Der Eurovision-#Kandidatencheck: Das 1. Halbfinale

Der Eurovision-#Kandidatencheck: Das 1. Halbfinale

Mai 1, 2018 1 Von BenniCullen
Herzlich Willkommen zu diesem #Kandidatencheck!

Wie bereits angekündigt werde ich auch in diesem Jahr alle Songs des Eurovision Song Contests checken! Ich werde zu jedem Track meine Gedanken niederschreiben und meine Punkte vergeben – ganz in Eurovision-Manier gibt es 1-8 sowie 10 und 12 Punkte. Außerdem wieder mit am Start: Die LISTEN-Eurovision-Jury hat mir ebenfalls ihre Gedanken zu den einzelnen Tracks zugesendet, ihre Aussagen werde ich hier als Zitate verlinken. Los geht’s also mit dem 1. Halbfinale, welches am 8. Mai 2017, um 21 Uhr stattfindet.

© EBU

Kleine Hinweise: Wir beurteilen hier die STUDIO-Versionen der Songs nach unserem GESCHMACK! Es soll keine professionelle Einschätzung sein, nur ein Überblick über unsere Eindrücke. Deshalb seid nicht verstört, wenn eure Favoriten uns gar nicht gefallen. Außerdem wird es noch einen Beitrag geben, bei dem ich die Top10 eines jeden einzelnen Jurors vorstelle und im Anschluss gucke, was die Top10 der LISTEN-Eurovision-Jury zu den einzelnen Halbfinals sind.

1. Aserbaidschan: Aisel – “X My Heart”
Ich fange mal damit an, dass ich aus dem Nähkästchen plaudere: Aisel ist eigentlich Jazz-Sängerin, weshalb man ursprünglich davon ausging, sie würde etwas in diese Richtung präsentieren. Dann erschien “X My Heart” und es war ein ziemlich schlecht produzierter Dance-Pop-Song. Aufgrund der eher negativen Reaktionen unter Fans gab es dann noch einen finalen Remix von Produzenten, die bereits erfolgreich beim ESC mit Dance-Songs antraten. Und das ist jetzt nun das Ergebnis. Ich muss sagen, der Song ist ganz nett, aber für mich einfach nicht besonders genug. Ich weiß auch nicht, was mir die Sängerin mit diesem “cross my heart” sagen will… Insgesamt ist es eine Nummer, die beim ESC untergehen wird – ähnlich wie “Perfect Life” von Levina. Jetzt sprechen wir hier aber natürlich von Aserbaidschan und im Gegensatz zu uns Deutschen können die ihre Acts richtig auf die Bühne bringen. Ich halte deshalb eine Finalqualifikation nicht für ausgeschlossen, bin aber jetzt kein wirklicher Fan des Songs. Nett, aber halt eben auch nicht mehr. Und ihr alle wisst ja, was die große Schwester von nett ist 😉 Daher vergebe ich jetzt einfach mal 4 Punkte (mit Tendenz zu 3 Punkten).
Denise: “Das Lied hat mir gut gefallen. Die Melodie war schön.”


Karin & Lena: “Da will gleich das Teeniegefieder zu Wort kommen. Typischer Radiosong, sagt sie. Ja, da stimme ich ihr zu.”


Lisa: “Ich mag die langsamen, stillen Passagen dieses Powersongs irgendwie nicht. Der Refrain ist so stark, warum nimmt sie das mittendrin wieder raus? Aber nach Anfangsschwierigkeiten finde ich die Nummer echt nett :-)”


Pierre: “Normalerweise hat Azerbaijan tolle Songs, aber zum ersten Mal bin ich total enttäuscht. Das klingt mir zu sehr nach Kirchen-Chor. Leider nicht so ganz mein Fall. 2 von 10 Punkten.”


– Klingt nach einem mittelmäßigem Eindruck. Ich habe die Probenbilder gesehen und kann jetzt schon mal sagen, dass es wohl auch bei der Einschätzung bleiben wird. Aserbaidschan könnte mit dem Song ins Finale ziehen, sollte dort aber relativ weit hinten landen.

2. Ari Ólafsson – “Our Choice”

Mensch, meine Mutter wird entzückt sein, wenn sie Ari sieht – total das Muttersöhnchen. Musikalisch ist das für mich aber leider so gar nichts. Der Song plätschert vor sich hin und klingt wie von vor 20 Jahren. Das hier ist ein Song, den ich fast sicher als Non-Qualifier bezeichnen würde. Sollte er es ins Finale schaffen, dann verzweifelt die ganze Fancommunity – denn dann würde ein anderer wesentlich besserer Song am Halbfinale scheitern. Langweilig, nichtssagend und total flach… außerdem versemmelt er den langen Ton am Ende. Sorry Island, aber das ist einfach nichts! Deshalb gibt es von mir auch nur einen Punkt.
Denise: “Simpel und einfach gehalten. Schöner Text, aber für mich kein Ohrwurm.”


Karin & Lena: “Hier gehen die Meinungen auseinander. Während das Teeniegefieder den Mund verzieht, finde ich das Lied doch sehr hörenswert.”


Lisa: “Seine Stimme ist mir viel zu glattgebügelt, er könnte auch in einer Teenie-Boygroup singen. Ist für mich austauschbares Pop-Gedudel…”


Pierre: “Ich frage mich, warum SO ein Lied beim Song Contest mitmacht… Nichtssagend, komische Stimme – irgendwie richtig langweilig. 2 von 10 Punkten.”


– Da sind wir uns wohl (fast) alle einig: Der Song wird im Halbfinale steckenbleiben. Besonders bei diesem starken Semifinale. Ich glaube, dass diese Schwiegermutterausstrahlung bei den älteren Semestern gut ankommen könnte, aber der Song ist einfach nicht stark genug. Sorry!

 

3. Albanien: Eugent Bushpepa – “Mall”
Nein, hier geht es nicht um ein Shoppingcenter, dieser Beitrag ist in Landessprache. Nachdem Portugal letztes Jahr mit einem Beitrag in Muttersprache gewonnen hat, versuchen es nun auch vermehrt andere Länder. U. a. Albanien und das ist was sehr besonderes, denn: Normalerweise wählt das albanische Volk meist Frauen mit sehr guter Stimme und einem ganz guten albanischen Song. Dann beschließt aber der verantwortliche Sender international zu werden. Und hier war dann oft das Problem: Es wurde entweder der Song auf Englisch umgetextet (mit grausamen Resultat) oder ein gänzlich anderer Song ausgewählt, der so gar nicht ging (bis auf 2015, da war es dann wirklich besser als im Vorentscheid). Nun bricht Albanien also mit seinen Klischees und schickt den Rocker Eugent mit seinem Song “Mall”. Ich finde das ja ganz cool, aber ich bin einfach kein Fan des Genres. Sorry! Ich finde es gut, dass ein Rock-Song gesendet wird (ist mal was anderes), aber so richtig überzeugen kann mich das einfach nicht. Zumal ich jetzt schon wieder vergessen habe wie der Song geht. Das wären dann also… 2 Punkte – sorry!
Denise: “Auch wenn ich kein Wort verstanden habe, hat mich die
Musik mitgenommen und ich habe mir immer wieder vorgestellt, dass man das
Lied gut bei einem Disney-Film im Hintergrund hören könnte.”


Karin: “Mir fehlt da was? Nur was? Keine Ahnung…ich bin nicht überzeugt…”


Lisa: “Juhu, kein Englisch! Nicht mal im Refrain! Ich finde die Gruppe sympathisch und mag den Pitch im Gesang später, für mich hätte der Song aber gerne noch eine… Überraschung mitbringen können.”


Pierre: “Ich liebe albanische Musik, höre sie jeden Tag – aber das hier repräsentiert nicht das Land. Im Gegenteil. Es gibt so hammergeile Künstler mit megageilen Songs – und dann kommt da so ein Bullshit. 0 Punkte”


– Gemischte Eindrücke, was den Song angeht. Viele finden den Sänger sympathisch, aber den Song nicht so stark. Bei den Proben überraschte Albanien allerdings mt einer sehr guten Leistung. Vielleicht klappt’s ja knapp für’s Finale, aber dort erwarte ich keine großen Sprünge.
4. Belgien: Sennek – “A Matter of Time”
Belgien hat in den letzten Jahren wirklich einen guten Riecher. Sie liefern konstant gute Pop-Musik, die genau so im Radio laufen könnte. Letztes Jahr war es das grandiose “City Lights”, 2015 der Mega-Track “Rythm Inside” und jetzt… soll es Sennek mit “A Matter of Time” machen. Die Sängerin sowie das Lied werden total gehypt und in Fankreisen als Favoriten bezeichnet. Ich muss gestehen, dass ich das gar nicht nachvollziehen kann. Ich finde den Refrain relativ stark, aber leider überzeugt mich das gesamte Bild irgendwie nicht. Sennek mag ja eine außergewöhnliche Künstlerin sein, aber dieses James Bond-hafte… überhaupt nicht meins. Da fand ich Ann-Sophie mit “Black Smoke” wesentlich besser und der wurde Letzter. Nun gut, sie war Zweitplatzierte und hat wohl deshalb so schlecht abgeschnitten, aber der Song ging mindestens ins Ohr. “A Matter of Time” tut das für mich nicht. Deshalb vergebe ich auch nur 4 Punkte.
Denise: “Das Lied an sich war nicht mein Fall, aber ich finde ihre Stimme hatte einen gewissen Wiedererkennungswert.”


Karin: “Erinnert mich stimmlich an eine James Bond Nummer…Sorry, aber die Stimme ist mir persönlich nicht angenehm…”


Lisa: “Schon wieder so eine wunderbare Altstimme für Belgien dieses Jahr. Ich stehe total auf den melancholischen Unterton dieses Songs – voll mein Ding!! Bin ich jetzt wieder alleine mit, ne? :P”


Pierre: “Die Stimme gefällt mir nicht. Das Lied ist auch wirklich eigenartig. Die Stimme zieht in meinen Ohren. 1 von 10 Punkten. Warum schickt man sowas zum ESC? Gab es sonst nix? 


– Haha, Lisa sticht mal wieder komplett heraus 😀 Ja, wie es aussieht bist du die Einzige. Auch mich überzeugt das Lied einfach nicht, obwohl viele Fans begeistert sind. Bei den Proben war es auch ein gemischter Eindruck für mich. Ob Belgien wieder auffahren kann und mit der 2. Probe überzeugt? Und gelingt ihnen wieder eine Top10-Platzierung? Ich glaube eher nicht.

 

5. Tschechien: Mikolas Josef – “Lie to Me”
Nun zu meinem ersten Highlight! Tschechien hat ja normalerweise so gar kein Glück: Das Land war bisher nur einmal im Finale. Das wird dieses Jahr anders: Mikolas Josef wird mit seinem poppigen “Lie to Me” locker ins Finale kommen und dort zu 100 % auch in den Top10 landen. Der Song ist lustig, frisch, geht ins Ohr, macht Spaß und ist einfach entertaining – was will man mehr? Die Bühnenshow soll außerdem so wie das Video werden, was ich wirklich toll finde, denn das ist jung und frisch – richtige Richtung also, liebe Nachbarn. Ich vergebe das erste Mal in diesem Jahr 12 Punkte und freue mich einfach wahnsinnig auf die Performance – was meint ihr?
Denise: “Vom ersten Moment an hatte ich gute Laune, was sich auch das ganze Lied durchgezogen hat. Für mich beide Daumen hoch.”


Karin & Lena: Teeniegefieder: ‘Der gewinnt!’ Ich: ‘Guter Rhythmus, cooler Typ, schon sehr gut…aber der Text…’ Meine Güte…na…Sex Sells, oder wie war das?


Lisa: “Wie funky ist denn diese ausgeflippte Trompete bitte? Ich finde die Hip-Hop-Elemente nicht so furchtbar ansprechend, aber insgesamt: spaßiger Mix! :-)”


Pierre: “Seine Frisur ist toll. Das Instrument ist toll. Das wars. Leider hat das für mich auch keine Qualität. 2 Punkte gibt es für das Kamel im Video. Und am Ende bekommt er von mir 4 von 10 Punkten. Bei der Melodie kann man zumindest eine Pobacke bewegen.”


– Ich bin total überrascht, dass Pierre so gar nicht begeistert ist. Und mindestens genauso überrascht, dass Lisa doch so begeistert ist. Ich glaube, dass das Stück besonders bei jungen Menschen gut ankommen wird und sich deshalb auch in den Top5 platzieren wird. 

 

6. Litauen: Ieva Zasimauskaitė – “When We’re Old”
Schnarch… was, ESC? Achso? Wer ist gerade dran? Litauen? Ach, da kann ich noch weiterschlafen…. nein, im Ernst: Ieva sieht wirklich zuckersüß aus und ihre Ausstrahlung ist auch wirklich Zucker, aber dieser Song… ich kann es gar nicht in Worte fassen, denn es ist viel zu langatmig und ruhig. Gut, man kann das noch mit einer passenden Bühnenshow aufwerten, aber im Finale so eine Nummer? Ich glaube einfach nicht dran. Dafür ist es zu ruhig und in sich gekehrt. Ich bin sehr gespannt, was meine Co-Juroren dazu sagen und ob es jemandem wirklich so richtig gut gefällt. Ich vergebe einen Punkt.
Denise: “Sehr emotional, aber an sich leider nicht mein Lied.”


Karin: “Ich mag diese Stimme…sanftmütig, warm, hach…langsamer Song, aber gut, ziemlich gut. Da ist sogar das Teeniegefieder berührt!”


Lisa: “Süß. Spricht mich aber nicht besonders an.”


Pierre: “Berührt mich nicht. Hier fehlt eindeutig der Ohrwurm. Mag zwar die Stille, aber es haut mich leider absolut nicht um. Gänsehaut bekomme ich auch keine. 3 von 10 Punkten.”


– Insgesamt kann man glaube ich sagen: Es ist ganz süß, aber berührt einfach noch nicht. Bei den Proben soll das anders gewesen sein, dort überzeugt der Track besonders auf dieser Ebene. Ich bin gespannt, halte aber, nur aufgrund der Studioversion, eine Qualifikation fürs Finale für ausgeschlossen.

 

7. Israel: Netta Barzilai – “Toy”
Und hier sind sie: Meine größten 12 Punkte im kompletten Wettbewerb! Israel schießt den Vogel (oder das Huhn) wirklich komplett ab und liefert einen lustigen und sehr eingängigen Pop-Track, der nicht mehr aus dem Ohr verschwinden möchte, wenn er einmal drin ist. Ich LIEBE LIEBE LIEBE diesen Song. Ich muss mitsingen, er steckt voller Charakter und hat auch noch eine Message: Netta schrieb den Song nämlich mit den Gedanken bei der #metoo-Kampagne. Weit hergeholt, aber wenn man mal hinhört, dann merkt man auch, welche Stellen gemeint sind. Ich finde es einfach toll, dass Netta mit einem Song an den Start geht, der zu 100 % sie selbst ist – wisst ihr was ich meine? Ja, man kann darüber diskutieren ob Hühnersounds wirklich auf die ESC-Bühne gehören, aber ganz ehrlich? Wenn gut gemacht, dann bitte! GO FOR GOLD ISRAEL!
Denise: “Hat von richtig fetzigen Stellen bis hin zu einem
langsamen Part alles vertreten. Top!”


Karin: “Mein einziger Gedanke dazu ist momentan, nein, bitte lass diesen Song nicht die Nummer eins werden. Ein singendes Huhn? Im Ernst? Nein!”


Lisa: “Ach, Israel! 😀 Ich feier die Frau und die Aussage ihres Songs tierisch! Musikalisch ist das aber eher nicht mein Ding. Nach drei Gin Tonic wäre ich wohl auf der Tanzfläche nicht mehr zu stoppen – vorher… Hmm.”


Pierre: “Sie hat Style, das Lied ist crazy, das Borg-Borg ist ein Ohrwurm – ich feiere das Lied und bin mir sicher, dass sie ganz weit nach vorne kommt. Ohrwurm-Qualität, hoher Crazy-Faktor – und im Lied gibt es Tempo. Sie kann singen, bisschen rappen – und strahlt etwas aus. 10 von 10 Punkten.”


– Okay, eine furchtbare Meinung und eine sehr gemischte – aber alle anderen feiern es total. Ich schließe mich Pierre an: Das wird ganz weit vorne landen und um den Sieg mitsingen. 100 %. Gut gemacht, Israel!

 

8. Weißrussland: ALEKSEEV – “Forever”
Nun zu einem Fanfavourite, der sich mir einfach überhaupt nicht erschließt. Warum mögen das Leute? Alekseev aus Weißrussland will mit “Forever” irgendwie berühren, aber auch unterhalten – beides gelingt ihm überhaupt nicht und trotzdem finden ihn viele ganz toll und total heiß… what?! Ich verstehe es wirklich gar nicht und weiß auch nicht, wie das als Fanfavourite funktioniert. Musikalisch konnte man sich nicht entscheiden, ob man jetzt eine Ballade möchte oder doch lieber was Tanzbares… von beidem gibt es allerdings besseres in diesem Jahrgang (bei Balladen denke ich da tatsächlich an Deutschland und bei Uptempo-Songs – siehe eins oben drüber ;-)). Ach ja: Und hört euch bloß nicht den Live-Auftritt an – furchtbar! Für dieses ganze Wirrwarr gibt es von mir einen Punkt – bitte nicht ins Finale, bitte!
Denise: “Überhaupt nicht mein Fall. Hat mir persönlich gar nicht gefallen.”


Karin & Lena: “Bei „Forever“ fehlt mir der Funke, der überspringt…keine Gänsehaut, wie bei anderen Balladen. Nichts! Sorry! Das Teeniegefieder ist der Meinung, Alekseev geht in der Vielzahl der grandiosen Lieder unter…”


Lisa: “Nein, einfach nein. Ich fühle mich so angejault.”


Pierre: “Das ist auf jeden Fall ganz okay. Schöne Stimme, höre einen kleinen Ohrwurm heraus – finde es aber auch etwas langweilig. Dennoch mag ich die Stimme. 4 von 10 Punkten.”


– Nein, das wird einfach nichts. Und Pierre: Der Sänger klingt live leider gar nicht schön. Aber überzeuge dich selbst 😀 Auch hier möchte ich mal wieder sagen: Das Finale dürfte man damit nicht erreichen.

 

9. Estland: Elina Netšajeva – “La Forza”
Here we go again… in den letzten Jahren ist es modern geworden, dass man mit klassischer Musik gepaart mit Popelementen zum ESC fährt. Viele feiern es, manche hassen es und ganz oft ist es sogar ziemlich erfolgreich. Und auch jetzt wieder: Elina ist unter den Fans Favoritin und in den Wettquoten befindet sich Estland seit deren Vorentscheid in den Top10. Ich finde dieses ganze Genremixing einfach nie so richtig gut und ich würde mir den Song jetzt auch nie wirklich privat anhören – wenn ich mir die Playlist vom ESC 2018 anhöre, skippe ich sogar den Track eher. Deshalb kann ich auch nicht wirklich viele Punkte vergeben… ich habe Respekt vor der gesanglichen Leistung, aber persönlich kann ich damit nichts anfangen. 4 Punkte.
Denise: “Die Dame mag für viele bestimmt eine gute Stimme haben, aber
ich musste mich zwingen das ganze Lied anzuhören.”


Karin & Lena: “Elina hat eine grandiose Stimme und schafft es weder das Teeniegefieder noch mich, damit zu berühren. Vielleicht liegt es an uns, gut möglich, aber nein…da tut sich nichts…”


Lisa: “Hat eigentlich jemals eine knödel-opern-Nummer gewonnen? Ich frage mich, warum das jedes Jahr jemand versucht. Ich kann damit nichts anfangen. Too much.”


Pierre: “Tolles Kleid, schöne Augen. Ich stehe total auf ihren Opern-Gesang. Das Lied wird keine Chance haben – ich find es aber wunderschön – und gebe deshalb 8 von 10 Punkten.”


– Krass, dass Pierre so begeistert ist, damit habe ich jetzt gar nicht gerechnet. Viele mögen es, viele hassen es. Ich bin da irgendwo dazwischen, so wie Karin. Aber ernsthaft eine Chance auf den Sieg? Wirklich? Ich kann mir das irgendwie nicht vorstellen.

 

10. Bulgarien: Equinox – “Bones”
Das 1. Halbfinale wird als das stärkere von beiden bezeichnet – deshalb schreibe ich auch ständig “das ist Fanfavourite”. Und zu dieser ellustren Runde zählt auch Bulgarien mit der Gruppe Equinox, die sich extra für den ESC zusammengesetzt hat, um für das Land den Pott nachhause zu holen. Ich finde ja, dass die Stimmen wirklich außergewöhnlich sind und zusammen liefern sie ein wirklich gutes Gesamtpaket ab. Der Song ist mir allerdings etwas zu düster und ruhig. “Bones” ist definitiv nicht schlecht, versteht mich nicht falsch, aber für mich auch irgendwie nicht besonders genug, um ein Gewinner zu sein. Bulgarien hat allerdings auch letztes Jahr mit einer düsteren Pop-Ballade überzeugt und den 2. Platz geholt. Ob das jetzt getoppt werden kann und das Land endlich mal gewinnen wird? Ich glaube nicht, allerdings werden die Juries diesen Song ganz weit nach oben pushen. Die TV-Zuschauer werden auch beeindruckt sein, weshalb ich an eine Top10-Platzierung glaube. Von mir gibt es allerdings “nur” 7 Punkte.
Denise: “Hat mich überzeugt. Texts und Melodie waren sehr angenehm und schön.”


Karin & Lena: “Auch wenn der Song nicht bis in unsere Knochen vordringt, so kratzt er zu mindestens an der Oberfläche. Da sind wir uns im Nestchen mal wieder einig!”


Lisa: “Ich mag die Mehrstimmigkeit dieses Songs, aber ingesamt finde ich ihn etwas… langweilig?”


Pierre: “Zu langsam, kein richtiger Ohrwurm. Leider nicht mein Fall. Müsste flotter sein – und die Stimmen stärker, damit es wirkt. Die Kirchenchor stimmen versauen das Lied. 2 von 10 Punkten.”


– Auch hier wieder ein sehr gemischter Eindruck, dabei ist Belgien Mitfavorit. Ich glaube irgendwie auch nicht, dass es so weit oben landen wird, wie viele gesagt haben. Allerdings habe ich das zu fast allen Songs aus Bulgarien gesagt (bis auf 2016). Mal sehen ob sich das Land mal wieder allen Erwartungen widersetzt.

 

11. Mazedonien: Eye Cue – “Lost and Found”
Mit diesem Lied ist es wirklich interessant: Ich habe es das erste Mal gehört und dann sofort weggeklickt – gar nicht meins! Aber dann habe ich es mir nochmal angehört und mittlerweile liebe ich den Song mit am meisten von den ganzen Songs (also, von “Toy” und “Lie to Me” mal abgesehen). Ich finde, der Titel klingt einfach nach Sommer, Ferne und Urlaub – und ja, auch nach 3 verschiedenen Songs, die zusammengeschnitten wurden. Aber genau das macht es doch besonders, oder etwa nicht? Ich würde es Mazedonien wirklich gönnen mit dem Finale, bin aber noch skeptisch, denn nach dem ersten Hören ist man noch nicht ganz so überzeugt. Dennoch höre ich ihn mir mittlerweile gerne an. Deshalb vergebe ich auch 10 Punkte – ein guter Grower muss ja auch jedes Jahr mal sein.
Denise: “Gefällt mir sehr gut. Könnte ich im Auto öfter hören.”


Karin & Lena: “Das Teeniegefieder findet es eintönig. Ich finde es stimmlich gut. Beim Rest bin ich mir noch nicht sicher…”


Lisa: “Ich mag sie nicht, ich mag den Song und den Text nicht, ich mag die ständigen Tempowechsel nicht – und können wir bitte über dieses Mantelkleid reden!? o.O”


Pierre: “Das hat was. Gutes Lied. Klingt wie eine Mischung aus 5 verschiedenen Liedern. Ich gebe 5 von 10 Punkten.”


– Haha, das Lied spaltet die Meinungen und Gemüter. Denise und ich lieben es, Lisa und Karin finden es dagegen nicht so gut. Und Pierre ist irgendwo dazwischen. Ich bin sehr gespannt wie es ausgehen wird. Bei den Proben konnte das Land noch nicht gänzlich überzeugen – eher im Gegenteil. Mal sehen ob es dabei bleibt.

 

12. Kroatien: Franka Batelić – “Crazy”
Hier war der Hype vor Release SO groß… und dann ist es auch schnell wieder vorbei gewesen. Denn der Teaser-Trailer des Videos war so vielversprechend und dann kam der Song und der war… richtig schwach. Dabei finde ich, dass die Strophen ganz vielversprechend sind, aber der Refrain ist einfach wirklich total nichtssagend. Ich habe mir den Song ein paar Mal angehört, leider ist mir aber absolut nichts hängen geblieben. Bereits nach dem ersten Mal war es dann auch schon wieder vorbei. Schlecht, wenn man bedenkt, dass es genau darauf ankommt: Beim ersten Mal direkt zu überzeugen, denn nur dann rufen die Leute an. Sollte die Bühnenshow genauso hochwertig sein wie das Video, könnte das ganz knapp das Finale erreichen, allerdings glaube ich nicht so richtig dran. Deshalb gibt es auch nur 3 Punkte.

Denise: “War ganz ok. Aber nichts besonders. Sehr eintönig.”


Karin: “Verrückt macht es mich nicht! Eindeutig nicht. Aber schlecht ist es auch nicht. Gute Musik also…”


Lisa: “Dafür, dass sie crazy goet, ist der Song ziemlich lahm, finde ich…”


Pierre: “AUA. 0 von 10 Punkten. WAS SOLL DAS SEIN? Ein Song für eine Kaffee-Werbung?”


– Lisa fasst es perfekt zusammen! Bei der Nummer erwartet man einfach was anderes! Allerdings soll Franka live überzeugen und aus der Nummer einen eleganten Soul-Song machen. Ich bin gespannt, bin aber noch nicht gänzlich überzeugt – ebenso wenig wie meine Mitjuroren.

13. Österreich: Cesár Simpson – “Nobody but You”
Auch Österreich macht seit ihrem Sieg 2014 vieles richtig: 2015 waren zwar 0 Punkte angesagt, aber dafür waren die Jahre 2016 und 2017 ganz vielversprechend – auch wenn es nicht für die Top10 gereicht hat. 2018 wollen unsere Nachbarn wieder gewinnen und schicken den Newcomer Cesár Simpson ins Rennen. Der Österreicher hat sich als Songwriter in Bulgarien etabliert und präsentiert seinen Gospel-Pop-RnB-Track “Nobody but You”, der sehr aktuell und modern klingt und einen treibenden Beat hat, der sich durch das gesamte Stück zieht. Cesár ist sehr selbstbewusst und meinte selbst, er würde für den Sieg singen. Ich persönlich finde ja den Track sehr vielversprechend, allerdings bleibt er bei mir nie hängen. Und das sollte er eigentlich, ist er doch als Radio-Track konzipiert. Dennoch könnte ich den Refrain bereits nach 5 Minuten nicht mehr mitsingen (zumindest, wenn ich mich nicht extra anstrenge, mir die Melodie zu merken). Deshalb gebe ich mal vorsichtig 7 Punkte – aber definitiv mit der Tendenz nach oben. Vielleicht ist ja die Bühnenshow etwas, an was ich mich erinnern kann.

Denise: “Ein Lied was mich trotz seiner Ruhe sehr gut gefallen hat. Ich mag seine Stimme.”


Karin & Lena: “Kurz und knapp. Ich finde besonders den Refrain sehr gut. Das Teeniegefieder rollt nur mit den Augen…”


Lisa: “Schon tausendmal gehört.  Nett, aber für mich langweilig und ohne Abwechslung.”


Pierre: “Langweilig. 1 von 10 Punkten. Warum schickt man sowas zum ESC?”


– Ich dachte ja, dass Österreich mehr überzeugen würde, denn ich empfinde den Song als wirklich gut. Nun ja, so ist das nunmal. Ich bin sehr gespannt, wie er dann letztendlich beim ESC abschneiden wird.

14. Griechenland: Gianna Terzi – “Oneiro Mou (Όνειρο Mου)”
Griechendland lieferte ja in diesem Jahr die griechische Tragödie: Erst sollte es einen Vorentscheid geben mit fünf Acts, die um das Recht nach Lissabon zu fahren, kämpfen sollten. Dann kam alles aber anders, denn die Plattenfirmen der fünf Acts sollten ebenfalls 20.000 € beisteuern, um den Vorentscheid sowie die Performance in Lissabon zu finanzieren. Nun, dies tat lediglich ein Label, weshalb Gianna Terzi ohne Vorentscheid als Repräsentantin Griechenlands auserwählt wurde – was für ein Drama, oder? Allerdings kann sich der Song wirklich hören lassen: “Oneiro Mou” erzählt die Geschichte eines Kampfes, um ein Land, welches es wert ist, dafür zu kämpfen. Es hört sich zwar sehr schwer an, ist aber top produziert und klingt einfach so ganz anders. Ich persönlich mag diesen griechischen Sound total und auch die Stimme der Sängerin fasziniert mich. Natürlich ist es kein Song, den ich mir ständig anhöre, aber ich bin mir sicher, dass man ihn gut auf die Bühne bringen kann. Es ist vielleicht kein Top10-Material, aber das Mittelfeld sollte auf jeden Fall drin sein. Deshalb gibt es von mir auch 7 Punkte und befürwortende Worte für Griechenland.

Denise: “Der Anfang hat mir schon zu lange gedauert und auch das Lied war mir zu ruhig.”


Karin: “Keine Ahnung, ob sich die Griechen mit diesem Song einen Gefallen tun. Ich rolle mit den Augen, wenn ich daran denke, dass von fünf griechischen Kandidaten vier disqualifiziert wurden. Ich mag das Lied leider nicht.”


Lisa: “Ich weiß, ich sage das jedes Mal, aber ich finde es großartig, wenn die Sänger in ihrer Muttersprache auftreten – und ich mag den starken Ausdruck dieses Songs, der endlich mal wieder ein bisschen Seele mitbringt. Sehr schön, mag ich!”


Pierre: “Griechenland hat so wunderschöne Lieder. Flotte, langsame. Griechenland ist ein Land – mit lauter temperamentvollen Menschen. Das ist aber so beindruckend wie meine Socke. Gar nicht. 2 von 10 Punkten.”


– Der Song spaltet halt einfach die Gemüter. Die Griechen feiern ihn, Europäer sind noch etwas verhalten. Auch ich kann nicht so ganz glauben, dass das in die Top10 kommt. Für mich ist das Finale wahrscheinlich (auch wenn ich bei einem Ausscheiden im Finale nicht überrascht wäre), dort allerdings sehe ich es im unteren Mittelfeld.

15. Finnland: Saara Aalto – “Monsters”
Here we go! Diese Künstlerin begleitet mich schon seit einigen Jahren, denn so richtig aufgefallen ist sie mir vor ein paar Jahren beim britischen X Factor. Dort trat Saara Aalto nämlich an und wurde glatt Zweite – obwohl sie ursprünglich aus Finnland stammt und in UK so gar keine Basis hatte. Umso erstaunlicher also, dass sie es so weit nach vorne geschafft hat. Nun tritt sie also für ihr Heimatland beim ESC an und liefert mit “Monsters” eine wahre Dancehall-Hymne ab. Ich persönlich feier das ja extrem und kriege den Song auch nicht mehr aus meinem Kopf heraus! Dabei ist die Live-Performance immer mal anders: Entweder Saara liefert total ab oder sie versauts ein wenig, weil sie zu viel will. Ich hoffe, sie bekommt das noch in den Griff, denn hier haben wir eigentlich einen sicheren Top10-Kandidaten – wenn die Live-Performance stimmt! Deshalb vergebe ich erstmal 10 Punkte, obwohl 12 eher angemessen wären.

Denise: “Das Lied musste ich zwei Mal anhören, sonst hätte ich ihm eine schlechtere Bewertung gegeben, da mich am Anfang ihr Stimme irgendwie gestört hat. Aber nach dem zweiten Anhören kam ich besser damit klar und an sich ein sehr solider Song.”


Karin & Lena: “Da herrscht wieder traute Einigkeit im Nestchen. Schon komisch, oder? Aber das Teeniegefieder mag das Lied, genauso wie ich das tue…”


Lisa: “Obwohl mich der Song nicht vom Stuhl pustet, kann ich wenigstens meine Füße nicht stillhalten. Sehr tanzbar. Nach dem Musikvideo bin ich allerdings SEHR gespannt, wie hier die Bühnenperformance ausfallen wird ^^”


Pierre: “Ich kenne Saara Aalto. Sie hat mal bei einer Castingshow mitgemacht. Fand sie dort total nice. Sie hätte eher mit einer Ballade hingehen müssen. Ihre Stimme ist so genial. In dem Lied leider hört man das Leider nicht heraus. Das Lied ist okay. Mag die Melodie. Damit wird sie aber nix reißen. 6 von 10 Punkten.”


– In Fankreisen war dieser Song ja sofort nach Release Favorit, deshalb bin ich etwas überrascht, dass er hier gar nicht so gut wegkommt. Ich mag ihn sehr gerne und hoffe, dass Saraa damit in die Top10 einziehen wird – verdient hätte sie es. Mal sehen, wie ihr Auftritt in Lissabon sein wird. Hoffen wir das Beste!

16. Armenien: Sewak Chanaghjan – “Qami (Քամի)”
Ich muss ja gestehen, dass ich total begeistert war, als Armenien seinen Beitrag wählte. Denn selten singt das Land auf Landessprache und noch seltener entscheidet es sich ganz bewusst dazu, einen Song, der auf Armenisch den Vorentscheid gewinnt, auch auf dieser Sprache zu belassen. Umso schöner also, dass Sewak mit seinem “Qami” tatsächlich nach Lissabon fliegt und dort das Land vertritt. Ich mag ja diese düstere Stimmung im Lied und ich finde es auch toll, wie sich der Song aufbaut, allerdings catcht er mich nicht ganz. Das ist ganz nett, aber irgendwie fehlt da noch etwas. Das Ende ist beeindruckend, aber da kommt es fast schon etwas zu spät. Ich denke, dass Armenien ins Finale kommt (allerdings wäre ich auch nicht überrascht wenn nicht) und dort irgendwo im unteren Mittelfeld oder im oberen Bottom-Bereich landet. Deshalb vergebe ich auch “nur” 5 Punkte.

Denise: “Schön, dass es in der eigenen Sprache gesunden wurde und nicht auf Englisch. Mir persönlich nur leider wieder zu langsam. Aber zum Anhören gut. Und ich musste mich nicht zwingen es bis zum Schluss zu hören.”


Karin: “Und schon herrscht wieder Uneinigkeit…so schnell kann es gehen. Ich mag das Lied sehr gern. Ausdrucksstark, gute Stimme…ich träume mich mit dem Wind davon…”


Lisa: “Das wird mein persönlicher ‘Ich geh dann mal neues Popcorn holen’-Song. Gähn.”


Pierre: “Warum klingt armenisch hier so sehr italienisch? Normalerweise hat Armenien oft tolle Lieder – aber das ist einfach schnarch. 2 von 10 Punkten.”


– Anscheinend gehen wir alle mit Lisa mit und holen Popcorn 😀 Sorry, Armenien, aber das dürfte eng werden!

17. Schweiz: ZiBBZ – “Stones”
Die liebe Schweiz tut mir wirklich leid! Seit 2014 gab’s kein Finale mehr für das Land, obwohl mir einzelne Songs wirklich gut gefallen haben (beispielsweise der 2015 oder 2017). Naja gut, nun versuchen es die Nachbarn also mit solidem Pop-Rock und zwei Zwillingen mit Live-Erfahrungen. Ich finde die Idee ja nicht schlecht, allerdings packt es mich einfach nicht wirklich. Das Stück wurde noch einmal überarbeitet und besonders seit diesem Revamp kann ich damit irgendwie nichts mehr anfangen. Ich mochte die Demo-Version mehr, weil sie irgendwie dezenter war und nicht ganz so laut. Das irritiert mich einfach und ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass die Schweiz damit ins Finale einzieht. Deshalb gibt’s von mir gut gemeinte, aber leider schlechte 3 Punkte.

Denise: “Ein sehr rockiges Lied was mir am Ende sogar Gänsehaut beschaffen hat. Einziges Manko der Anfang mit den langen Pausen ist störend.”


Karin & Lena: “Endlich ein Lied voller Energie! Oh, wieder Einigkeit im Nestchen. Vor allem weil die Message klar ist. Nein, wir werfen keine Steine! Wir verletzen niemanden!”


Lisa: “ENDLICH mal n bisschen Wumms! Schade, dass das Ganze trotzdem wieder so verpopt wird zwischendrin. Aber sympathisch.”


Pierre: “NEIN. UND NEIN. Es gibt so viele Lieder – und warum wird sowas zum ESC geschickt?! 1 von 10 Punkte.”


– Pierre ist total schockiert, alle anderen mögen es eigentlich ganz gerne. Ich weiß aber auch nicht, wie ich die Chancen der Schweiz einschätzen soll. Einerseits fände ich es toll, wenn es im Finale landet, einfach weil die Schweizer schon lange nicht mehr dort waren, aber auch, weil der Song dann doch anders klingt als alle anderen. Andererseits überzeugt der Track mich jetzt auch nicht zu 100 %. You know what I mean?

18. Irland: Ryan O’Shaughnessy – “Together”
In jedem Jahr gibt es ein Guilty Pleasure und dieses Jahr ist es (mal wieder) Irland. Bereits 2015 mochte ich das Land extrem, nur um es dann im Halbfinale ausscheiden zu sehen. Viele sagen Ryan O’Shaughnessy ebenfalls eine solche Zukunft voraus, dabei finde ich seinen Song wirklich zuckersüß! Es ist verletzlich, intim, geht ins Ohr und hat gleichzeitig diese Emotion, die mich sofort gekriegt hat. Außerdem ist das Video einfach wunderschön und hatte mich gleich auf seiner Seite. Ich hoffe wirklich, dass man das Konzept auf die Bühne in Lissabon überträgt und dann der Funken überspringt. Denn bis dato sieht es eher schlecht aus bei den Fans. Ich würde 12 Punkte vergeben, sehe aber auch die vielen negativen Stimmen. Deshalb vergebe ich mal “nur” 10 Punkte und hoffe auf ein Wunder!

Denise: “Wie schon bekannt: Ich mag keine langsamen Leider, aber dieses Lied ist wirklich unglaublich schön.”


Karin: “Eine Ballade…nicht mehr und nicht weniger…leider nicht unter meiner Top Ten.”Lisa: “Meh.”


Pierre: “Das ist süß. Süßes schwules Paar. Total goldig, wie die beiden im Video wirken. Finde das Lied süß. 5 von 10 Punkten.”


– Ach, Irland… bitte komm ins Finale 😀 Allerdings sehe ich die Chancen eher für nicht so gut. Alle finden es süß, aber reicht süß um ins Finale zu kommen und dort gut abzuschneiden? Ich glaube nicht und bin der Meinung, dass Irland im Halbfinale scheitern wird. Leider.

19. Zypern: Eleni Foureira – “Fuego”
Zum Ende dieser Show lassen wir es noch einmal richtig krachen! Zypern liefert mit Eleni Foureira einen wahren Party-Kracher, der allerdings die zyprische Identität nicht außer Acht lässt und das Land würdig präsentiert. Ich kriege den Refrain einfach nicht mehr aus dem Kopf und hoffe inständig, dass Eleni den Song auch wirklich gut performen kann, denn ihre Konkurrenz ist groß (Saara Aalto aus Finnland, Netta aus Israel,…). Nichtsdestotrotz mag ich “Fuego” total und möchte mir ein Finale ohne diesen Track wirklich nicht vorstellen! Das geht sogar so weit, dass der Track regelmäßig bei mir rauf und runter gespielt wird. Deshalb sind das auch ganz glatte 10 Punkte – ich freue mich auf die Performance!

Denise: “Ist ein Song was ich mir gut in einem Club vorstellen kann.
Mit persönlich hat vor allem die Musik gefallen.”


Karin & Lena: “Jetzt wird das Teeniegefieder frech: ‘Jennifer Lopez für Arme…’ So würde ich es jetzt nicht ausdrücken, aber ja, irgendwie bleibt da ein Fünkchen Wahrheit…Sorry…”


Lisa: “Irgendwie fehlt mit bei dem Song das… Feuer? ^^ Der Refrain ist nett, aber insgesamt ist mir viel zu wenig los für den Titel.”


Pierre: “Heißer Feger. Gutes Lied. Das groovt. Sagt mir total zu! Bin gespannt, wie es abschneidet! Ich gebe 8 von 10 Punkten.”


– Okay, manche sind sehr begeistert, andere eher weniger. Ich bin großer Fan und stimme Pierre zu: Heißer Feger. Und so viel möchte ich schon verraten: Die Proben sahen absolut heiß aus! Es bleibt spannend…

Das waren bereits alle Kandidaten vom ersten Halbfinale! Was sind eure Favoriten? Und welche Songs gehen gar nicht? Unsere Top10 gibt es dann am Sonntag – stay tuned!

Aber hier ist noch nicht Schluss: ESC-Fans wissen, dass es bereits 6 Finalisten gibt. Zum einen wären das die Big Five, also Italien, Spanien, Frankreich, UK und Deutschland, zum anderen ist das das Gastgeberland, in diesem Jahr also die Ukraine. Die ersten fünf Länder zahlen am meisten in den ESC-Topf und bringen das größte Publikum, weshalb sie automatisch im Finale sind, das Gastgeberland dagegen war im letzten Jahr so gut, dass es als Belohnung quasi direkt gesetzt ist. In den Halbfinals dürfen jeweils drei dieser Länder ebenfalls voten – für das 1. Semifinale sind das Portugal, Spanien und UK – und deren Repräsentanten sehen wir uns jetzt auch noch an.

Portugal: Cláudia Pascoal – “O Jardim”
Ich bin ehrlich: Beim ersten Hören war ich etwas enttäuscht, beim zweiten Hören fand ich’s dann ganz okay. Im Anschluss habe ich die Geschichte dahinter erfahren und jetzt finde ich es ganz süß. Der Song ist nämlich der Großmutter gewidmet und spricht über ihren Tod (wenn ich das richtig mitbekommen habe). Wenn man das weiß, wird es tatsächlich etwas emotionaler, aber die meisten Menschen sprechen eben kein Protugiesisch. Ich denke deshalb nicht, dass Portugal die Sensation aus dem letzten Jahr wiederholen kann, aber man weiß ja nie 😀 Für mich persönlich ist es aber zumindest okay. Deshalb gibt’s auch 5 Punkte.

Denise: “Die Stimme von ihr fand ich persönlich leider nicht so meins. Auch das
Lied an sich war mir zu eintönig.”


Karin: “Ein sehr schöner Text…und jetzt kommt das ganz große Aber…kein Gefühl, nein, bei mir kommt nichts an. Eintönig und für mich eindeutig auch eine zu dünne Stimme!”


Lisa: “Ich bin gespannt, ob sie dann im Finale alle Töne treffen. Der Versuch, mit einem minimalistischen Song in der Landessprache wieder anzuknüpfen, ist hier wohl gründlich schiefgelaufen. Autsch.”


Pierre: “1 Punkt für ihre pinken Haare. Das Lied wird erst hinten raus gut. Tolle Stimme. Wirkt aber erst später – und dann ist das Lied fast schon vorbei. 4 von 10 Punkten.”


– Alle sind nicht so begeistert – und genauso wird es dann auch im Finale enden. Ich glaube nicht, dass es der Titel unter die ersten 20 schaffen wird. Im Gegenteil. Ich glaube auch nicht, dass Portugal damit an ihren Erfolg aus dem letzten Jahr anknüpfen kann.

Spanien: Alfred & Amaia – “Tu canción”
Schmacht, schmacht, schmacht – es trieft ja quasi schon vor Emotionen und Schmalz. Die einen lieben es, die anderen hassen es. Ich bin da irgendwo dazwischen. Ich mag das Stück an sich ganz gerne, allerdings finde ich sie stärker als ihn und irgendwann gibt’s den Moment, wo ich es einfach viel zu viel finde. Dieser Track wird ja total gehypt und ich muss sagen, dass ich es nicht wirklich verstehe 😀 Viele sehen hier den letztjährigen Gewinnersong und denken, dass die TV-Zuschauer diesen Song sofort lieben werden. Ich sehe das irgendwie noch nicht, denn für viele dürfte es zu viel des Guten sein. Ich vergebe daher nur 4 Punkte und bin sehr gespannt, wie er unseren Juroren gefallen hat.

Denise: “Ihre Stimme hat mir mehr gefallen als die von ihm. Aber leider nicht mein Geschmack.
Zu langsam.”


Karin: “Ich bin verliebt…ja, wirklich! Diese zwei sind doch der Inbegriff von Liebe…oder etwa nicht? Hach…ich muss das gleich noch mal hören…bis später…”


Lisa: “Okay, das finde ich ganz niedlich, weil es so puristisch ist. Die beiden passen stimmlich wirklich schön zusammen. Erinnert mich ein bisschen an ‘Rewrite the Stars’ aus ‘The Greatest Showman'”


Pierre: “LANGWEILIG. Mehr kann ich dazu gar nicht sagen. Was soll das sein? 1 von 10 Punkte.”


– Viele hassen es, viele lieben es… das muss nichts schlechtes sein, denn letztendlich rufen nur die Leute an, die den Song voll und ganz lieben. Und das ist ja gut. Ich bin einfach nur kein Fan davon und Denise & Pierre sehen das ähnlich. 

Vereintes Königreich: SuRie – “Storms”
Wir hatten bei Irland vorhin doch das Guilty Pleasure-Thema, oder? Tja, ich greife es einfach mal wieder auf, weil es schon so lange her ist. SuRie präsentiert mit “Storms” den Standard-Pop-Song, der nicht mainstreamiger sein könnte. Böse Zungen behaupten, dass sie die britische Levina wäre und ihr Song quasi die Schwester von “Perfect Life” ist. Und ich muss sagen: Auch ich sehe die Parallele zur deutschen Repräsentantin 2017. Beide Sängerinnen haben eine gute Stimme, sehen gut aus, aber die Songs sind einfach viel zu 0815. Trotzdem gefallen sie mir und ich höre sie mir sehr gerne an. So auch bei “Storms”, denn irgendwas, das catcht, hat der Song definitiv. Allerdings wird das nichts am Finalabend, ich halte eine Platzierung unter den letzten sechs quasi als sicher – egal mit welchem Staging. Persönlich finde ich ihn aber toll, so zum nebenbei hören 😀 Deshalb vergebe ich 7 Punkte, auch wenn meine professionelle Meinung wohl eher ein bis drei Punkte vergeben würde.

 

Denise: “Der Text zu dem Song hat mich einfach berührt. Musste mir das
Lied gleich noch mal anhören. Und jetzt wünsche ich mir Geschwister xD”


Karin: “Nicht schlecht, aber für mich auch nicht der Knaller…”


Lisa: “Das hätte ein so schöner, erwachsener Song werden können. Warum?!”


Pierre: “Gefällt mir nicht. Komisches Lied. 1 von 10 Punkten. Mehr kann ich gar nicht sagen, schnell wegklicken.”


– Bis auf Denise ist irgendwie niemand so richtig angetan. Ich weiß ja, dass es nicht das Gelbe vom Ei ist, aber… Guilty Pleasure und so. Aber im Finale ist maximal hinteres Drittel drinnen.

Jetzt aber! Das war das erste Halbfinale und drei der sechs bereits feststehenden Finalisten. Lasst mich gerne wissen, welchen Act ihr besonders mögt und welcher für euch gar nicht geht! Wir sehen uns am Donnerstag zum #Kandidatencheck des zweiten Halbfinales.