Der Eurovision-#Kandidatencheck zum 1. Halbfinale

Der Eurovision-#Kandidatencheck zum 1. Halbfinale

Mai 6, 2019 6 Von BenniCullen

Herzlich Willkommen zu diesem Beitrag!

Wie bereits angekündigt werden die LISTEN-Eurovision-Jury und ich die Songs des aktuellen Jahrgangs checken und euch unsere Gedanken mitteilen – ganz in Eurovision-Manier mit 12, 10 und 8 bis 1 Punkt. In den #Kandidatenchecks erfahrt ihr zunächst unsere Eindrücke, bevor es dann in einem anderen Beitrag um unsere Top10 und die Punkte gehen soll (: Los geht’s also mit diesem Beitrag – schließlich ist der lang genug.

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https://www.youtube.com/watch?v=WdLQtXHWpNQ

Kleine Hinweise: Wir beurteilen hier die STUDIO-Versionen der Songs nach unserem GESCHMACK! Es soll keine professionelle Einschätzung sein, nur ein Überblick über unsere Eindrücke. Deshalb seid nicht verstört, wenn eure Favoriten uns gar nicht gefallen.

Ihr wollt alle Songs in einer Playlist? Dan klickt euch zu meinem YouTube-Profil (einfach aufs Bild klicken) und hört euch alle Songs des 2. Semifinals an!

Zypern: Tamta – Replay

Zypern setzt in diesem Jahr auf das Konzept vom letzten Jahr: Sexy Sängerin mit tanzbarem Pop á la J-Lo und Beyoncé. Dazu einen Refrain, der ins Ohr geht und ein paar Tanzeinlagen – schon steht der ESC-Gewinner 2019, oder? Mal sehen ob das die LISTEN-ESC-Jury auch so sieht.

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https://www.youtube.com/watch?v=WPFUZswe_zw



Pierre: “… erinnert mich das Lied an Fuego von Eleni? JA. … ist das Lied eine Kopie? JA. … finde ich die Kopie gut? JA. Fuego fand ich feurig. Replay finde ich frisch.
Viele Stellen in beiden Songs sind identisch aufgebaut. Es ähnelt sich so sehr. Ich bin mir aber trotzdem sicher, dass
REPLAY auf jeden Fall die Top10 stürmen wird! #loveit”

Lisa: “Wow. Der erste Song, den ich dieses Jahr höre – und es ist direkt ein supergenerischer Dancetrack (Ist das ein Dancetrack? Gibt bestimmt Menschen, die dazu tanzen können…). Die Bässe im Refrain sind nett, aber ansonsten langweile ich mich hier schon direkt zu Tode”

Benni: “Ich sehe es ähnlich wie Pierre: Ist es eine Kopie von Fuego? Ja. Aber eben eine gute. Replay geht ins Ohr, macht Spaß und wird auch in Tel Aviv bestimmt für Partyalarm sorgen. Für mich ein sicherer Finalqualifikant und dort auch eine relativ sichere Top10.”

Montenegro: D mol – Heaven

Montenegro hat es im ESC-Kontext wirklich schwer. Selten reicht es fürs Finale und wenn, dann ist ein Mittefeld-Platz das höchste der Gefühle. Ich würde es dem Land ja mal wieder wünschen. In diesem Jahr schicken sie eine Sechser-Formation mit dem Titel Heaven. Nach einem holprigen Vorentscheidsstart, verpasste das verantwortliche Team dem Song einen Revamp, fügte ein paar Folklore-Elemente hinzu und schon hat man den perfekten ESC-Song, oder?

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https://www.youtube.com/watch?v=EXmXfHhLBoQ


Pierre: “Ich frage mich nur: „was soll das sein? Gesanglich ein Gejaule, dazu noch das komische irische Gedudel. Furchtbar. Die müssen doch selbst merken, dass das einfach unschön ist… #pfui”

Lisa: “Gäähn. Warum singt ihr nicht mal in eurer Muttersprache, Herrgottnochmal?!
Gut. Die 164309861. schnulzige Liebesballade. Was soll ich dazu noch sagen? Vielleicht: Entscheidet euch mal für nen Beat!


Benni: “Ich weiß, ich sollte diesen Song nicht gut finden, aber der Refrain hat sich einfach bei mir festgesetzt. Nein, der Song ist natürlich kein Siegersong, aber beim ESC möchte man doch auch Folklore-Elemente hören, oder? Ich mag den Song und werde ihn sicherlich in meine Top10 für dieses Halbfinale packen :D”

Finnland: Darude feat. Sebastian Rejman – Look Away

Finnland hat auch eine turbulente Eurovision-Reise hinter sich: Da gewinnen sie 2006 mit Lordi und schockieren ganz Europa und erreichen seitdem mal das Finale und mal auch wieder nicht. Im letzten Jahr veränderte das Land seinen Vorentscheid und wählt zunächst einen Künstler aus, der dann in einer Sendung drei Lieder vorstellt, zwischen denen sich das Publikum entscheiden darf. Im letzten Jahr war das Saara Aalto, die mit ihrem Monsters zwar im Finale stand, aber dort ganz hinten landete. Nun wählte man den international erfolgreichen DJ Darude aus, der in den 90er-Jahren einen Welterfolg mit dem Lied Sandstorm hatte – ob das da Geheimrezept für einen weiteren ESC-Sieg ist?

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https://www.youtube.com/watch?v=d4DPGAJhSac


Pierre: “… ich stehe drauf. Die Kulisse: genial. Der Song: typisch ESC. Ich mag die Melodie und den Beat total! Es ist frisch. Ein Song, der beim ersten Mal hören direkt ins Ohr geht. #einfachnice”

Lisa: “Ich finds schade, dass sie nicht einen Sänger mit mehr Wumms genommen haben. Der Mensch, der da vor sich hinjault, nimmt dem ganzen Song ziemlich die Dynamik raus.”

Benni: “Puh, ich weiß nicht so recht. Ist ja alles ganz okay, eben typische Radio-Musik von einem DJ, aber muss das echt beim ESC sein? Ich finde an sich nichts zu kritisieren, aber eben auch nichts, was bei mir hängen bleibt. Ich denke, Finnland wird es schwer haben mit einer Finalqualifikation – siehe Polen im letzten Jahr.”

Polen: Tulisa – Fire of Love (Pali się)

Polen etablierte in den letzten Jahren einen Vorentscheid, der eher magere Ergebnisse nach sich zog: Lediglich 2016 schaffte man es mit einem Song daraus in die Top10 im großen Finale. Ansonsten schaffte man zwar den Finaleinzug, erreichte dort aber höchstens das Mittelfeld – letztes Jahr war es dann sogar mit dem Finaleinzug vorbei. Deshalb entschied man dieses Jahr intern und setzt auf traditionelle Klänge – allerdings nicht auf moderne Art und Weise wie 2015, sondern sehr viel traditioneller… ob das der richtige Weg ist?

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https://www.youtube.com/watch?v=hVkyOjwpUCQ


Pierre: “Das ist für mich einfach nur schrecklich. Gesanglich: aua. Und diese nervige Melodie im Hintergrund macht es nicht besser. Ich kann das Lied nicht einmal ganz fertig hören. #ohrenschmerzen”

Lisa: “Wohoo! Polnisch! Muttersprachliche Songs geben bei mir ja eigentlich immer Pluspunkte. Aber dieser stirbt auf halber Strecke so vor sich hin. Ich habe die ganze Zeit auf den Ausbruch gewartet, aber er kommt nicht. Schade – den Anfang fand ich erfrischend anders. Sehr frustrierender Song.”

Benni: “Ich schließe mich Pierre an: AUA. Das tut einfach nur weh und wird hoffentlich nicht ins Finale kommen – pretty please!”

Slowenien: Zala Kralj & Gašper Šantl – Sebi

Slowenien hat einen etablierten Vorentscheid und schickt immer wieder sehr experimentelle Stücke zum größten Musikwettbewerb der Welt. Auch in diesem Jahr reißt diese Kette nicht ab und das Land schicken ihr ganz eigenes Duo (das mich persönlich etwas an Frankreich 2018 erinnert). Ein gemischtes Duo gibt es in diesem Jahr nicht – vielleicht kann sich Slowenien damit in die Köpfe der Zuschauer einbrennen?

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https://www.youtube.com/watch?v=2C9W7MbDivU


Pierre: “Die Melodie am Anfang gefällt mir sehr gut. Ihre Stimme ist schön! Ich verspüre eine leichte Gänsehaut. Doch leider bleibt das Lied einfach sehr blass, geht nicht ins Ohr – und bleibt zum Ende hin sehr langweilig. Starker Start, doch es plätschert dann langsam vor sich hin und bringt nichts Besonderes hervor. #hättebessergemachtwerdenkönnen”

Lisa: “Sie hat eigentlich eine so spannende Stimme… Ich hätte mir da mehr ganz natürliche Singer-Songwriter-Vibes gewünscht. Dieser minimalistische Beat im Hintergrund lässt mich aber total wegdösen, da hilft auch die Sprache nicht mehr. Warum tritt man mit so einem Song beim ESC an?”

Benni: “Am Anfang mochte ich es gar nicht, mittlerweile erkenne ich, was so viele daran finden. Wie Pierre sagt: Interessanter Sound, aber es plätschert im Anschluss einfach vor sich hin. Ich denke, man wird damit hervorstechen, aber im Finale dürfte im guten Mittelfeld Schluss sein.”

Tschechische Republik: Lake Malawi – Friend of a Friend

Tschechien setzt seit letztem Jahr auf eine Online-Abstimmung, die von ehemaligen Eurovision-Acts als auch von internationalen Fans durchgeführt wird. Dabei bewerten sie sechs Acts und vergeben Punkte ganz in Eurovision-Manier, der Act mit den meisten Punkten gewinnt die Abstimmung und vertritt dann Tschechien. Letztes Jahr führte das zu einem sehr guten 6. Platz im Finale – und war damit der zweite Finaleinzug und das beste Ergebnis beim ESC für Tschechien ever. Deshalb blieb man auch dabei und der Gewinner hieß lake Malawi. Ob er mit seinen Freunden von Freunden anknüpfen kann?

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https://www.youtube.com/watch?v=yH1-uy9FYKE


Pierre: “… er hat eine coole Stimme. Ich finde das Lied aber ganz arg schrecklich! Es macht mich aggressiv! #wegdamit”

Lisa: “Gut – wenn ich die Wahl habe zwischen generischer Dancekrams und generischem Feelgoodsong nehme ich den Feelgoodsong. Hier hab ich wenigstens mal so ein bisschen die Chance, mit dem Fuß zu wippen.”

Benni: “Ich mag diesen Sprechteil gar nicht, alles andere fand ich wirklich gut. Aber leider versaut es mir der Sprechteil total! Ich denke, dass Tschechien ins Finale einzieht, aber mein Favorit wird’s nicht. Ich rechne mit einem Platz im Mittelfeld.”

Ungarn: Joci Pápai – Az én apám

In Ungarn dient seit Jahren der Vorentscheid A Dal dazu, den ungarischen Repräsentanten zu finden. Dieser geht über mehrere Wochen und hat mittlerweile schon Tradition. In diesem Jahr gewann den Vorentscheid, und zwar schon zum zweiten Mal, Joci Pápai, der bereits 2017 beim ESC war und dort einen hervorragenden 8. Platz erreichte. Deshalb dachte sich das ungarische Publikum wohl: Beim zweiten Mal kann es nur besser werden – oder?

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https://www.youtube.com/watch?v=WVW_vZHYnkk


Pierre: “Ich fand seinen letzten Song beim ESC einfach nur genial. Ich stehe total auf seine Stimmfarbe. Ich freue mich total, dass er wieder dabei ist. Seine Stimme klingt auch hier wieder total schön. Der Song allerdings ist etwas langweilig. Ich mag aber das „na na na na na na.“ Das wird aber nicht ausreichen, um weit vorzukommen. #nananana”

Lisa: “Hey, wenigstens hat der mal ne Stimme. Ich mag den Minimalismus in dem Song – Muttersprache, reduziert dargestellt mit ner hübschen Singstimme und ner Runde Gitarren-Gedöns. Kann man machen. Der erste Song, den ich mir ein zweites Mal anhören könnte.”

Benni: “Ich mochte den Song 2017 auch sehr gerne, aber von diesem hier bin ich so gar nicht überzeugt. Ja, der Refrain hat natürlich etwas eingängiges, aber es ist einfach kein Vergleich. Ich bin mir nicht so sicher, ob das fürs Finale reicht – trotz genialer Stimme.”

Weißrussland: ZENA – Like It

Weißrussland macht eh immer sein Ding. Mal besser, mal schlechter. Meistens reicht es aber nicht fürs Finale. Diesmal wollen es die Weißrussen mit einer jungen Sängerin wissen, die einen an Britney Spears erinnernden Song abliefert, der dann auch noch genauso vor zehn Jahren im Radio gespielt werden könnte. Ob retro auch zukunftsorientiert für den ESC ist?

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https://www.youtube.com/watch?v=Ao93RTN90Xs


Pierre: “Like it? Yes! I like it! Macht gute Laune, geht ins Ohr, ist frisch. Moderner Dance Pop. Ich hoffe, dass sie stimmlich live gut abliefern kann und nicht abkackt. Stimme ist eher dünn. Wenn sie die Töne trifft, dann wird sie weiter vorne mitspielen können! #likeit”

Lisa: “Ich weiß nicht mehr, was ich schreiben soll, ohne mich ständig zu wiederholen (wie es auch diese Popsternchen beim ESC tun). Ich bin gelangweilt und enttäuscht. Schon tausendmal gehört.”

Benni: “Vielleicht konnte man das schon in der Beschreibung sehen, aber ich finde den Song einfach sowas von altbacken. Da reißt mich nichts mit, da überrascht mich nichts, da geht für mich jetzt auch nichts ins Ohr. Ist halt ein Popsong. Ich glaube nicht, dass das weit kommt. Aber wem’s gefällt…”

Kurze Anmerkung: Lisa tut mir jetzt schon leid, generischer Radiopop kommt nämlich noch ziemlich oft vor 😀 Aber das ist sie eigentlich aus den vorherigen Jahren schon gewohnt 😀

Serbien: Nevena Božović – Kruna

Serbien ist so ein Land, das entweder total überzeugt oder eben total untergeht – aber es trotzdem irgendwie ins Finale schafft. In diesem Jahr hatten sie einen nationalen Vorentscheid, der die Sängerin Nevena hervorbrachte. Die junge Dame war bereits einmal beim Eurovision Song Contest, damals noch als Teil einer Girlgroup. Jetzt ist sie also Solo unterwegs – ob das eine gute Idee war?

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https://www.youtube.com/watch?v=osFxa9jfH04


Pierre: “Dramatische Melodie, starke Stimme. Habe jetzt eine Weile gebraucht um entscheiden zu können, ob es mir gefällt oder nicht. Und mir gefällt es. Es ist ein Song, den man wohl öfters hören muss! In ihrer Stimme steckt viel Power. #eigentlichdochganzschön”

Lisa: “Jaul, jaul, Weltschmerz. Next, please.”

Benni: “Ach, ich stehe ja auf traditionelle Nummern beim ESC. Und das hier ist einfach eine typische Balkan-Ballade, die man als ESC-Fan schon tausend Mal gehört hat. Ich würde es Serbien mit der Nummer wirklich gönnen, denke aber, dass es – insofern es überhaupt einer ist – ein knapper Einzug wird.”

Belgien: Eliot – “Wake Up”

Belgien setzt seit Jahren auf junge, unbekannte Sängerinnen und Sänger, die ihren ganz eigenen Stil zum Eurovision Song Contest bringen. Oft war das von Erfolg gekrönt (bedenke man doch nur mal den rießigen Erfolg von City Lights 2017), letztes Jahr ging das aber schief: Belgien schied im Halbfinale aus. Am Rezept haben die Verantwortlichen deshalb nichts geändert und schicken Eliot – ob sie an alte Erfolge anknüpfen können?

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https://www.youtube.com/watch?v=17QXkQEckE4


Pierre: “Ich mag das Lied. Schöne Stimme. Guter Aufbau! Das hat echt was! #nice”

Lisa: “Ist mir zu lahm. Ich warte die ganze Zeit auf den Ausbruch – die Spitze der Spannungskurve im Song kommt mir aber zu spät. Und dann ist es auf einmal vorbei. Hä? Merkwürdiges Stückchen Musik…”

Benni: “LAAAAAAANGWEILIG! Der Song fängt so vielversprechend an und verliert sich dann im Refrain total. Ich kann’s eigentlich gar nicht mehr hören und mag an den Erfolg einfach nicht glauben.”

Georgien: Oto Nemsadze – Keep Going On

Georgien goes back to the roots! Was bei uns seit 16 Jahren anscheinend erfolgreich funktioniert, hat man in Georgien wieder aufgenommen: Eine Variante von Deutschland sucht den Superstar – eben nur in Georgien 😀 Ob das wirklich das Erfolgsrezept ist, um ins Finale zu kommen?

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https://www.youtube.com/watch?v=Blvo_Ol4Bzc


Pierre: “Es überrascht mich, dass ich das jetzt sage, aber… ich mag es. Stimmlich berührt es mich. Das Lied an sich ist aber nicht mein Fall. Mag die düstere Stimme. #starkestimme”

Lisa: “Ich verstehe nicht, worum es geht, aber die Stimmung des Songs bedrückt mich sehr. Ich finde ihn atmosphärisch sehr stark. Die krasse Klimax, das Chor-eske, das teilweise mitschwingt, und die Reibeisenstimme des Leadsängers tragen da ihren Teil zu bei. Cool, damit kann ich was anfangen :)”

Benni: “Next.”

Australien: Kate Miller-Heidke – Zero Gravity

Australien ist seit nunmehr fünf Jahren beim ESC dabei und hat in diesem Jahr etwas neues gewagt: Es hat den ersten Vorentscheid ever auf die Beine gestellt und für mich war es einer der stärksten Shows, die ich 2018/2019 gesehen habe. Siegerin wurde dann die Opersonsängerin Kate Miller-Heidke, die mal etwas völlig anderes für das Land darstellt, schickten sie in der Vergangenheit ja eher typische Radio-Popnummern. Ob sich das Risiko lohnt?

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https://www.youtube.com/watch?v=VlpBPO9_L4E


Pierre: “Speziell, abgedreht. Ich feier das Lied! Das Lied ist eigenartig. Das Gejodel ist komisch. Wenn der Beat dazu noch einsetzt, denke ich mir: „Ja! B*tch!“ Die Kulisse ist genial. Solche Songs braucht der ESC: flott, komisch, hervorstechend. Für sowas braucht man einfach einen Schaden. Wird man entweder feiern oder hassen. Ich feier es. #ichjodelmit”

Lisa: “Sie wäre gerne die Königin der Nacht geworden, hats aber nicht so richtig geschafft und muss jetzt zum ESC, weil sie … singen kann? Ja, ne. Komische Mischung, nichts Halbes und nichts Ganzes, find’ ich völlig daneben.”

Benni: “JA! I love it. Dieser Song ist so abgedreht, hat so viele Facetten, Kate wirkt so sympathisch. Das muss einfach ins Finale und mindestens im Mittelfeld landen – wenn nicht gar in den Top10. Für mich einer der Top-Favoriten!”

Island: Hatari – Hatrið mun sigra

Ich weiß gar nicht, was ich hier schreiben soll, weil ich sofort zu meinem Urteil gelangen möchte 😀 Island veranstaltet seit Jahren einen Vorentscheid, der ist ziemlich erfolgreich und hatte diesmal einen ganz anderen Gewinner: Die Band Hatari. Drei Väter, die zum ESC fahren. Eigentlich hört sich das nach heile Welt an… aber was da kommt, darauf kann man nicht vorbereitet sein.

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https://www.youtube.com/watch?v=UGrRhIj4FRw


Pierre: “… damit kann ich nichts anfangen. Das Video ist unapetitlich. Sein Geschrei tut mir in den Ohren weh. #kopfschmerztablettenbraucheichjetzt”

Lisa: “Oh Gott, es gibt noch Hoffnung! Ich feier das SO HART. Genau meine Musikrichtung, genau mein Nerv, genau mein Song. Liebe das!”

Benni: “Das ist so ein Lied, was von den Hardcore-ESC-Fans total gefeiert wird und ich sitze da und denke mir einfach nur: Warum? Warum wird das so gehypt? Ich find’s ganz furchtbar und hoffe, dass ich das am Samstag nicht nochmal hören muss.”

Estland: Victor Crone – Storm

Ein Schwede geht für Estland an den Start. Das gab’s auch noch nie – oder? Doch Victor Crone hat hochoffiziell den Vorentscheid gewonnen und ist somit rechtmäßiger Gewinner und damit Repräsentant Estlands. Schafft er es, die Top10-Platzierung für das Land aus dem letzten Jahr zu wiederholen?

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https://www.youtube.com/watch?v=CkdXzuDigNM


Pierre: “Er ist attraktiv. Das Lied ist okay. #kannmanhören #mussmanabernicht (Mein Gefühl sagt mir, dass das viele bestimmt total gut finden werden…)”

Lisa: “Guck mal, n niedlich aussehender Typ, der nasal klingende pseudo-deepe cosmopolitische Songs raushaut – hab ich ja noch nie gesehen. Wie überraschend, sowas beim ESC zu sehen. Kann mir jetzt schon vorstellen, wie das monatelang fröhlich im Radio vor sich hin dudelt. Nett.”

Benni: “Also, manchmal braucht man ja auch was fürs Auge. Und das ist Victor ja. Das Lied ist okay, aber halt nichts besonderes. Ich finde die Studioversion besser als den Liveauftritt und ich denke, dass das der Genickbruch für Estland sein wird. Schauen wir mal ob ich recht behalten werde.”

Portugal: Conan Osiris – Telemóveis

Portugal ist hit & miss: Entweder es landet ganz oben oder eben überhaupt nicht. Der Überraschungssieg tat dem Land gut, denn auch in diesem Jahr schickt das Land ein Risiko: Conan ist nämlich für seine sehr eigene Art bekannt. Ob er damit den Wettbewerb wieder zurück nach Lissabon holen kann?

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https://www.youtube.com/watch?v=xSbp8lwCQp8


Pierre: “Der Tanz: genial. Das wars aber auch schon. Stimme: GRAUENHAFT! Song: GRAUENHAFT! Kann ich nicht ganz fertig hören, weil es mich aggressiv macht, weil das Geleier in meinen Ohren schmerz! #einfachnurschrecklich”

Lisa: “Ich habe versucht, die Töne zu zählen, die er verhaut. Aber vermutlich wäre es einfacher gewesen, die getroffenen aufzulisten. Was zum Henker hab ich da gehört?! Das Lied lässt mich völlig verstört zurück.”

Benni: “I love it. Ernsthaft. Ich finde den Song speziell, gleichzeitig mega interessant und der Auftritt hat auch was – auch wenn ich da etwas anders bin als Pierre: Manchmal ist es auch sehr befremdlich, wie der Tänzer und Conan sich bewegen. Aber gut, das gehört zum Gesamtpaket und das ist wirklich stark – meiner Meinung nach!”

Griechenland: Katerina Duska – Better Love

Griechenland hat es in den letzten Jahren schwer gehabt: 2016 schafften sie es zum ersten Mal nicht ins Finale, dies wiederholte sich letztes Jahr. Deshalb griff man auf eine interne Auswahl zurück und schickt nun die Sängerin Katerina Duska, die wohl in Griechenland und Zypern relativ bekannt ist. Ob ihr an Jess Glynn erinnernder Song Better Love tatsächlich ins Finale kommt?

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https://www.youtube.com/watch?v=ulQoRPcQVDc


Pierre: “… musste es zweimal anhören. Erstes mal anhören: „Ja okay.“ Zweites mal anhören: „Ja, es ist schön.“ Sie kann toll singen. Das Lied ist ganz gut. Haut mich aber nicht ganz vom Hocker. Ein Song, der im Mittelfeld landen wird. #mittelfeld”

Lisa: “Ich hab hier so Lady-Gaga-Vibes. Und aus irgendeinem unerfindlichen Grund find ich’s sogar ganz okay? Zumindest hat man hier mal ein paar abwechslungsreiche Passagen und nicht nur diese immer gleichbleibende Da hast du n Beat, friss oder stirb!-Geschichte. Kann man machen.”

Benni: “Auch das finde ich ganz großartig, aber auch einfach nur, weil ich Jess Glynn so toll finde. Leider glaube ich, dass Katerina live nicht so gut ist wie in der Studioversion. Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, mag aber an eine starke Performance nicht glauben.”

San Marino: Serhat – Say Na Na Na

San Marino macht ja eh was es will: Letztes Jahr ein internationaler Vorentscheid, dieses Jahr eine interne Auswahl mit dem Kandidaten von 2016: Serhat trat nämlich da auch schon mal für das Land an. Damals schaffte er es knapp nicht ins Finale, erreichte aber mit seinem Song zwei Jahre später die Dancecharts in den USA. Jetzt also ein neuer Versuch – reiht es fürs Finale?

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https://www.youtube.com/watch?v=l5arNtTYK1s


Pierre: “Ich mache es kurz. Say NO NO NO! #saynonono”

Lisa: “Klingt wie’n anglisierter Schlagersong. Yikes! Dabei hat der Sänger so eine wunderbare tiefe Stimme… Warum hab’ ich jetzt den Drang, ne Maß Bier zu bestellen? Help!”

Benni: “Ich find’s ja einfach lustig. Entertaining. Gute Laune-Alarm. Und das braucht es auch mal am Samstag im Finale. Ich glaube zwar nicht dran, einfach weil das so Fremdschämpotenzial hat, aber lustig wäre es allemal!”

Das waren bereits alle Kandidaten vom ersten Halbfinale! Was sind eure Favoriten? Und welche Songs gehen gar nicht? Unsere Top10 gibt es dann am Sonntag – stay tuned!

Aber hier ist noch nicht Schluss: ESC-Fans wissen, dass es bereits 6 Finalisten gibt. Zum einen wären das die Big Five, also Italien, Spanien, Frankreich, UK und Deutschland, zum anderen ist das das Gastgeberland, in diesem Jahr also Israel. Die ersten fünf Länder zahlen am meisten in den ESC-Topf und bringen das größte Publikum, weshalb sie automatisch im Finale sind, das Gastgeberland dagegen war im letzten Jahr so gut, dass es als Belohnung quasi direkt gesetzt ist. In den Halbfinals dürfen jeweils drei dieser Länder ebenfalls voten – für das 1. Semifinale sind das Frankreich, Israel und Spanien – und deren Repräsentanten sehen wir uns jetzt auch noch an.

Frankreich: Bilal Hassani – Roi

Frankreich setzt seit letztes Jahr auf einen nationalen Vorentscheid mit Juries und Televote – letztes Jahr führte das zu einem Mittelfeldplatz in Lissabon – etwas enttäuschend, denn zuvor handelte man Frankreich als Mitfavoriten. Dennoch begnügte man sich mit dem Resultat und wiederholte erneut den Vorentscheidsmodus. Gewinner war – mit überagendem Televoting – der Social Media-Star Bilal Hassani, der in die Fußstapfen seines großen Idols Conchita Wurst treten möchte – ob er auch für den Sieg singt?

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https://www.youtube.com/watch?v=dw7WqoSHtgU


Pierre: “Okay. Berührt mich nicht. Sympathischer Künstler. Wichtig, dass es solche Menschen gibt, die auf der Bühne stehen. Das auf jeden Fall. Touched mich aber absolut nicht.”

Lisa: “Ich mag es ja, dass die Franzosen immer, immer, immer auch französische Songs ins Rennen bringen. Der Song ist nicht meins, ich finde ihn recht langweilig – aber Soli für Hassani und viel Kraft! <3 Ich bin mir sicher, dass seine Message es in diesem ESC bis auf die vorderen Plätze bringt.”

Benni: “Ich mag die Studioversion total. Tatsächlich habe ich den französischen Vorentscheid gesehen und hatte da andere Favoriten, aber Bilal war unter ihnen. Der Song ist guter Pop, leider performte Bilal nicht ganz so sicher, weshalb er von den Juries auch nicht viele Punkte erhielt. Ich glaube, dass sich das in Tel Aviv wiederholen wird – allerdings nicht mit dem selben Ausgang, sondern eher mit einem Platz im mittleren bis schlechten Mittelfeld.”

Israel: Kobi Marimi – Home

Israel sucht immer in einer Castingshow einen Sänger oder eine Sängerin und schustert dann einen Song auf den Act zu. Diese Vorgehensweise war ziemlich erfolgreich – besonders ja im letzten Jahr, wie wir wissen. Nun also folgt der klassische Popsänger Kobi, der passenderweise den Song Home performt – ob er in seinem Home tatsächlich noch einmal den ESC gewinnt?

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https://www.youtube.com/watch?v=7d__XXiVJkE


Pierre: “ICH LIEBE SEINE STIMME! Einzigartig!”

Lisa: “Er hat eine sehr schöne, besondere Stimme und ich mag es, wie sich der Song zum Ende hin immer weiter in neue Höhen schraubt. Mein Favorit ist es nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass Israel mit der Auswahl wieder so einige Herzen zum Schmelzen bringen kann.”

Benni: “Das wird ein Jury-Ding sein. Ich kann mir echt vorstellen, dass ihn das Televoting links liegen lässt, aber die Juries ihm relativ viele Punkte geben, einfach nur aufgrund seiner wirklich beeindruckenden Stimme. Leider kann ich persönlich mit dem Song nicht viel anfangen – aber letzter wird das nicht, manche Fans spinnen ja :D”

Spanien: Mikki – La Venda

Spanien führt immer eine Realityshow á la Big Brother durch und kürt da einen Gewinner – um im Anschluss noch einmal eine ESC-Show auf die Beine zu stellen. Alles etwas kompliziert, letztendlich wurde es dann aber der sympathische Mikki mit seinem Gute Laune-Song La Venda – kann Spanien damit endlich mal wieder auf die linke Tabellenhälfte rutschen?

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https://www.youtube.com/watch?v=eWEFU2c3tBI


Pierre: “Damit kann man mich jagen. Einfach schrecklich…#noway”

Lisa: “Ich habe wirklich KEINE Ahnung, warum – aber ich feier das grade total. Gute Güte, ist das Spanisch! 😀 Ich nehme alles zurück, was ich über den Schweizer Sommersong gesagt habe: Das hier wird das neue Despacito! Ich meine, hallo? Es gibt sogar eine Choreo.”

Benni: “Ich mag dieses typisch Spanische im Song. Denn das war ja mal der ESC: Ein Land aufgrund seines Acts kennenlernen. Ich habe keine Ahnung, wo das landen wird – ich kann mir ein gutes MIttelfeld vorstellen, aber eben auch einen Platz weiter hinten, aber ich feier es ja schon irgendwie! :D”

Jetzt aber! Das war das erste Halbfinale und drei der sechs bereits feststehenden Finalisten. Lasst mich gerne wissen, welchen Act ihr besonders mögt und welcher für euch gar nicht geht!

Wir sehen uns am Donnerstag zum #Kandidatencheck des zweiten Halbfinales.