Heliopolis von Stefanie Hasse

Heliopolis von Stefanie Hasse

Juli 23, 2018 0 Von BenniCullen

Titel: Heliopolis
Untertitel: Magie aus ewigem Sand
Band: 1 von 2
Autorin: Stefanie Hasse
Verlag: Loewe
Seiten: 464
Ausgabe: Hardcover
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 24. Juli 2018
ISBN-10: 3743200929
ISBN-13: 978-3743200920
Mehr Informationen auf der Verlagsseite oder auf Amazon!

Akasha ist die Prinzessin von Heliopolis. An ihrem 16. Geburtstag wird sie eine der acht magischen Gaben erhalten und mit Riaz vermählt werden. Doch Akasha bekommt nur das Leere Zeichen in den Nacken gebrannt. Keine Gabe! Keine Magie! Zu allem Überfluss droht nun eine Hochzeit mit dem arroganten Dante. Um den Makel auszumerzen, schickt ihr Vater sie in einer wichtigen Mission auf die Erde.

Dort soll die sechzehnjährige Hailey eine Ausstellung mit antiken Artefakten organisieren. Aber wieso versteht sie plötzlich sumerisch? Und warum kann sie Keilschrift lesen?
In ihrem spannenden Doppel-Drama um Akasha und Hailey entführt Stefanie Hasse ihre Leserinnen erneut in eine Welt voller Magie, in der nichts so ist, wie es zunächst scheint.

Magie aus ewigem Sand ist der erste Band eines rasanten Romantasy-Zweiteilers von Top-Bloggerin Stefanie Hasse.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt – ein herzliches Dankeschön dafür (:

Wer mich kennt, weiß, dass ich unglaublicher Fan von Stefanie Hasse bin. Seit “BookElements” und “Schicksalsbringer” begleitet sie mich regelmäßig durch meinen Lese- und Bloggeralltag und ich freue mich immer wahnsinnig darüber, wenn ich sie und ihrem Mann Kay auf den Buchmessen treffen und sprechen kann. Deshalb dürfte es niemanden überraschen, dass ich in dem Moment das Lesen angefangen habe, als ihr neues Werk “Heliopolis” hier bei mir angekommen ist. Ob Steffi mich mit ihrer neuen Geschichte ebenso begeistern konnte und warum ich fast einen Herzinfarkt bekommen habe, das erfahrt ihr jetzt!

Akasha könnte kein besseres Leben führen: Als Prinzessin hat sie ein Leben wie im Bilderbuch – in einem ägyptischen Bilderbuch, um genau zu sein. Außerdem weiß sie jetzt schon ganz genau, wie ihr Leben abläuft, denn sie wünscht sich nichts sehnlicher als mit Riaz zusammen sein zu können und durch ihre Magie, die sie an ihrem 16. Geburtstag erhält, Heliopolis beschützen zu können. Doch es kommt alles ganz anders: Akasha ist Trägerin des leeren Zeichens und wird damit geächtet. Um einem Leben in Schande zu entgehen, schickt sie ihr Vater allen Übels auch noch auf die Erde – dort lerenen wir Hailey kennen, die gerade eine ägyptische Ausstellung auf die Beine bringen soll. Doch warum kann sie plötzlich die Hieroglyphen lesen?

Die Geschichte klang einfach von Anfang an magisch und bereits auf den ersten Seiten konnte ich gar nicht mehr genug davon bekommen. Stefanie Hasse erschafft mit Heliopolis ihre ganz eigene Welt, mit eigenen Gesetzmäßigkeiten und Regeln. Anfangs war ich etwas überfordert, aber je mehr ich las, desto konkreter wurden meine Vorstellungen und desto mehr Interpretationsmöglichkeiten gab es. Als Kenner von Steffis Geschichten war mir sofort klar, dass diese Welt die bisher komplexeste ist, die sie jemals erschaffen hat. Komplex und gleichzeitig wahnsinnig gut. Allein die Einführung der verschiedenen Häuser mit all ihren unterschiedlichen Gaben, die Einflechtung der ägyptischen Mythologie sowie der Umschlag auf die Geschehnisse auf der Erde – all das wird wahnsinnig gut dargestellt und sehr glaubhaft und spannend erzählt. Allein deshalb ist es für mich der bisher überzeugendste Plot der Autorin!

Doch nicht nur das: Auch die Figuren könnten nicht besser dargestellt sein. Akasha wirkte auf mich im ersten Moment wie eine typische Prinzessin, was sie eventuell erstmal etwas oberflächlich wirken ließ, was sich aber sehr schnell verändert hat. Aufgrund der Ereignisse entwickelt sich die Figur nämlich unentwegt weiter und erhält somit eine Tiefe, mit der ich zu Beginn gar nicht gerechnet hätte. Ganz anders bei Hailey: Sie war mir von Anfang hat total sympathisch und war für mich eine typische Steffi-Protagonistin – jeder, der bereits ein Buch von Frau Hasse gelesen hat, wird wissen, was ich damit meine. Und auch die Nebenfiguren konnten überzeugen: Steffi hat wirklich sehr verschiedene Figuren erschaffen, die ihre ganz eigenen Persönlichkeiten und Macken haben und die deshalb auch so echt wirken. Sogar die angedeutete Dreiergeschichte (ich werde natürlich nicht verraten, wer da involviert ist :D) hat mich nicht gestört, obwohl diese Form der Beziehungsdarstellung ja durchaus schon etwas ausgelutscht ist. Ganz anders hier, Steffi schafft es tatsächlich eine gute Balance zu finden und auch diesen Aspekt der Geschichte so auszuarbeiten, dass er nicht störend wirkt und mich zum Augenrollen bringt.

Hinzu kommt die rasanten Entwicklungen, die wir in fast jedem Kapitel haben. Der Plot wird unentwegt weitergetrieben und ständig aufgebaut, bis es dann wirklich auf den allerletzten Seiten zu einem fulminanten Höhepunkt kommt. Ich war teilweise wirklich atemlos und habe bis spät nachts gelesen obwohl ich am nächsten Tag arbeiten musste. Allerdings konnte ich es einfach nicht aus den Händen legen und musste einfach wissen, wie es weitergeht. Besonders der große Turn in der Mitte hat mich fast zum Herzinfarkt gebracht, obwohl ich eigentlich damit gerechnet hatte – dass es dann aber wirklich so kam, überraschte mich doch, besonders mit dem Zeitpunkt, in dem es aufgelöst wurde, hatte ich nicht gerechnet, weshalb es umso spannender war. Wirklich unglaublig toll und ein weiterer Beweis, dass Stefanie Hasse zu den ganz Großen im Jugendbuch-Genre gehört.

Ein spannender Plot, ein komplexes Worldbuilding sowie Figuren, die lebhaft, verrückt, einzigartig und echt sind – was will man eigentlich im Jugendbuchgenre noch mehr? “Heliopolis” konnte mich von Anfang bis Ende komplett überzeugen und ist für mich die plotstärkste Geschichte, die Steffi jemals geschrieben hat. Okay, ich mochte Phoenix aus der Schicksalsdilogie als Bookboyfriend dann doch mehr, aber man verschenkt eben sein Buchherz nur einmal – da können die Jungs aus “Heliopolis” wenig für 😀 Für mich ein absolutes Muss für alle Fans sehr, sehr guter Fantasy-Geschichten und ein absolutes Muss für all jene, die tatsächlich noch keine Geschichte von Stefanie Hasse gelesen haben – wo ward ihr bis jetzt und was macht ihr falsch? Auf, auf, besorgt euch dieses Buch und fangt an… ihr werdet nicht aufhören können! Von mir gibt’s deshalb volle 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung!

P. S.: Ja, ich empfehle euch, als erste “Heliopolis”, wenn ihr auf einen spannenden Plot steht. Danach könnt ihr frei wählen, ich wäre ja für “Schicksalsbringer”, denn da schlägt das Bookboyfriend-Herz einfach höher. Und wer etwas “House of Night”-Revival haben möchte, der liest einfach mal “BookElements” – ihr werdet es verschlingen!