vergebe ich auch nur 6 Punkte.

Denise: “Schön, dass es in der Muttersprache gesungen ist, aber leider nicht mein Fall.”
 
Karin: “Mein heimlicher Favorit! Ja, das meine ich so, wie ich es sage. Ich bin froh, dass die zwei ihren Song auch wirklich auf Italienisch singen. Beide haben eine enorme Ausdruckskraft! Hoffentlich im Finale ganz weit oben…”
 
Lisa: “Ich verstehe den Text dieses Songs und KANN nicht anders, als ihn wahnsinnig toll und wichtig zu finden! Du hast mir nichts getan, du hast nichts erreicht, die Dinge stehen über dir und deinem nutzlosen Krieg! Ein erhobenes Haupt gegen all den Terror. Stark!”
 
Pierre: “Der Anfang ist eher ruhig – und dann klingt es so nach Zirkus. Was ist das?… Stärkere Stimmen – ist ganz okay. 4 von 10 Punkten.”
 
– Ich glaube, dass das tatsächlich das Problem ist: Wenn man sich wie Karin und Lisa mit dem Text auseinandersetzt, dann findet man ihn wahrscheinlich berührend. Wenn nicht, dann zieht er so an einem vorbei. Ich finde da Frankreich einfach stärker – meine Juroren eigentlich auch. Ob Italien tatsächlich weiter vorne landet? ich bezweifle es und tippe auf das (untere) Mittefeld.

Deutschland: Michael Schulte – “You Let Me Walk Alone”
Ich bin diesem Song von Anfang an verfallen und ich glaube, dass wir mit Michael und seiner emotionalen Geschichte wirklich gute Chancen haben zumindest im Mittelfeld zu landen – wenn nicht sogar in den Top10, denn ich finde der Track hat Alleinstellungsmerkmal. Kein anderer Song ist so emotional, kein anderer Song berührt so sehr und keine andere Geschichte ist so präsent wie die von Michael. Dennoch hoffe ich, dass man noch etwas an der Bühnenperformance verändert hat und es schafft, die Atmosphäre intim und emotional wirken zu lassen. Ich brauche keine Schriftzüge, ich brauche keine großen Schnitte – ich brauche Michael, Close-Ups und eine Performance, die eine Geschichte erzählt. Schön fände ich es, wenn man die Bilder im Fernsehr einblendet und nicht auf einer LED-Wand, außerdem wäre es toll, wenn man die Tatsache einbindet, dass Michael selbst bald Vater wird (beispielsweise könnte man das Foto einblenden, dass er selbst als Ankündigung auf seinen diversen Social Media-Plattformen gepostet hat). Für mich werden es immer 12 Punkte sein – mal sehen, was die anderen Juroren sagen und was dann letztendlich bei raus kommt.

Denise: “Egal wie oft ich das Lied höre, ich werde immer Tränen in die Augen haben. Es ist wirklich ein schönes Lied. 
Und ich muss es sagen er erinnert mich ein bisschen an Ed Sheeran”
 
Karin: “Michael hat eine sehr warme, gefühlvolle Stimme. Man nimmt ihm jedes Wort ab, man fühlt mit ihm, man wird an die eigenen Geschehnisse erinnert, auch wenn es insbesondere mich, etwas traurig stimmt…”
 
Lisa: “Niedliche Liebeserklärung, allerdings musikalisch für mich ziemlich öde. Ich rufe wohl für einen anderen Act an^^”
 
Pierre: “Wenn ich unser Lied mit den anderen Liedern vergleiche, haben wir gute Chancen, dass wir eigentlich in die Top 10 kommen MÜSSEN. Er kann singen, das Lied ist nice. Es spricht für den aktuellen Musikgeschmack für langsame Lieder. Glaube, dass wir wirklich in die Top 10 kommen!”
 
– Ich finde es immer so wahnsinnig schwer, Deutschland zu bewerten, einfach, weil ich mich so viel damit beschäftige. Ich kann nur so viel sagen: Michael berührt viele Menschen und im Vergleich zu den anderen Liedern hat er einfach etwas total emotionales, was den anderen fehlt. Ich denke, wir heben uns damit von den anderen ab, besonders, weil es nicht wirklich viele Balladen in diesem Jahr gibt. Ich persönlich glaube ja an eine Mittelfeld-Platzierung – sollte die Bühnenshow es dann noch schaffen, völlig intim und emotional zu werden (ohne orange-blaue Bühne und Lyrics im Hintergrund, dafür aber mit Bildern aus Michaels Leben), dann halte ich sogar eine Top10-Platzierung für möglich und das, obwohl viele deutsche Fans daran schon lange nicht mehr glauben.

Das war’s mit dem 2. Halbfinale! Haltet ihr diese Show auch für schwächer? Und wer ist euer Favorit? Lasst es mich gerne wissen (: Am Sonntag folgt dann die Top10 der LISTEN-Eurovisions-Jury zum ersten Halbfinale, am nächsten Mittwoch dann die zu diesem Halbfinale. Es bleibt spannend (: