Iron Flowers – Die Kriegerinnen von Tracy Banghart

Iron Flowers – Die Kriegerinnen von Tracy Banghart

Februar 27, 2019 0 Von BenniCullen

Titel: Iron Flowers
Untertitel: Die Kriegerinnen
Band 2 von 2
Verlag: Fischer Sauerländer
Seiten: 400
Ausgabe: Hardcover
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 23. Januar 2019
ISBN-10: 3737355622
ISBN-13: 978-3737355629
Mehr Informationen gibt’s auf Amazon oder auf der Verlagsseite!

Sie haben alles verloren.
Doch sie kämpfen weiter.
Denn das Schicksal aller Frauen und Mädchen liegt allein in ihrer Hand.
Die Schwestern Serina und Nomi sind Gefangene: Nomi in der Gewalt eines brutalen Regenten, der alle Frauen unterdrückt. Serina auf einer Gefängnisinsel, auf die sie verschleppt wurde. Um in dem brutalen Regime zu überleben, bleibt den Schwestern nur eins: erbittert zu kämpfen – gegen die Unterdrückung und für ihre Liebe. Mit allen Mitteln und jede auf ihre Weise.
Atemberaubende Spannung, mitreißende Gefühle und der Kampf gegen Unterdrückung: der zweite und abschließende Band der fulminanten Serie!

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt – ein herzliches Dankeschön dafür (:

Im letzten Jahr hat mich der erste Band der Dilogie absolut begeistert, sodass ich den finalen Band natürlich sofort lesen musste. Als dieser hier dann ankam, tat ich genau das: Lesen. Und war wieder im Sog der Geschichte gefangen. Das knappe Jahr warten sollte sich bezahlt machen – warum ich dennoch Kritik habe, das erfahrt ihr jetzt.

Der zweite Teil schließt nahtlos an den ersten Band an: Wir erfahren mehr über Nomis Leben nach dem als Grace und auch Serina treffen wir wieder – schneller als zunächst gedacht. Überhaupt haben mich die Entwicklungen der Geschichte überrascht. Denn was in meinem Kopf viel länger hätte dauern müssen, war sehr schnell da und führte dazu, dass mich die Autorin wirklich komplett überraschen konnte. Und das tat sie dann auch mit einem Plot, der nicht nur wichtige Themen ansprach, sondern auch noch spannend daherkam.

Denn anders als andere Bücher, die sehr plakativ damit werben, sie seien feministisch, tut Iron Flowers genau das Gegenteil. Alles wirkt so wie eine moderne Dystopie, wie wir sie schon seit Jahren kennen. Doch im Inneren wartet eben nicht nur eine wahnsinnig tolle Geschichte, sondern auch (feministische) Themen, die zum Nachdenken anregen – entweder durch Gedanken der Figuren oder aber durch Ereignisse, die schockieren oder wachrütteln. Und genau dieses subtile Thematisieren empfinde ich als ganz, ganz große Stärke des Buches. Wir bekommen hier keine Sichtweisen aufgepresst, wir erhalten keinen pädagogishen Zeigefinger, sondern wir erleben die Geschichte und dürfen uns selbst Gedanken machen.

Schlussendlich mochte ich den zweiten Band wirklich gerne, lediglich Kleinigkeiten haben mich gestört: So hatte ich ab und an das Gefühl, die Autorin würde ein paar Dinge nur deshalb beschreiben, damit sie auf eine gewisse Seitenanzahl kommt. Da werden Gedanken wiederholt, unnötig Konflikte aufgebauscht oder auch auf Nichtigkeiten eingegangen, die für mich einfach lang waren. Das war beim ersten Teil gar nicht der Fall, beim zweiten schon etwas mehr. Das aber als einzigen Kritikpunkt an einer Dilogie, die mich absolut begeistert.

Insgesamt bin ich wirklich sehr angetan: Zwei Protagonisten, die eine glaubhafte und dennoch radikale Entwicklung durchleben, eine Geschichte, die nicht nur spannend, sondern auch lehrreich ist und ein Schreibstil, der zwar ab und an durch Längen nervt, der aber besonders eins kann: Rasante Entwicklungen beschreiben. Das hat mir gefallen, auch wenn der zweite Band vielleicht nicht ganz so stark war wie der erste – aber das nur am Rand. Von mir gibt’s 4, 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für diese dystopische Dilogie!