Der Eurovision-#Kandidatencheck zum 2. Halbfinale

Der Eurovision-#Kandidatencheck zum 2. Halbfinale

Mai 8, 2019 4 Von BenniCullen

Herzlich Willkommen zum nächsten #Kandidatencheck!

Diesmal soll es um die Lieder des zweiten Halbfinales gehen, welches am Donnerstag, dem 10. Mai 2018 stattfindet! Das 1. Halbfinale haben wir bereits gecheckt, falls ihr das verpasst habt, könnt ihr euch HIER zu diesem Beitrag klicken. Kommen wir aber zum Prozedere: Ich stelle euch zunächst das Land vor, wie sie zu ihrem jeweiligen Vertreter gekommen sind und präsentiere euch dann die Kommentare der LISTEN-Eurovision-Jury.

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https://www.youtube.com/watch?v=WdLQtXHWpNQ

Kleine Hinweise: Wir beurteilen hier die STUDIO-Versionen der Songs nach unserem GESCHMACK! Es soll keine professionelle Einschätzung sein, nur ein Überblick über unsere Eindrücke. Deshalb seid nicht verstört, wenn eure Favoriten uns gar nicht gefallen. Außerdem wird es noch einen Beitrag geben, bei dem ich die Top10 eines jeden einzelnen Jurors vorstelle und im Anschluss gucke, was die Top10 der LISTEN-Eurovision-Jury zu den einzelnen Halbfinals sind.

Ihr wollt alle Songs in einer Playlist? Dan klickt euch zu meinem YouTube-Profil (einfach aufs Bild klicken) und hört euch alle Songs des 2. Semifinals an!

Armenien: Srbuk – Walking Out

Armenien hat die unterschiedlichsten Methoden bereits durch, wenn es um die Auswahl des ESC-Kandidaten geht: Interne Auswahl, Bandgründung, nationaler Vorentscheid… das Land hat wirklich alles durch. Dieses Mal war es dann mal wieder eine interne Entscheidung für Srbuk, die als erste Kandidatin des Jahrgangs feststand. Ob das von Vorteil ist?

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https://www.youtube.com/watch?v=q_46dy4yJwg


Pierre: “Ne, irgendwie nicht. Der Song bietet für mich einfach nichts. Kein Ohrwurm, keine guten Vibes, keine Emotionen. #wegdamit #schnarch”

Lisa: “Psychedelisch. Irgendwie find ich’s gut. Das möchte glaub ich so ein bisschen ein Powerfrauen-Song sein und für mich funktioniert das ganz gut :). Starke Sängerin! Coole Stimmung!”

Benni: “Meins ist es auch nicht. Der Refrain ist relativ eingängig, aber ansonsten bleibt da bei mir nichts hängen. Es gibt einen Unterschied zwischen modern-riskant und modern-riskant-nichtssagend… dieser Song ist letzteres.”

Irland: Sarah McTernan – 22

Irland ist das erfolgreichste Land beim ESC – zumindest wenn man von den Siegen ausgeht. Das Land hat nämlich schon sieben Mal den Contest zu sich geholt. Das allerdings schon vor langer Zeit, in den letzten Jahren war es eher schwerer für die Iren: Seit 2014 waren sie nicht mehr im Finale, lediglich letztes Jahr schafften sie es und erreichten in Lissabon einen Platz im Mittelfeld. Geht da noch mehr oder verabschiedet sich Irland wieder im Halbfinale?

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https://www.youtube.com/watch?v=LXBIDYh_UE4


Pierre: “Sie ist süß, strahlt Lebensfreude aus. Meine Füße wippen mit. Es ist süß, aber… würde ich im Radio eher wegschalten. #joa #okay #nett”

Lisa: “Yay! Da ist mein Fußwippen! Find ich ganz catchy und einen soliden Feelgoodsong ohne nennenswerte Aussage oder Anspruch. Nice und m.E. durchaus charttauglich.”

Benni: “Ich habe mir dieses Stück mit am meisten angehört, wenn ich jetzt mal nur meine ESC-Songs 2019 beachte. Denn ich mag das Lied wirklich. Sehr. Aber auch ich befürchte, dass er für die große Bühne zu langweilig ist. Nichtsdestotrotz drücke ich Irland – wie auch im letzten Jahr – ganz doll die Daumen.”

Moldau: Anna Odobescu – Stay

Moldau ist so ein kleines Land und veranstaltet in jedem Jahr einen nationalen Vorentscheid in einem ganz kleinen Studio. Dort sitzen vielleicht 50 Zuschauer und die Kandidaten treten total professionell – ja, und manchmal etwas altbacken – auf. Ich finde das ja süß und bin immer gespannt, was aus Moldau kommt.

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https://www.youtube.com/watch?v=p3OC8qhZBWQ


Pierre: “Now or never“ sind Lyrics, die mich aggressiv machen. Das sind Zeilen, die sind so ausgelutscht. JETZT ODER NIE? … ich wähle #nie. Das Lied ist einfach schhrecklich. Stimmlich: nein. Lyrics: nein. Melodie: nein. NEVER and not forever. #goodbye”

Lisa: “Gibt mir gar nichts, der Song. Der ist einfach völlig an mir vorbeigezogen, ohne dass ich irgendeine Kritik daran üben oder irgendeine Art der Emotion damit verknüpfen könnte. Ich nehm’ dann den nächsten, bitte…”

Benni: “Ernsthaft? Nach zwei grandiosen Jahren fürchte ich, dass Moldau sowas von hängen bleiben wird. An diesem Lied ist nichts außergewöhnliches, nichts einschlagendes, nichts besonderes… ganz, ganz furchtbar.”

Schweiz: Luca Hänni – She Got Me

Die Schweiz hatte es ebenfalls nicht leicht: Seit 2014 kein Finale mehr, jedes Jahr war im Halbfinale Schluss und jedes Jahr war es relativ knapp. Deshalb warf man den Vorentscheid um, orientierte sich sogar etwas an Deutschland, führte eine Eurovisions-Jury, bestehend aus Fans, und eine internationale Jury ein und veranstaltete eine interne Auswahl. Gewinner war Luca Hänni, ehemaliger DSDS-Gewinner, der nun mit She Got Me auftritt – kann er der Schweiz wieder ins Finale helfen?

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https://www.youtube.com/watch?v=6PxoMWtAC7M


Pierre: “Er ist hübsch, er kann tanzen, das Lied ist frisch. Er hat bessere Songs, wie zum Beispiel: Signs. Aber She Got Me ist ein nices Lied, die Melodie ist cool. Ich werde es gerne hören. Finde es cool, dass ein ehemaliger DSDS-Kandidat auf der ESC-Bühne steht! Hoffentlich wird er nicht so scheitern wie Gracia… Glaube aber, dass er beim Publikum gut ankommen wird! #ichtanzemit”

Lisa: “Uh! Der obligatorische Sommer-Hipstersong – da warte ich ja jetzt schon länger drauf. Wird das der neue Despacito? Man weiß es nicht, aber ich bin auf jeden Fall schon angemessen genervt davon, um diese Prognose stellen zu dürfen^^”

Benni: “Ich persönlich mag ja das Lied sehr, sehr gerne und finde, es ist ein wahrer Ohrwurm! Leider mag ich den Look im Musikvideo nicht und hoffe, dass er nicht in Tel Aviv aufgeführt wird. Außerdem habe ich etwas Angst wegen der Live-Performance. Luca hat den Song noch nie live vorgetragen und fokussiert sich nur auf den Tanz… ich hoffe, dass das nichts heißt und es keine böse Überraschung gibt! Die Daumen sind gedrückt.”

Lettland: Carousel – That Night

Auch Lettland weißt ein mittlerweile traditionelles Vorentscheidssystem vor: Supernova. Daraus gehen mal mehr, mal weniger erfolgreiche Acts hervor, in den letzten Jahres waren das eher unerfolgreihere Acts. Der letzte Künstler, der bei mir hängen geblieben ist, ist Aminata mit ihrem grandiosen Love Injected – kann das Land daran anschließen?

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https://www.youtube.com/watch?v=6j61TWsjcJY


Pierre: “Langweilig. Mehr kann ich dazu gar nicht sagen. #bineingeschlafen”

Lisa: “Easy listening, wie ich es mag. Das ist für mich so ein Sonntagmorgen-Song und ich mag das :). Käffchen und Pancakes, anyone? Ob das ESC-tauglich ist, sei mal dahingestellt, aber ich werd den für mich bestimmt noch mal hören.”

Benni: “Ganz einfache Antwort auf die obige Frage: Nein, kann es nicht.”

Rumänien: Ester Peony – On a Sunday

Rumänien hat es im letzten Jahr – zum ersten Mal überhaupt – nicht ins Finale des Eurovision Song Contest geschafft. Deshalb wurde der nationale Vorentscheid auch etwas geändert – und zwar so, dass es einen richtigen Shitstorm gab. Denn insgesamt gab es sechs Juroren (u. a. Emmelie de Forest und zwei Blogger) und einen siebten: Das Publikum. Somit hatte das Televoting nicht mal 13 % Entscheidungsgewalt. Als dann auch noch Ester Peony gewann, die beim Zuschauervoting auf Platz 8 landete, war die Kritik natürlich groß. Doch wie stehen nun ihre Chancen beim großen ESC in Tel Aviv?

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https://www.youtube.com/watch?v=T1dhF0_QyH0


Pierre: “… weiß nicht, was ich davon halten soll. Gefällt mir eher nicht. Video ist goldig. Deswegen habe ich es ganz angeschaut. #fürsoeineshowdocheinfachzubelanglos”

Lisa: “Der Song hat irgendwie eine weirde Stimmung – aber vielleicht lasse ich mich auch grade von den Ärmeln der Sängerin ein wenig irritieren. Kann ich mir durchaus anhören, auch wenn ich mich jetzt nicht vom Stuhl geblastet fühle.”

Benni: “Ich habe den rumänischen Vorentscheid gesehen – weil meine Eltern selbst aus Rumänien kommen – und habe an dem Abend noch gesagt: Ester ist irgendwie interessant. Alle haben mich ausgelacht und was war? Sie gewinnt. Ich finde den Song spannend, auch wenn ich ihn mir nicht wirklich oft anhöre. Ich bin sehr gespannt, was man sich da hat einfallen lassen, denke aber, dass es mit dem Finale klappen könnte… oder eben auch nicht. Wünschen würde ich es der Sängerin aber, all die Kritik muss nämlich wirklich hart sein.”

Dänemark: Leonora – Love Is Forever

Dänemark veranstaltet jedes Jahr das Dans Melodi Grand Prix-Festival und ist damit meistens relativ gut unterwegs. Letztes Jahr schafften die Vikinger zwar nur den vorletzten Platz bei den Juries, dafür waren sie aber in den Top5 der Zuschauer, sodass es am Ende für die Top10 reichte. Das wollen die Dänen wenn möglich wiederholen und schicken die süße Leonora mit ihrem Friedenslied. Ob diese Masche immer noch zieht?

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https://www.youtube.com/watch?v=fAdSQxaXsSk


Pierre: “Sie ist mega süß. Ihre Stimme ist auch süß. Das Lied ist okay. Aber… trotzdem nichtssagend… #kannmanhörenmussmanabernicht”

Lisa: “Das klingt superlange, als hätten sie die Hintergrundinstrumente vergessen? Hö? Irgendwie erinnert sie mich auch an irgendwen… Aber ich komme nicht drauf – ihr, Jungs?
Der Twist mit den verschiedenen Sprachen ist ganz süß, trotzdem kann sie mich nicht so richtig abholen.”


Benni: “Auch den dänischen Vorentscheid habe ich gesehen und das Lied war wirklich das Beste. Ich find’s okay, aber mehr nicht. Ich denke allerdings, dass es mal wieder ein Zuschauerliebling ist, da es einfach so süß ist. Bei den Juries kann ich mir nicht wirklich viel vorstellen. Im Finale sehe ich es, aber dort eher im hinteren Bereich.”

Schweden: John Lundvik – Too Late for Love

Schweden hat den größten Vorentscheid überhaupt und auch den erfolgreichsten: Für viele Hardcore-ESC-Fans ist der Vorentscheid sogar ein noch größeres Event als der eigentliche Eurovision Song Contest. In diesem Jahr gewann John Lundvik den Vorentscheid und das sollte Geschichte schreiben: Denn John ist nicht nur selbst Performer für Schweden, sondern gleichzeitig auch Songschreiber für den Beitrag aus UK. Gegen diesen hat er sich nämlich für Too Late for Love entschieden – war das eine gute Entscheidung?

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https://www.youtube.com/watch?v=iEEuG5XML-A


Pierre: “Scheiße, ja! Das ist geil. Das haut rein. Hätte nicht erwartet, das es im Refrain so schebbert und abgeht. Tolle Stimme. Geiles Lied! Das rockt! #veryveryverynice”

Lisa: “Und der nächste generische Popsong. Nö, langweilig, gib mir mehr Action, please!”

Benni: “Ich mag’s nicht. Ich finde das berechnend, ich finde das shouty und ich finde das total nichtssagend. Da erreicht mich einfach nichts. Sorry!”

Österreich: Paenda – Limits

Österreich hat seit seinem Sieg im Jahr 2014 viel durch: Nationaler Vorentscheid und dann eine lange Strecke an internen Auswahlen mit großem Erfolg: Zoe schaffte es ins gute Mittelfeld, Nathan immerhin ins Mittelfeld und Caesar letztes Jahr schaffte es sogar auf Platz 3. Paenda soll in diese große Fußstapfen treten und ebenfalls ins Finale einziehen – ob das was wird?

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https://www.youtube.com/watch?v=S2HFBexHDXk


Pierre: “Sie kann singen, sie hat wunderbare Songs. Limits ist einfach der falsche Song für den ESC. Mit einem anderen Song wäre sie besser dran. #schade”

Lisa: “Ich hab jetzt Ohrenfiepsen. Nope.”

Benni: “Leider erreicht mich dieses Stück gar nicht. Egal in welcher Stimmung ich bin. Das ist einfach nichts. Das tut mir leid, denn Paenda ist eine spannende Künstlerin, leider hat man sich hier für den falschen Song entschieden. Für mich nicht im Finale.”

Kroatien: Roko – The Dream

Zum ersten Mal seit Jahren organisierte Kroatien mal wieder einen Vorentscheid: Dora sollte mal wieder den ESC-Act finden und tat dies auch: Der junge Sänger Roko fährt mit seinem Song, den der ESC-Teilnehmer 2017 für Kroatien geschrieben hat – erinnert ihr euch an den Pop-Opern-Sänger, der mit sich selbst sang? Ja? Dann wisst ihr auch, wer den Track geschrieben hat. Ob alter Erfolg, neuen Erfolg gewährleistet?

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https://www.youtube.com/watch?v=-mYYWSEAa9s


Pierre: “… dadurch, dass ich diesmal viele Songs so schrecklich finde, muss ich sagen, dass mir das hier gut gefällt. Es klingt nach einem dramatischen ESC-Song. Wenn er live gut singen kann, wird das gut sein! … Lied ist okay. Stimme ist schön. Hoffe, dass er das einfach gut singen wird! #ganzschön”

Lisa: “Der Song erreicht mich überhaupt nicht. Ja, er kann singen, ja, ist alles nett gemacht, ja, er singt sogar in seiner Muttersprache. Aber ich kann nichts damit anfangen, dass er mich so anjault. Geht für mich total unter.”

Benni: “Joa. Klassische ESC-Ballade. Leider diesmal gar nicht meins. Kroatien hat es bei mir aber irgendwie immer schwer… unsere Geschmäcker scheinen nicht kompatibel zu sein.”

Malta: Michela – Chameleon

Wie viele andere Länder auch, griff Malta auf eine Castingshow zurück und fand Michela: Sie gewann die maltesische Version von The X Factor und ging dann auf Liedersuche für den ESC. Heraus kam das Stück Chameleon, das glatt als Favorit gehandelt wird – kann Michela den Ansprüchen genügen?

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https://www.youtube.com/watch?v=tdyQ-ebzFgk


Pierre: “JA!!! Einfach JA!!! Das macht mir gute Laune! Mag es. Ich will einfach nur tanzen! Das Lied wird weit vorkommen! #eswirdrocken”

Lisa: “Ich finds ja fetzig! Zwei Gin Tonic und das Lied irgendwo laut: Swing dat Bootey! Der Bounce im Refrain gefällt mir voll gut. Ist jetzt nicht mein Lieblingssong im Contest, aber ich hab’ Spaß beim Hören.”

Benni: “Ich liebe diesen Song. Der Drop ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber dafür einzigartig. Etwas Sorge bereitet mir Michela selbst, sie war bekannt für ihre Balladen – Chameleon ist alles andere als das. Ob die Sängerin das schaffen kann? Ich hoffe, denn der Song ist BOMBE und für mich auch klarer Mitfavorit.”

Litauen: Jurij Veklenko – “Run With the Lions”

Litauen hat so einen Vorentsheid, den ich nie verstehe: Das sind so viele RUnden, so viele Modi… ich blicke nicht mehr durch. Aber: Es gab einen Gewinner und der heißt so wie ich das oben geschrieben habe 😀 Mit seinem Song sieht er seine Chancen ganz gut – ob wir das auch so wahrnehmen?

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https://www.youtube.com/watch?v=ut-0TaybLRE


Pierre: “Mag seine spezielle hohe Stimme. Nur der Refrain fällt bei mir durch. Habe gehofft, dass es mir gut gefällt… weil die Strophen und alles einfach schön ist – bis auf den Refrain. Stimme ist aber very special! #special”

Lisa: “Möchte das ein empowering Song sein, wenn er mal groß ist? Laaangweilig. Und der Sänger hat auch irgendwie nicht die Power in der Stimme, um seine Message angemessen rüberzubringen. Next!”

Benni: “Hier mag ich meine kurze Einschätzung auf die Chancen geben: Nein.”

Russland: Sergei Lasarew – Scream

Nachdem Russland letztes Jahr nicht im Finale war – ein seltenes Bild für das Land – weshalb sie jetzt wieder auf einen Mann zurückgreifen, der 2016 fast gewonnen hätte: Sergei Lasarew hat mit You Are the Only One ESC-Geschichte geschrieben und will es jetzt mit seiner Märchen-Ballade noch einmal wissen. Ob das eine gute Idee war?

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https://www.youtube.com/watch?v=gEpUgRtXBss


Pierre:Fand seinen anderen Song beim ESC so genial!!! Das hier ist ok. Berührt mich null. Aber er ist hübsch.”

Lisa: “Ich mochte die russischen Beiträge eigentlich immer ganz gerne, weil die auch mal auf Ideen gekommen sind. Das ist für mich keine Idee. Das ist ein Lass uns was machen, das niemand kritisieren kann!-Song. Kritisiere ich! Extra-Minuspunkte für den Sexismus im Musikvideo. Ich hoffe, für die Bühne lassen sie sich da noch was Vernünftiges einfallen… “

Benni: “Auch hier wieder: Warum? Jeder feiert es, jeder findet es irgendwie super, zumindest die ESC-Fans, und ich stehe da und denke mir: Nein, einfach nein. Wäre das nicht Sergei, würde das zerrissen werden. Für mich nicht im Finale, auch wenn da eine Mörder-Show kommt.”

Albanien: Jonida Maliqi – Ktheju Tokës

Albanien veranstaltet immer den ersten Vorentscheid der ESC-Saison und schickt klassischerweise eine Frau, die schreit. Mal schöner, mal etwas unschöner, aber eigentlich immer gleich. Letztes Jahr brach man damit und schickte einen männlichen Rocker und prompt landete man auf der rechten Tabellenhälfte – stehen die Zeichen also schon schlecht, weil man in alte Muster verfällt?

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https://www.youtube.com/watch?v=eo4aFzAkQkA


Pierre: “Albanien hat so viele wunderbare Künstler- und Künstlerinnen. Dhurata Dora, Kida, Tayna usw. Und beim ESC kommt für Albanien immer sowas komisches… Einfach traurig! Aber das ist wohl in fast jedem Land so… Es gibt so geniale Künstler – und am Ende stehen auf der Bühne einfach No-Names mit belanglosen Songs… Ich wünsche mir da echt mehr Mut oder das man eben auf was Geiles zurückgreift #hoffnungfürsnächstejahr”

Lisa: “Ich glaube, auch hier läuft es auf einen Song raus, den ich nicht mehr hören werde. Aber für den Moment finde ich ihn recht stark. Ihre Stimme nimmt mich mit, ich mag diesen Hauch von Ursprünglichkeit, der da mitschwingt. Mir fehlt allerdings ein bisschen die Abwechslung.”

Benni: “Alle ESC-Fans sind mega begeistert, ich find’s auch nicht wirklich toll. Kann mir schwer vorstellen, dass das im Finale landet. Für mich wäre das auf gar keinen Fall dort.”

Norwegen: KEiiNO – Spirit in the Sky

Norwegen schickte im letzten Jahr Alexander Rybak und landete mit dem ehemaligen Sieger nur im Mittelfeld. Nun sollen es Newcomer richten und Norwegen wieder in die Top10 bringen. Dafür castete man eine Gruppe zusammen (ähnlich wie bei den S!sters aus Deutschland) und erhielt: KEiiNO… ob die es besser machen können als der ESC-Siger Rybak?

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https://www.youtube.com/watch?v=3EmUmbhDRiY


Pierre: “Entspricht nicht meinem Geschmack… ich sage: #keiinopunkto #nadapunkta”

Lisa: “Den Song verstehe ich nicht so ganz. Tüdeliger Popsong oder episches wuhsa!? Und was macht das schamanische Gedöns da in der Bridge? Ne, kann ich nichts mit anfangen.”

Benni: “Ich mag sie total, ich mag den anderen Sänger total und dann kommt dieser norwegische Gesang… ja, das ist deren Kultur, alles cool, aber dafür muss ich es ja jetzt nicht mögen. Höre ich mir den Song an? Nein. Ist für mich heißer Favorit für den Fan-Favorite-Fail 2019.”

Niederlande: Duncan James – Arcade

Die Niederlande haben ja 2014 fast gewonnen und setzten seitdem eher auf Country-Songs oder gute Stimmen. Nun erfolgte erneut eine interne Auswahl und es kommt: Eine emotionale Ballade. Neue Richtung? Neues Glück? Finden wir heraus, was unsere Jury denkt:

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https://www.youtube.com/watch?v=Eztx7Wr8PtE


Pierre: “… ich liebe es. Seine Stimme. Diese Ruhe. Diese Kraft. Ein ganz starkes Lied. Ich bekomme Gänsehaut. Wunderwunderwunderschön! #verliebt “

Lisa: “Oh, ein jauliger I am so heartbroken-Song. Ganz was Neues. Meine Güte, das wird meine Ich geh mal Popcorn machen-Pause im ESC.”

Benni: “ICH LIEBE ES! Beim ersten Mal hören hatte ich tatsächlich Gänsehaut und Tränen in den Augen. So eine schöne Stimme, so eine tolle Message und so ein kunstvolles Video. Für mich der klare Gewinner dieses Jahr!”

Einen Moment bitte für mein gebrochenes Herz, weil Lisa die Niederlande nicht spürt.

Nordmazedonien: Tamara Todevska – Proud

Nordmazedonien nimmt seit Jahren unter dem Namen FYROM teil und hat nun seinen Namen offiziell geändert – herzlichen Glückwunsch! Mazedonien hat normalerweise starke Songs, die dann aber durch das Staging durchfallen, weil einfach nicht gut. Ist das dieses Jahr genauso? Starker Song, aber schwaches Staging?

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https://www.youtube.com/watch?v=Sw-NQ1a1zZ0


Pierre: “… es ist eigentlich doch ganz schön. Aber irgendetwas fehlt mir… Bin auf den Auftritt gespannt…#bingespannt”

Lisa: “Woah! Der Song ist musikalisch gar nicht so meins, aber er springt in eine Bresche, die direkt bis in mein Herz führt! Ich möchte ihn die ganze Nacht mit meiner Mama hören und so richtig peinlich emotional werden. Hymne!!”

Benni: “Thank u, next.”

Aserbaidschan: Chingiz – Truth

Auch Aserbaidschan hatte in den letzten Jahren zu kämpfen: Wenn man es mal wieder ins Finale schaffte, erreichte man dort höchstes das Mittelfeld – letztes Jahr reichte es nicht mal mehr fürs Finale, trotz Revamp und durchdachter Show. Das soll in diesem Jahr anders werden, weshalb sie Chingiz mit dem Song Truth schicken. Können sie an alte Erfolge anknüpfen?

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https://www.youtube.com/watch?v=iyZJ_aMw5hY


Pierre: “Ich liebe es. Ich liebe es. Und ich liebe es! Hier stimmt einfach ALLES. Stimme, Melodie, Feeling, Video, Emotionen. Bin voll dabei! #großeliebe”

Lisa: “Nett. Mehr weiß ich dazu irgendwie nicht zu sagen.”

Benni: “Ich fühle es leider gar nicht. Irgendwie finde ich es beim Hören ganz interessant, danach habe ich es aber auch wieder vergessen. Hier kommt es auf die Performance an. Nur die Studioversion würde bei mir nicht ins Finale einziehen.”

Aber hier ist noch nicht Schluss: ESC-Fans wissen, dass es bereits 6 Finalisten gibt. Zum einen wären das die Big Five, also Italien, Spanien, Frankreich, UK und Deutschland, zum anderen ist das das Gastgeberland, in diesem Jahr also Israel. Die ersten fünf Länder zahlen am meisten in den ESC-Topf und bringen das größte Publikum, weshalb sie automatisch im Finale sind, das Gastgeberland dagegen war im letzten Jahr so gut, dass es als Belohnung quasi direkt gesetzt ist. In den Halbfinals dürfen jeweils drei dieser Länder ebenfalls voten – für das 2. Semifinale sind das UK, Italien und Deutschland – und deren Repräsentanten sehen wir uns jetzt auch noch an.

United Kingdom: Michael Rice – Bigger Than Us

Das Vereinigte Königreich veranstaltet seit einigen Jahren einen nationalen Vorentscheid, in diesem Jahr gab es allerdings eine Veränderung: Drei Songs wurden in je zwei unterschiedlichen Versionen von zwei unterschiedlichen Sängerinnen und Sängern präsentiert, der Zuschauer wählte seinen Favoriten und im Anschluss gab es ein Superfinale – aus dem Michael Rice als Gewinner hervorging. Dieser gewann vorher eine Castingshow bei BBC und ist somit perfekter Kandidat für den Sender. Ob er auch perfekter Kandidat bei uns ist?

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https://www.youtube.com/watch?v=WOBhTgSrXJQ


Pierre: “… schnarch… Langweilig, langweilig, langweilig… #bye”

Lisa: “Hier mag ich den Text und die Message – aber musikalisch holt mich der Song gar nicht ab. Ist für mich wieder so ein Autoradio-auf-dem-Weg-zur-Arbeit-Liedchen.”

Benni: “Was in den letzten Jahren wirklich beliebt wurde, zumindest beim Beitrag aus UK: Am Anfang findet man ihn echt schwach, dann wird er irgendwie schön geredet und zum Schluss finden alle, dass der Vertreter ja eigentlich doch einen Mittelfeld-Platz verdient hat… nur um dann am Finalabend festzustellen, dass es doch eher ein Song für hinten war. Ich mag den Track ja, aber glaube nicht, dass es über Platz 20 hinausgehen wird.”

Italien: Mahmood – Soldi

Italien ist ja immer wirklich gut beim ESC dabei und auch dieses Jahr machen sie viel richtig: Mahmood hat bereits das Fanclub-Voting gewonnen und ist klarer Favorit für den Gewinn im Mai – ob das unsere Jury auch so sieht?

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https://www.youtube.com/watch?v=tEwvUu1dBTs


Pierre: “Das hat was. Oh ja! Das wird sehr weit vorne landen! #geilershit”

Lisa: “Ich finds ganz cool – ich schmelze ja immer dahin, wenn jemand Italienisch spricht. Und hier mag ich den Beat, die emotionaleren Episoden, die Stimme des Sängers, den Text und das Setting. Mag ich!”

Benni: “Ich liebe es. Könnte gut damit leben, wenn Mahmood das Ding nach Italien holt und damit einen Sommerhit landet. Zuzutrauen wäre es ihm, auch wenn ich die Studioversion besser finde als die Live-Version, was ja immer ein wenig das Problem von Italien für ich ist. Aber ich glaube an den Sänger und denke, dass er um den Sieg singen wird.”

Deutschland: S!sters – Sister

In Deutschland fand ein großer Vorentscheid statt, nachdem Michael Schulte mit dem selben System einen grandiosen 4. Platz erreichte. Die S!sters gewannen den Vorentscheid und es wurde wild diskutiert: Sind sie wirklich die richtigen Vertreter im Jahr nach Michael Schulte? Und kann man damit an den Erfolg anschließen oder landet man doch wieder unter den letzten sechs? Was sagen unsere Jurymitglieder?

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https://www.youtube.com/watch?v=RuqS6-KJFgA


Pierre: “Ich finde das Lied schön. Es berührt mich auch. Allerdings rechne ich mir keine hohen Chancen für uns aus, dass wir damit weiter vorne landen… Stimmlich gefällt es mir. Mir hängt das Lied auch echt im Ohr! Bin so gespannt, wo wir landen… Ich würde sagen, nicht ganz hinten. Da gibt es deutlich schrecklichere Songs! #issoisso”

Lisa: “In der Live-Version dieses Songs sind doch aaaaarg viele stimmliche … Unpässlichkeiten. Zu mir spricht er gar nicht und ich stelle ihn in eine Reihe mit all den anderen ESC-Popsternchen-Beiträgen. Ich sehe aber, was sie mit den Harmonien und den beiden kombinierten Frauenstimmen versucht haben und kann mir vorstellen, dass die Chancen nicht sooo schlecht stehen, wenigstens ein paar Punkte dafür abzugreifen.”

Benni: “Ich muss sagen, dass die S!sters nicht meine Favoritinnen im Vorentscheid waren. Sie waren eher auf meinen letzten Plätzen zu finden. Deshalb war ich auch wirklich total überrascht, dass die Mädels gewonnen haben. Und ja: Ihre Stimmen sind beeindruckend. Und ja, womöglich, war das das beste Gesamtpaket beim Vorentscheid. Der Song ist ganz nett, aber einfach nichts für die große ESC-Bühne. Ich sehe ihn einfach nicht besser als Platz 18 oder so… und das wäre noch toll. Ich habe nämlich Angst, dass wir damit auf dem letzten Platz landen – sorry.”

Das war’s mit dem 2. Halbfinale! Haltet ihr diese Show auch für schwächer? Und wer ist euer Favorit? Lasst es mich gerne wissen (: Am Sonntag folgt dann die Top10 der LISTEN-Eurovisions-Jury zum ersten Halbfinale, am nächsten Mittwoch dann die zu diesem Halbfinale. Es bleibt spannend (:

Bis dahin ein tolles Wochenende,