Leseeindruck: Heartless – Der Kuss der Diebin von Sara Wolf

Leseeindruck: Heartless – Der Kuss der Diebin von Sara Wolf

März 1, 2019 1 Von BenniCullen

Herzlich Willkommen zu diesem Beitrag (:

Ich dachte mir, ich schreibe mal meine Gedanken zu einem Buch auf, das ich erst kürzlich beendet habe. Während des Lesens habe ich immer wieder ein paar Gedanken aufgeschrieben und diese nun in einem Leseeindruck verpackt – zwar nicht live, aber dafür wirklich sehr nah an meinem Eindruck dran. Ganz viel Spaß mit meinen Gedanken, den hätte ich mir beim Lesen auch ab und an gewünscht.

Diesmal geht es um Heartless: Der Kuss der Diebin von Sara Wolf aus dem Ravensburger Verlag. Das Buch wurde mir vom Verlag als Aktionsexemplar zur Verfügung gestellt – ein herzliches Dankeschön dafür. Ich war wirklich sehr angefixt vom Cover sowie vom Klappentext, weshalb ich euch beides präsentieren möchte.

SIE MUSS DAS HERZ DES PRINZEN STEHLEN.
IM WAHRSTEN SINNE DES WORTES.

Zera ist mutig, stark und schön – und eine Gefangene, denn ihr Herz ist in der Gewalt einer Hexe. Wenn Zera ihre Freiheit zurückwill, muss sie einen unmöglichen Auftrag ausführen: das Herz des Kronprinzen Lucien stehlen. Um nah genug an den Prinzen heranzukommen, tarnt Zera sich als adelige Heiratskandidatin und nimmt an der Brautwahl im Königspalast teil. Der ebenso unverschämte wie attraktive Prinz Lucien hat bisher noch jede Bewerberin um seine Hand abgelehnt, aber gegen seinen Willen fasziniert ihn die selbstbewusste Zera. Als sich zwischen dem Prinzen und der Attentäterin ein knisterndes Katz-und-Maus-Spiel entspinnt, muss Zera sich fragen, ob ihre Gefühle für Lucien wirklich nur gespielt sind – oder ob sie gerade dabei ist, sich in ihr Opfer zu verlieben.

Klingt gut, oder? Finde ich auch, weshalb ich auch sehr gespannt bin, was mich erwartet – los geht’s also mit diesem Beitrag – ich freue mich schon!

Dieser Beitrag ist

SPOILERFREI!

Ich werde die Handlung der ersten Seiten nur kurz wiedergeben, ihr braucht also keine Angst haben, dass ich euch zu viel verrate (:

Erster Abschnitt: S. 7 bis 182

Mein erster Eindruck war durchaus positiv. Mir gefiel die Welt, in der wir uns bewegen: Ein dunkler Wald mit ganz vielen gruseligen Tieren, Hexen und Herzlosen, die Fleisch fressen und alles und jeden am liebsten auf der Stelle umbringen möchten – eigentlich das perfekte Setting für Bücher rund um Halloween. Doch auch im Februar konnte ich mit dieser Atmosphäre sehr ausgiebig genießen. Hinzu kam eine Protagonistin, die sich nicht anbiedert oder gefallen möchte – im Gegenteil: Zera ist eigen, wütend und voller Persönlichkeit. Das beeindruckt und macht anfangs wirklich Spaß. Einziger Kritikpunkt bis dato: Der Schreibstil. Ich weiß, wir bewegen uns im Jugendbuchgenre, aber muss man denn wirklich alles beschreiben, um schreiben, erklären, verzieren, ausführen und darstellen? Ich finde nicht, besonders nicht, wenn man eine Story hat, die eigentlich von alleine läuft und auf solche Ausführungen gar nicht zurückgreifen müsste. Hier hätte ich mir mehr Mut gewünscht, die Geschichte weiter voranzutreiben als sich unnötig in Ausführungen zu verlieren. Nun gut, bis dahin war ich wirklich begeistert und wollte mehr.

Zweiter Abschnitt: S. 183 bis 303

Man sollte ja meinen, wir sind sehr viel weitergekommen, schließlich ist wirklich weit mehr als die Hälfte geschafft. Leider sind mir aber die Entwicklungen viel zu langsam. Ständig werden die selben Gedanken geäußert, die selben Situationen beschrieben und die Autorin wiederholt sich leider selbst immer wieder. Schade, denn hier ist ganz viel Potenzial, das nicht komplett ausgeschöpft wird. Des Weiteren werde ich mit den Figuren nicht warm. Zera ist mir noch die Sympathischste dabei, obwohl sie ja eigentlich die Herzlose ist. Ihr Love Interesent Lucien dagegen ist für mich sehr wischiwaschi und überhaupt nicht mein Fall. Außerdem spüre ich keinen Funken. Will ich Lucien haben? Nein. Freue ich ich für Zera, dass es zwischen ihnen wohl irgendwie auch knistern soll? Nein. Finde ich, dass deren Beziehung wirklich schön mitzuerleben ist? Irgendwie auch nicht. Für mich verschwendet man hier wirklich ganz viele tolle Gedanken, denn die Idee und die Story an sich finde ich immer noch stark – die Ausführung lässt aber zu Wünschen übrig.

Dritter Abschnitt: S. 304 bis 473

Ich bin durch! Und Gott, war das am Ende dann noch ein Kampf. Die Geschichte wollte einfach nicht aus dem Quark kommen und hatte dann auch noch ein Ende, was mich nicht wirklich überrascht hat – dabei hätte es ihr wirklich gut getan, wenn sie mich überrascht hätte. Ich will gar nicht sagen, dass das Finale nicht auch spannend war, aber bis wir dorthin kamen dauerte es einfach viel zu lange. Da geht es dann um Verletzungen und Duelle, obwohl man als Leser eigentlich nur wissen will, was denn nun Sache ist. Schade, denn wie ich bereits geschrieben habe, hat man hier ganz viel Potenzial nicht genügend ausgeschöpft.

Das war’s erstmal zu meinem spontanen Leseeindruck – ich lasse die Geschichte nun etwas sacken und gebe euch dann mein Fazit in einer separaten Rezension wieder. Danke für’s Lesen und bis ganz bald,