Leben rückwärts lieben von Claudia Pietschmann #live (inkl. Gewinnspiel)

Leben rückwärts lieben von Claudia Pietschmann #live (inkl. Gewinnspiel)

Oktober 2, 2018 3 Von BenniCullen

Herzlich Willkommen zu diesem #Live-Leseeindruck!

Letzte Woche gab es auf Facebook ja eine Aktion zu “Leben rückwärts lieben” von Claudia Pietschmann aus dem Arena Verlag und in dieser Woche wollen wir euch nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich auf die Geschichte einstimmen. Deshalb gibt es unterschiedliche Beiträge von Anna von Fuchsias Weltenecho, Benny von Bücherfarben und mir. Wir würden uns natürlich freuen, wenn ihr da vorbei schaut und euch auch inhaltlich mit dem Buch auseinandersetzt. Benny hat euch gestern ja von seinen Erwartungen erzählt und Anna wird morgen sehr tiefgründige Gedanken zum bewussten Lesen äußern – tja, und bei mir könnt ihr Eindrücke zur Geschichte selbst erhalten. Gut oder gut? Zum ersten Mal seit langer Zeit wird es nämlich wieder einen #LIVE-Leseeindruck geben, bei dem ich euch auf meine Reise durch “Leben rückwärts lieben” mitnehme und euch davon erzähle, was mir so durch den Kopf geht während ich es lese. Los geht’s also – ich freue mich schon sehr und bin total gespannt was ihr sagt!

Zunächst kommen wir aber mal zur Autorin: Claudia Pietschmann veröffentlicht seit 2016 jährlich ein Jugendbuch bei Arena und scheint damit immer mehr Leser anzusprechen. Letztes Jahr begeisterte sie mich persönlich mit “Cloud”, ein Buch das sehr realistisch die Gefahren des Worldwide Web darstellte, ohne Sündenböcke herzuziehen, viele andere dagegen mit “GoodDreams”, welches es mittlerweile auch in neuem Gewand als Taschenbuch gibt. “Leben rückwärts lieben” ist somit ihr dritter Roman im Verlag und schlägt – nicht nur was das Cover betrifft – wie eine Bombe ein. Um was es in dieser Bombe geht, das erfahrt ihr hier:

Nina erwacht aus dem Koma. Sie hatte einen Unfall, daran erinnert sie sich ganz genau – doch ihre Eltern und ihre Freunde widersprechen. Nichts von dem, was sie erzählt, sei wahr. Aber Nina hat Bilder im Kopf, Bilder von einer Bergtour, einem Haus und einem Jungen, in den sie verliebt ist. Keiner ihrer Freunde weiß, wovon sie spricht. Da steht der Junge plötzlich vor ihr: Arthur. Er kennt Nina nicht, doch all die Erlebnisse in ihrem Kopf treten nun genauso ein, wie sie sich erinnert. Nina kann sich dem gefährlichen Sog von Arthur und den Bildern nicht entziehen … und muss den Unfall verhindern, der ihr in der Erinnerung bereits zugestoßen ist.

Klingt ziemlich spannend, oder? Und nicht nur spannend, sondern wirklich mysteriös. Denn was ist mit Nina passiert? Und wem kann man glauben? Ist Nina einfach nur traumatisiert? Oder steckt da mehr dahinter? Fragen über Fragen, die man sich stellt, wenn man den Klappentext liest und die man so schnell wie möglich beantwortet haben möchte, oder? Ich werde versuchen auf die Fragen Antworten zu finden und bin sehr gespannt, wo mich die Geschichte hinführen wird.

Dieser Beitrag ist SPOILERFREI!
Ich werde die Handlung der ersten Seiten nur kurz wiedergeben, ihr braucht also keine Angst haben, dass ich euch zu viel verrate (:
Das Buch wurde mir vom Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt – ein herzliches Dankeschön dafür (:

Etappe 1: S. 5 bis 59

Wir lernen zu Beginn Nina kennen, die nach einem schweren Wanderunfall im Krankenhaus liegt und erst wieder das Laufen lernen muss. Dabei hat sie in der Nacht immer wieder den selben Traum: Ein Junge ist über ihr, den sie nicht näher erkennt, und bei dem sie nicht weiß, ob er ihr helfen oder schaden möchte. Sie träumt davon, wie sie einen steilen Hang hochwandert und dabei ausrutscht und in den Tod stürzt. Doch laut ihrer Eltern war da kein Junge, sondern lediglich Nina selbst und ihre Eltern. Nina weiß nicht, was sie glauben soll und warum sie der Gedanke an den Jungen nicht mehr loslässt. Gleichzeitig passieren aber auch im Krankenhaus einige Dinge: Zum einen bekommt Nina eine neue Zimmernachbarin, mit der sie sich sofort versteht, zum anderen freundet sie sich mit einer Krankenschwester an, die ihr dazu rät, ein inneres Haus aufzubauen, um sich besser erinnern zu können. Nina fängt an, ihre Villa im Kopf herzurichten und so zu organisieren, dass sie endlich wieder Ordnung in ihren Kopf bekommt – ob ihr das gelingen wird?
Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten in die Geschichte zu kommen, irgendwie passierte mir zu wenig und auch der Schreibstil war zunächst etwas holprig. Doch sobald das innere Haus beschrieben wurde, war ich total fasziniert von der Idee und dem Innenleben von Nina. Seitdem lese ich es wirklich einfach nur runter und kann gar nicht mehr aufhören – kennt ihr das? Dabei interessiert mich natürlich immer noch das Mysterium um den geheimnisvollen Jungen total (irgendwie ist mir das nicht ganz so Geheuer), gleichzeitig erhoffe ich mir aber auch, dass Nina etwas greifbarer und emotionaler wird. Gut umgesetzt finde ich dagegen, dass Nina so technikverliebt ist – irgendwie erinnert mich das total an “Cloud”. Diese Referenz passt total und verbindet die beiden sonst gar nicht zusammenhängenden Geschichten auf eine sehr subtile Weise – Pluspunkte also für diesen schönen Stil! Ansonsten ist bisher aber nicht wirklich viel passiert, weshalb ich jetzt sofort weiterlesen muss und im Anschluss wieder berichte.

Etappe 2: S. 59 bis 105

Mein positiver Eindruck bleibt bestehen: Wir versinken immer mehr in die innere Villa und erhalten immer mehr Einblicke in die Psyche der Protagonistin. Zwar könnte in der realen Welt mehr passieren, dies wird aber gut aufgefangen, in dem man sich Gedanken über die Eltern macht. Denn warum reagieren sie immer mit der gleichen Antwort auf die Fragen und warum scheinen sie so schnell wie möglich wieder aus Ninas Zimmer verschwinden zu wollen? Ich persönlich fühle total mit und erlebe die Ereignisse wirklich hautnah mit – hier fühle ich mich erneut an “Cloud” erinnert, denn diese starke Bindung zur Protagonistin hatte ich da auch. Das liegt wohl besonders an dem Stil von Claudia Pietschmann, dafür also erneut ein großes Kompliment.
Ansonsten sind die Umstände immer noch sehr merkwürdig und die Geschehnisse scheinen irgendwie nicht so richtig zusammenzupassen – wer “Thalamus” von Ursula Poznanski gelesen hat, der wird wissen, wie das gemeint ist, denn auch da gab es diese Momente in der ersten Hälfte des Buches, wo man sich ständig gefragt hat: Wie gehört das alles zusammen?. Genau diese Frage stelle ich mir gemeinsam mit Nina die ganze Zeit, einzier Unterschied zum Pozanski: “Leben rückwärts lieben” ist viel emotionaler, einfach aufgrund der Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird. Wer darauf also steht, der sollte definitiv mal einen Blick wagen.
Mittlerweile habe ich mich übrigens total an den Schreibstil gewohnt und finde ihn sogar total flüssig – entweder es liegt an mir oder aber dieser ruckelige Start war so gewollt, damit man sich besser mit Ninas Situation identifizieren kann… who knows. Nichtsdestotrotz genieße ich auf jeden Fall momentan jede einzelne Seite und freue mich schon auf die nächste Etappe!

Etappe 3: S. 106 bis 202

Es gab einen Szenenwechsel und jede Menge Veränderungen, die mal mehr, mal weniger überraschend waren. Ich fand die Einführung einer Figur sehr überzeugend dargestellt – hier hat man wirklich eine tolle Balance gefunden, nicht zu viel, aber eben auch nicht zu wenig zu verraten. Ansonsten ist die Geschichte ganz nett, reißt mich aber nicht völlig vom Hocker. Für mich ist da noch viel zu viel Fokus auf die Liebesbeziehung. Versteht mich nicht falsch, bei einem Titel wie “Leben rückwärts lieben” sollte klar sein, dass Liebe eine große Rolle spielt. Allerdings würde ich mir etwas mehr Fokus auf den Umstand wünschen, dass Nina gerade tatsächlich alles rückwärts erlebt und davon eigentlich völlig fertig sein müsste – es aber irgendwie nicht wirklich ist. Das verwirrt mich selbst etwas, denn an ihrer Stelle wäre ich schon längst ausgeflippt. Nun gut, kann ja nicht jeder so sein wie ich, dennoch hätte ich mir hier eine andere Betonung gewünscht.
Der Schreibstil von Claudia Pietschmann ist sehr flüssig und schnell zu lesen, für ich gibt es etwas zu viele Umschreibungen, aber das ist dem Genre geschuldet und keineswegs Schuld der Autorin. Ich finde dennoch, dass die Autorin einen guten Mix aus gefühlvollen Beschreibungen und spannendem Elementen gewählt hat, die die Geschichte vorantreiben, aber eben auch schön ausschmücken. Für mich bisher ein absolut großartiges Buch für Mädchen ab 12 Jahren, die eine Geschichte in der realen Welt lesen wollen und auf Mystery-Anteile stehen – für mich persönlich ist das Buch auch ganz gut, überzeugt mich aber, wie bereits gesagt, nicht völlig.

Etappe 4: S. 203 bis 304

Oh mein Gott, ich hatte in diesem Abschnitt wirklich total Herzbubbern und hab nochmal eine viel intensivere Bindung zu Nina und… ja, wem auch immer erhalten 😀 Dieser Leseabschnitt hat mir besser gefallen als der vorherige, wahrscheinlich, weil etwas Bewegung in die Story kam und man wirklich was erlebt hat! Wer jetzt gerade live mitliest, weiß außerdem, dass die Stelle total doof gewählt ist, denn gerade ist was so großes passiert, dass ich am liebsten sofort weiterlesen wollen würde – zuvor wollte ich aber nochmal updaten. Am Anfang konnte mich die Geschichte ja mit der Idee und Nina als Protagonistin überzeugen, gegen Mitte des Romans hatte ich dann das Gefühl, dass man etwas zaghaft ist und Entwicklungen künstlich in die Länge zieht. Gerade habe ich das Gefühl, dass jetzt wieder alles zusammenkommt und kann irgendwo verstehen, warum gewisse Dinge so langsam erzählt worden sind. Vielleicht hätte man hier dennoch etwas kürzen können, aber insgesamt gefällt mir einfach der Aufbau sehr gut, weil er zwar etwas braucht, aber dann richtig loslegt.
Positiv finde ich außerdem auch, dass man wirklich bis auf die letzte Seite anscheinend nicht weiß, in welche Richtung es gehen wird. Ja, ich habe eine Vermutung wie das ganze eventuell entstanden ist, aber schlussendlich könnte ich auch total danebenliegen. Der Spannungsbogen war also grundsätzlich immer vorhanden (trotz Längen in der Geschichte), was ich bei Jugendbüchern für besonders wichtig erachte. Gleichzeitig berührt Nina mit ihrem Schicksal sehr, was ihr eine breite Identifikationsplattform gibt, was ich besonders für Mädchen für sehr gelungen halte. Jetzt bin ich wirklich gespannt, wie alles zu einem Ende gebracht wird und ob ich mit meiner Idee irgendwie recht behalten werde.

 

 

Etappe 5: S. 304 bis Ende

WOW! WOW! WOW! Dieser Schluss, ich komm einfach nicht klar. Nein, mit dieser Wendung habe ich nicht gerechnet – im Gegenteil! Das hat für mich tatsächlich nochmal die ganze Geschichte in ein anderes Licht geworfen. Kennt ihr das? Wenn ihr erst am Ende so richtig wertschätzen könnt, was der Autorin oder dem Autoren da gelungen ist? Genauso geht es mir gerade. Großen Respekt an Claudia Pietschmann, die sich mit diesem Werk wirklich selbst übertroffen hat und verdient so viel Lob dafür einheimst! Für mich ein Buch, das besonders für Mädchen ab 12 Jahren geeignet ist, denn es bietet alles, was diese Gruppe möchte: Liebe, Abenteuer, rätselhafte Umstände und eine Protagonistin, die stark und gleichzeitig emotional ist – was will man eigentlich mehr? Danke an den Arena Verlag für das Zusenden, diese Geschichte hat es mir wirklich angetan! Und danke auch an Anna von Fuchsias Weltenecho und Benny von Bücherfarben für die tolle Zusammenarbeit – ihr rockt, girls & boys! Zum Schluss ein rießiges Dankeschön an euch für die Unterstützung und den Support bisher auf Facebook und Instagram. Es ist immer wieder schön, wenn eine Aktion gut ankommt – hoffentlich tut es diese Blogtour auch (:

HIER geht’s zu Bennys Beitrag über seine Erwartungen an das Buch!

Gewinnspiel:

Natürlich gibt es zu dieser Tour auch ein Gewinnspiel – dafür müsst ihr nur die Fragen bei Anna von Fuchsias Weltenecho, Benny von Bücherfarben und mir beantworten und schon habt ihr die Chance auf 1 von insgesamt 3 Büchern. Was ihr dafür tun müsst? Beantwortet mir einfach folgende Frage:

Für welche Altersgruppe empfehle ich “Leben rückwärts lieben” besonders?

Teilnahmebedingungen:
Das Gewinnspiel endet am 5. Oktober um 23:59 Uhr. Der Gewinner erklärt sich damit einverstanden, dass sein Name hier veröffentlicht wird. Diese Gewinner werden im Anschluss an die Auslosung angeschrieben und müssen dann ihre Adresse an einen Blogger weitergeben, der sie nur an den Arena Verlag weitergibt. Facebook, Instagram oder WordPress haben nichts mit diesem Gewinnspiel zu tun.  Ein Teilnehmer kann maximal einen Preis gewinnen, sodass es am Ende drei Gewinner gibt. Das Gewinnspiel wurde durch den Verlag selbst unterstützt. Versendet wird nur nach Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Rechtsweg sowie eine Barauszahlung sind ausgeschlossen.
In Kooperation mit dem Arena Verlag.