Eurovision-#Update 2018 Nr. 1: Wenn die Hoffnung stirbt und die Aussichtslosigkeit ruft…

Eurovision-#Update 2018 Nr. 1: Wenn die Hoffnung stirbt und die Aussichtslosigkeit ruft…

Oktober 9, 2017 0 Von BenniCullen

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Lange war es still auf diesem Blog, was den Eurovision Song Contest ganging. Nachdem Levina in Kiew maue 21 Punkte und damit den vorletzten Platz holte, war zwar die Enttäuschung nicht ganz so groß, schließlich war man eine schlechte Platzierung aus den letzten Jahren gewohnt, allerdings verging mir dann auch die Lust großartig zu reflektieren oder nach alternativen Zugängen zum Contest im nächsten Jahr zu suchen. Zwar gab es einen abschließenden Bericht zum Eurovision Song Contest 2017, seitdem habe ich mich aber so gar nicht mit dem Ergebnis beschäftigt. Natürlich habe ich mir meine Gedanken gemacht, aber ein bisschen Abstand tat gut. Tja, und dann folgte der 1. September, also der Tag im Jahr, ab dem jeder neu veröffentlichte Song ein potenzieller Kandidat für den nächsten Eurovision Song Contest ist. Und da stellte ich mir die Frage: Wie weit der NDR wohl mit den Planungen für die nächste ESC-Saison ist?

© EBU


1. Presse-Reaktionen und der Weg bis hier hin
Was war der Aufschrei groß als Levina einen vorletzten Platz ergatterte: Manche Zeitungen taten schockiert, andere betonten, dass wir uns schließlich im Gegensatz zu den Vorjahren um einen Platz verbessert haben. Überall konnte man lesen, dass Deutschland beim Eurovision Song Contest wieder am Boden angelangt ist, nach den Skandalen rund um den Ausstieg von Andreas Kümmert 2015, den Rückzug von Xavier Naidoos Nominierung 2016 und dem unnötig-komplizierten Votingsystem 2017. Dem NDR schien einfach kein guter Weg zu gelingen, seit 2013 gab es fast jedes Jahr eine neue Art Show: Im Jahr nach der Zusammenarbeit mit ProSieben folgte ein traditioneller Vorentscheid mit drei Votingparteien: Das deutsche Publikum sowie eine Jury und eine Radioabstimmung entschieden sich für Cascada, die 2013 auf einem mageren 21. Platz landete. Daraufhin wurde die Jury als auch die Radioabstimmung stark kritisiert, der NDR reagierte und präsentierte in den Jahren 2014/2015 ein neues System: Wieder traten Künstler aus der deutschen Musikszene an, hinzu kamen unbekannte Sängerinnen und Sänger bzw. Bands über ein Wildcard-System. In der Show präsentierten zunächst acht Acts acht Songs, bevor die Zuschauer sich für ihre vier Favoriten entschieden. Diese performten einen zweiten Song und der Act und der Song mit den meisten Stimmen kamen ins Finale, bestehend aus zwei Künstlern, woraufhin das Publikum ihren Gewinner bestimmten. Nachdem in beiden Jahren das Ergebnis beim ESC desaströs endeten (Elaiza mit einem im Nachhinein gar nicht so miserablen 18. Platz und Ann-Sophie dann mit der 0-Punkte-Katastrophe), wollten die Verantwortlichen alles besser machen und Xavier Naidoo verpflichten, leider folgte eine Welle an negativen Reaktionen, weshalb der Sender die Nominierung zurückzog und in kurzer Zeit einen traditionellen Vorentscheid auf die Beine stellte, bei dem nur die Zuschauer den Gewinner bestimmten. Jamie-Lee zog mit “Ghost” nach Stockholm und Deutschland erhielt erneut eine Klatsche: 11 Punkte und damit wieder den letzten Platz. 2017 dann die “Rückkehr zu Castingshow”, die ja in der Vergangenheit so erfolgreich gelaufen ist: 2004 mit Max Mutzke, 2010 und 2011 mit Lena und 2012 mit Roman Lob. Satz mit X, war wohl nix, denn wir kennen das Ende. Was soll der NDR also nun wieder ändern? Mit was für einem Konzept soll man es diesmal versuchen? Und welche Vorschläge liefern diverse Plattformen im Internet? Darum soll es jetzt hier gehen.

 
1. “Nominiert doch Helene direkt”

Dieser Aufschrei kam in den letzten Jahren immer wieder: Helene Fischer, die wohl erfolgreichste deutsche Sängerin unserer Zeit dominiert in den letzten Jahren die Charts, einerseits mit ihrem Best of, andererseits mit ihrem Album “Farbenspiel” und dem daraus resultierenden Song “Atemlos durch die Nacht”. Erst in diesem Jahr folgte dann die Veröffentlichung ihres nach sich selbst benannten 8. Studioalbums und dem daraus ausgekoppelten Hits “Herzbeben”, weiterhin geht die Sängerin deutschlandweit auf Arena- und Stadion-Tournee. Eigentlich also die perfekten Voraussetzungen, um bei ESC mitzumachen, oder?
Falsch. Denn warum sollte sich eine Sängerin, die im Prinzip alles erreicht hat, auf einen Wettbewerb dieser Größenordnung einlassen? Warum sollte Helene Fischer riskieren, ihrer eigenen Karriere zu schaden, nur um für Deutschland singen zu dürfen? Was hätte sie davon? Und was hätte sie von einem Erfolg? Seien wir mal ehrlich: Einzig der Gewinn würde sie wahrscheinlich noch viel größer machen – wenn das überhaupt geht und das möchte ich schwer bezweifeln. Sollte sie dann nicht gewinnen und nur eine Top10-Platzierung erhalten, wäre der Aufschrei groß: “Unsere Helene gewinnt NICHT” – ich sehe die Headline der Bildzeitung förmlich vor mir. Nein, die Gefahr, das Risiko wäre zu groß. Es ist nunmal nicht wie in Schweden, wo die Teilnahme am ESC schon Ehre genug ist und das Ergebnis nicht wirklich relevant – davon mal abgesehen, dass die Schweden alles andere als Top10 schon gar nicht mehr kennen. Übrigens gilt das selbe für Vorschläge wie Andrea Berg, Rammstein, Die Toten Hosen oder sonstige große Acts der deutschen Musikindustrie. Warum sollten sie genau das riskieren? Besonders nach dem Umgang mit Xavier Naidoo im Jahr 2016.
Nein, solche Vorschläge sind nicht zielführend und werden auch bestimmt nicht im Jahr 2018 angewendet werden (es sei denn, einer dieser Größen hätte einfach Lust auf den ESC, weil er jahrelanger Fan der Veranstaltung ist – was ich aber gerade nicht wirklich sehen kann).

 

2. “Holt euch doch wieder Stefan Raab und schon läuft’s”

Ja, an sich kein schlechter Ansatz, da wäre nur ein Problem: Er hat sich aus dem Showgeschäft zurückgezogen. Sprich: Er möchte nichts mehr im Fernsehen machen. Und obwohl es jedes Jahr seit 2013 heißt: Stefan Raab ist an der Produktion des Vorentscheids involviert – nein, das stimmt nicht. Lediglich seine Firma produziert die Show. Das heißt nicht, dass Stefan Raab selbst in irgendeiner Weiße am Vorentscheid beteiligt ist. Er hat weder die Sängerinnen und Sänger bzw. Künstlerinnen und Künstler bzw. Bands ausgesucht, noch die Songs gehört, noch am Showkonzept gebastelt – gar nichts! Bitte nicht glauben und bitte auch nicht verbreiten. Denn wenn Stefan Raab involviert wäre, dann würde er auch sein Gesicht zeigen – da bin ich mir ziemlich sicher. Er wird’s allerdings nicht machen, denn was hat er vor ein paar Jahren gesagt? “Ich habe nun alles erreicht, was soll ich da noch machen?” – und ganz ehrlich: Recht hat er. Mit Lena konnte er das Ding gewinnen, war 2011 Moderator des Contests und hat eine großartige Show auf die Beine gestellt. Danach hat er, Edelmann wie er war, noch in der Jury gesessen und Roman Lob zum Sieg verholfen. Und seitdem hat er sich vom ESC und dann ja auch noch vom TV verabschiedet. Die Wahrscheinlichkeit, dass er zurückkommt ist damit gering bis gar nicht vorhanden und deshalb wohl auch nicht relevant für die Diskussion 2018.

 

3. “Macht doch einfach einen klassischen Vorentscheid mit bekannten Acts”

Okay, auch hier wieder: Nicht schlecht, allerdings wieder ein Problem: Hatten wir schon und niemand will’s! 2013 hatten wir bekannte Acts gepaart mit einigen Newcomern und auch 2014 und 2015 war der Vorentscheid ziemlich traditionell, abgesehen vom wirren Votingsystem. Wir hatten die verschiedensten Künstler, mal bekannter, mal weniger bekannt, mal größer, mal weniger groß – und zu was hat es geführt? Richtig, zu absolut gar nichts. 2016 hatten wir sogar einen Vorentscheid mit völlig 0815-Votingsystem und es hat uns nichts gebracht. Okay, der war natürlich auch last minute organisiert, dennoch waren beachtliche Künstlerinnen und Künstler dabei (Jamie-Lee, Axel Diel, Ella Endlich, …). Und selbst wenn man sich jetzt erneut für einen traditionellen Vorentscheid mit acht bis zwölf Künstlern entscheidet: Wer soll da noch mitmachen wollen? Wenn es eine Message aus den letzten ESC-Jahren aus deutscher Sicht gegeben hat, dann wohl, dass man alles vermeiden sollte, was einen nur irgendwie in die Nähe des Contests führt, man scheitert ja quasi sowieso. Egal ob man den Welterfolg bereits hinter sich hat (Cascada) oder kompletter Newcomer ist (Elaiza, Ann Sophie, Levina). Und seien wir mal ehrlich: Künstler der vergangenen Jahre haben nicht nur einmal erzählt, dass sie nur am Vorentscheid teilgenommen haben, weil es ihre Plattenfirma so gesagt hat. Warum also einen Vorentscheid auf die Beine stellen, der von Plattenfirmen nur als Werbeplattform gesehen wird? Das ist weder zielführend, noch erfolgsversprechend.

4. “Nehmt doch den Bundesvision Song Contest und macht daraus den Vorentscheid”

Auch diese Forderung lese ich ab und an in diversen Foren und ich muss ehrlich sagen, dass ich das für gar nicht mal so schlecht halte, allerdings hätten wir da wieder das selbe Problem: Welche Künstlerinnen und Künstler bzw. Bands sollten da mitmachen? Und wie entscheidet man, wer welches Bundesland bzw. Region vertritt? Hier wird oft gesagt, man solle lokale Radiosender heranziehen und ihnen die Verantwortung übertragen, allerdings bezweifle ich, dass wir dann unterschiedliche Stile und Genre erhalten, sondern lediglich alltäglichen Radiosound. Dann gäbe es natürlich noch die lokalen Sender der ARD, also BR, WDR, MDR, NDR, usw…. Aber ob die einen aktuellen, zeitgemäßen Vertreter auf die Beine stellen könnten, wage ich ja irgendwie zu bezweifeln. Ja gut, man kann natürlich bei jede Vorentscheidskonzept sagen: “Wer soll das schon machen?”, weshalb man erstmal nur das Konzept bewerten sollte und da fände ich einen Kampf zwischen den Bundesländern gar nicht so unspannend.

5. “Macht doch so eine Show wie bei Lena damals”

Okay, Castingshow hatten wir ja letztes Jahr, eben nur abgespeckt auf einen Abend. Problem beim Format von 2010 und 2012 ist, dass es eine Zusammenarbeit mit ProSieben war und es mehrere Shows gab. Das könnte und möchte der NDR nicht, weil er es einerseits wohl gar nicht finanzieren kann und andererseits der Erfolg, was die Quoten angeht, nicht so ist, wie bei einer Show an einem Abend. Dennoch empfinde ich selbst auch eine Castingshow als ziemlich guten Weg, einen Vorentscheid auf die Beine zu stellen, allerdings würde ich es anders machen als letztes Jahr. Ich würde nämlich zwei Shows produzieren. Eine, in der das Publikum über eine Sängerin bzw. einen Sänger entscheidet und eine andere, in der diese Sängerin bzw. dieser Sänger eine Vielzahl an Songs präsentiert, aus denen das Publikum dann auswählt, welcher uns beim Contest repräsentieren soll. So könnte man ähnlich unspektakuläre Songs wie “Perfect Life” oder “Wildfire” verhindern, da der/die Auserwählte Zeit hätte, einerseits eigene Songs zu schreiben und andererseits passende Tracks aus einem Pool aussuchen zu können. Die erste Show könnte ja bereits im Januar stattfinden, die zweite dann im März. Aber seien wir ehrlich: Ich bezweifle, dass der NDR erneut eine Castingshow produzieren wird – dafür waren die Kritiken zur letzten Sendung viel zu miserabel und die Quoten recht beschaulich.

2. Aber wie denn nun?
Tja, das ist die Frage aller Fragen. Ich gehe davon aus, dass wir einen traditionellen Vorentscheid erhalten. Denn ganz ehrlich: Welches sonstige Format bleibt nach den unterschiedlichen Herangehensweisen übrig? Eigentlich nur das klassische Format, das, zumindest was die Quoten angeht, in den letzten Jahren überzeugen konnte. Ja, die ESC-Ergebnisse waren nicht besser, aber zumindest national konnte die Sendung zumindest gut überzeugen. Hier würde ich mir aber wünschen, dass man mal was wagt. Beispielsweise den Bundesvision Song Contest-Ansatz heranzieht, um etwas Abwechslung reinzubringen, denn man hat wirklich so viel in den letzten Jahren versucht, warum nicht das auch noch? Gleichzeitig würde ich mir wünschen, dass man das im letzten Jahr eingeführte internationale Stimmungsbarometer beibehält, denn irgendwie fand ich das ein ziemlich cooles Feature. Auch der Ansatz, dass man schon beim Vorentscheid präsentiert, wie in etwa die Performance auf der ESC-Bühne aussehen könnte, empfinde ich als gute Idee und sollte nach 2016 wieder aufgegriffen werden.
Dazu muss man aber auch innovativ werden: Riskiert doch einfach mal was! Präsentiert keine 0815-Radio-Songs, so wie in den letzten Jahren. Zeigt Selbstbewusstsein und stellt im Vorentscheid Acts vor, die anders sind, gewagte Nummern präsentieren und den Rahmen sprengen. Denkt nicht in Erfolgen, nicht in Chartplatzierungen und auch nicht ans Abschneiden beim ESC. Habt SPAß, probiert euch aus und riskiert etwas!

Bildquelle
Think outside the box.

Insgesamt würde ich mir einfach wünschen, dass man ein Feuer bemerkt, eine Motivation des Senders, besser zu werden, international erfolgreich zu sein und ein Konzept zu entwickeln, dass nicht nur Spaß macht, sondern auch außergewöhnlich ist und eine Vielzahl an Musikstilen zulässt. Denn nur dann haben wir eine Chance, wieder an alte Erfolge anzuknüpfen.

3. Zurück zur Realität…
Was gibt es denn schon für Gerüchte rund um den Vorentscheid 2018? Welche Sänger haben sich eventuell sogar schon für den Vorentscheid ins Gespräch gebracht? Und was sagt der Verantwortliche Thomas Schreiber zur deutschen ESC-Zukunft? Ehrlich gesagt: Die Informationsdichte ist ziemlich mau, es findet sich nur sehr, sehr wenig in den Tiefen des Internets. Herr Schreiber soll wohl bereits nach Levinas desaströsen Ergebnis verkündet haben, es würde bereits an einem neuen Konzept gearbeitet werden. Er gab zu, dass es auch Gespräche mit Helene Fischer und deren Management gegeben haben soll, dass diese aber nicht erfolgreich waren. Des Weiteren schloss er aus, einen Direktkandidaten zu setzen und nur die Songs bestimmen zu lassen oder eine Zusammenarbeit mit “The Voice of Germany” oder “Deutschland sucht den Superstar”. Die Sieger seien in der Vergangenheit nicht wirklich erfolgreich gewesen und stünden nicht für Qualität. Gut, der deutsche Vorentscheid steht halt auch nicht immer für Qualität und Charterfolg, aber hey, whatever 😀
Lustig auch: Der Schlagersänger Tony Marshall hat verkündet, er würde Deutschland gerne repräsentieren – er stünde für gute deutschsprachige Chansons und würde versuchen, Qualität in die Veranstaltung zu bringen. Ehrenwert, was sein Engagement angeht, leider sehe ich da keine ernsthafte Perspektive drin. Gleichzeitig glaube ich auch nicht, dass der NDR in diese Richtung gehen wird.

Nein, all diese Ansatzpunkte geben kein ausreichendes Gesamtbild und lassen auch keine Tendenzen erahnen, in welche Richtung es gehen könnte. Lediglich Vermutungen lassen sich anstellen und die stimmen einen – nach den Ergebnissen der letzten Jahre – wirklich nicht positiv. Wir werden wohl noch einige Wochen bis Monate auf die Bekanntgabe von ersten Informationen warten, schön fände ich es aber, wenn die Verantwortlichen mal etwas riskieren würden und Newcomer präsentieren, die eigenes Material vorstellen, welches so noch nicht auf dem Musikmarkt existieren oder keine große Beachtung finden. Denn seien wir ehrlich: Mit dem Radiosound haben wir es die letzten Jahre probiert und sind damit gnadenlos gescheitert. Das sollte zumindest zu denken geben. Allerdings bleibt auch hier meine Hoffnung wieder ziemlich weit unten, denn der ARD-Programmdirektor hat in einem Interview verlauten lassen, dass er hoffe, Deutschland würde in den nächsten Jahren nicht gewinnen, schließlich würde die Ausrichtung des Contests immer teurer werden – wenn das mal keine großartige Einstellung für die nächste ESC-Saison ist. Wir Fans müssen uns wohl wieder warm anziehen.

Artikel von escxtra.com

P. S.: Auf Instagram werden unter dem Hashtag #wewantchange #unsersong2018 Vorentscheidsvorschläge gemacht – zusätzlich gibt es auch den Account “Unser Song 2018”, der dazu aufruft, mögliche Konzepte einzusenden, die dann dem NDR vorgeschlagen werden sollen. Wer also eine Idee hat, darf sich gerne dorthin wenden.

P. P. S.: Die Kollegen vom PRINZ Blog präsentieren außerdem in ihrer “Auf nach Lissabon”-Reihe ihre Ideen, welche Künstler zum ESC fahren und damit auch beim Vorentscheid teilnehmen sollten. Schaut dort gerne mal vorbei, einige Ideen würde ich befürworten (Maria Voskania, LAING, Sarah Connor, Alvaro Soler, Wincent Weiss).