Bloody Weekend von M. A. Bennett #live + Gewinnspiel

Bloody Weekend von M. A. Bennett #live + Gewinnspiel

Februar 9, 2018 2 Von BenniCullen
Meine Süßen,

Es beginnt wieder: Ein neuer #LIVE-Leseeindruck erwartet euch und diesmal geht es um eine wahre Perle unter den Neuerscheinungen: “Bloody Weekend” von M. A. Bennett erschien am 2. Februar im Arena Verlag und verspricht eine rasante, blutige und sehr spannende Geschichte – bereits auf der Frankfurter Buchmesse war ich hin und weg von den Erzählungen und jetzt bin ich wirklich froh, das Buch in den Händen halten zu können. Und nicht nur das: In dieser Woche gab es bereits wundervolle Beiträge im Rahmen der Blogtour, die der Verlag mit einigen Bloggern organisiert hat. Wie ihr wisst bin ich ja großer Fan von Arena und freue mich immer über die Neuerscheinungen – umso schöner also, dass ich euch wieder auf die Lesereise durch die Geschichte nehmen darf. Außerdem habt ihr am Ende der Woche die Chance eins von zwei Exemplaren als Hardcover zu gewinnen – wenn das mal nicht ein wirklich gutes Paket ist, was wir euch da geschnürt haben 😉

Wie schon gesagt sind wir auf das Buch auf der FBM 2017 aufmerksam gemacht worden. M. A. Bennett sagt mir deshalb auch gar nichts, auf ihrem Instagram-Profil kann man aber sehen, dass sie total verliebt in ihr Buch ist – überall wo Hirsche drauf sind, werden Fotos gemacht, um die dann online zu stellen und auf ihr Buch aufmerksam zu machen. Die Autorin war auch bereits als Illustratorin, Filmkritikerin und Schauspielerin tätig, weshalb ich mir einen sehr bildlichen und rasanten Schreibstil erhoffe. Interessant finde ich ja, dass sie Tour-Designerin für U2 war – auch mal ein außergewöhnlicher Job 😀 Ich bin wirklich sehr gespannt auf ihren Stil, ich hoffe man merkt etwas von ihrer Vergangenheit darin.

Um was geht es also in “Bloody Weekend”? Ich möchte es euch verraten und kopiere euch den Klappentext laut Amazon hier rein – wie immer, habe ich ihn allerdings nicht gelesen, weil ich will ja voll naiv in die Geschichte reinfallen 😀 Nichtsdestotrotz könnte er für den ein oder anderen ja interessant sein (:

Greer will eigentlich nicht dazugehören. Sie genießt es geradezu, Außenseiterin an dem altehrwürdigen Internat St. Aiden zu sein. Sie folgt zwar den unausgesprochenen Regeln der Schule – kein Handy, kein Internet, kein Plastik. Doch sie weiß: Zu den “Medievals”, der herrschenden Clique um den reichen Henry de Waldencourt, wird sie nie gehören. Als sie die begehrte Einladung erhält, ein Jagd-Wochenende auf Henrys Anwesen zu verbringen, fühlt sich Greer wider Willen geschmeichelt und sagt zu. Doch vor Ort wird schnell klar, dass es um weit mehr geht als um eine bloße Jagd auf Hasen und Hirsche. Greer und zwei weitere Jugendliche kämpfen schon bald um ihr Überleben in der Wildnis. Und die Jagd ist erst der Anfang.

Okay, also ich bin einfach von diesem Jagd-Konzept total fasziniert. Das verspricht einfach spannend und total nervenaufreibend zu werden und genau das erhoffe ich mir von der Story. Ein bisschen wie ein Horrorfilm in Buchform für Jugendliche – sollte es das wirklich sein, dann könnte das ein wahres Highlight werden 😀 Ich fange jetzt (Freitag, der 9. Februar 2018) mit der Geschichte an und berichte dann nach 50 und 100 Seiten von meinen Eindrücken 😀 Ich bin gespannt!

Buchcover: © Arena Verlag
Dieser Beitrag ist SPOILERFREI!
Ich werde die Handlung der ersten Seiten nur kurz wiedergeben, ihr braucht also keine Angst haben, dass ich euch zu viel verrate (:

Etappe 1: S. 7 bis 50
Der Anfang war sehr interessant und andersartig. Wir erfahren gleich mal, dass unsere Protagonistin eine Mörderin ist – sehr direkt, würde ich sagen. Das hat aber auch den Effekt, dass man wissen möchte, wie es zu dieser Aussage gekommen ist. Der Einstieg und auch der Schreibstil, der den Leser direkt anspricht als ob die Protagonistin Greer direkt mit uns sprechen würde, sind sehr filmisch, was sicherlich mit der Vergangenheit der Autorin zusammenhängt. Ich mag das ganz gerne, auch wenn es am Anfang zu sehr vielen Beschreibungen und Erklärungen kam. Das hat mir aber eigentlich gut gefallen, da man so das Internat und die beteiligten Personen kennenlernt. Gleichzeitig weiß man aber auch, was passiert und die Figur gibt oft kleine Hinweise, in welche Richtung das alles gehen könnte. Ich finde das sehr spannend und möchte das Buch deshalb noch gar nicht zur Seite legen – the struggle is real, guys!Wie bereits erwähnt lernen wir die Prota Greer kennen und erfahren, dass sie auf einem sehr traditionellem Internat ist, das nach einem katholischen Heiligen benannt ist, dessen Schutzpatron ein Hirsch ist, da er diesen mal gerettet hat. Außerdem erfahren wir, dass es sowas wie eine Bossclique gibt, die über die Schülerschaft (und scheinbar auch die Lehrer) herrscht. Diese besteht aus drei Jungs und drei Mädels. Während die Mädchen nur am Rande beschrieben werden, konzentrieren sich die Erzählungen auf den Anführer der Clique: Henry de Waldencourt. Dieser sieht gut aus, ist bei allen beliebt und der Kopf der Clique. Er stammt aus einer adeligen Familie, ist überaus reich und gleich zu Anfang wird auch klargestellt: Er ist der eigentlich Böse. Und er ist derjenige, der… Nein, stopp! Das behalte ich für mich 😉 Ich mag die Dramatik des Buches, auch wenn es etwas überzeichnet ist und man so eine Art Einführung wahrscheinlich schon einmal in anderen Büchern gesehen hat. Egal, ich stehe drauf und bin sehr gespannt, wie sich die Geschichte weiterentwickelt (:

Frage an euch: Was haltet ihr von Klischees in Büchern? Mich stören diese ja nicht, insofern sie interessant verpackt werden, was bei “Bloody Weekend” definitiv der Fall ist. Werden Klischees aber wirklich genauso verwendet und eingesetzt, wie man es schon zig Mal gelesen hat, dann gehen sie mir auf die Nerven. Ist das bei euch auch so? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen (:

Etappe 2: S. 51 bis 101
Die nächsten 50 Seiten sind total schnell verflogen und jetzt geht’s gefühlt richtig los! Ich mag ja die Stimmung des Buches immer noch sehr, allerdings habe ich total die Probleme meine Eindrücke richtig zu beschreiben. Also, es ist jetzt nicht wirklich spannend gewesen, aber man merkt, dass es unter der Oberfläche brodelt – wisst ihr was ich meine? Man wartet die ganze Zeit auf den großen Knall, aber das ist gar nicht langweilig, sondern einfach sehr mysteriös. Man versucht in jeder Verhaltensweise Hinweise zu finden, wie es nun weitergehen und was als nächstes passieren könnte. Dabei finde ich es im Übrigen überhaupt nicht schlimm, dass wir von Anfang an wissen, dass Greer die Mörderin ist und Henry umbringt. Das tut der unterschwelligen Spannung keinen Abbruch, sondern löst vielmehr das Bedürfnis in mir aus, herauszufinden, was denn nun passiert ist, dass dieses Endergebnis dann so ist. You know what I mean?

Kommen wir jetzt aber zu den Charakteren. Ich muss sagen, dass die meisten Figuren für mich sehr schwammig sind – selbst Greer als Protagonistin ist für mich noch etwas sehr undurchsichtig und wenig spezifisch. Ich habe noch keine emotionale Bindung zu ihr aufgebaut und auch die anderen Figuren sind mir eigentlich eher suspekt als sympathisch. Das liegt wahrscheinlich an der Geschichte, aber eben auch daran, dass der Autor keine der Figuren wirklich näher beschreibt. Man bekommt hier und da mal gesagt, wie die Figur aussieht, welche Haarfarbe sie hat oder wie sie sich bewegt, aber eine richtige Charakterisierung findet nicht statt. Das braucht es ja nicht immer, in diesem Fall hätte mir aber ein wenig mehr definitiv geholfen. So ist es wie im Film: Ich schaue und höre zu, allerdings habe ich auch das Gefühl, dass vieles an mir vorbeizieht. Nichtsdestotrotz bin ich angetan und lese gerne weiter.

Kennt ihr diese komischen Gefühle, die ich gerade beschrieben habe? Ich weiß dann nicht immer, ob das nur an mir liegt oder ob ich nur einer von vielen bin, der das so sieht. Lasst mich das sehr gerne wissen (: Übrigens ist heute (12. Februar 2018) der letzte Tag, um sich die Chance auf eines der beiden Exemplare zu “Bloody Weekend” zu sichern! Was ihr dafür tun müsst, erfahrt ihr am Ende des Beitrags.

Etappe 3: S. 102 bis 220
Die vorletzte Etappe habe ich gestern in einem Rutsch gelesen und war wirklich sehr daran interessiert zu wissen, wie es weitergeht. Die Geschichte baut stetig an Spannung auf und hat wirklich tolle Elemente, die dieses ganze Jagdszenario auch wirklich gut darstellen und auch mich als “erwachsener Leser” noch begeistern – ich könnte mir deshalb gut vorstellen, dass Jugendliche “Bloody Weekend” ziemlich cool finden. Die Charaktere werden für mich immer genauer und besonders Greer, Chanel und Sheefar wachsen mir ein wenig ans Herz – auch wenn das durchaus noch mehr sein könnte. Ansonsten finde ich die Umsetzung wirklich gelungen, oft wird ja versucht durch Nebenhandlungen der Geschichte Tiefe zu verleihen. Ab und an passt das auch sicherlich, aber oft war es auch schon der Fall, dass ich mich gefragt habe, was denn jetzt dieser Nebenstrang mit der Story zu tun hat. Bei diesem Buch ist es aber ganz anders: Man konzentriert sich auf die Haupthandlungen und greift nur nebenbei auf ein paar kleine Geschichten darum herum zurück. Das gefällt mir wirklich sehr gut, weil ich eben nicht das Gefühl habe, dass die Haupthandlung jetzt total vernachlässigt wird, nur um eine Nebensächlichkeit anzusprechen.

Was mir in dieser Etappe besonders aufgefallen ist, sind die zahlreichen Vergleiche mit irgendwelchen, mal mehr, mal weniger bekannten Filmen. Diese hat die Autorin bereits vorher eingebaut, aber in diesem Leseabschnitt ist es mir dann besonders aufgefallen – leider im negativen Sinne. Vergleiche sind ja immer dazu da, dass man ein noch besseres Bild von den Figuren, deren Handlung, dem Setting oder der Geschichte bekommt, allerdings helfen sie nichts, wenn die Vergleiche sehr spezifisch sind. Sprich: Die Autorin zieht manchmal Filme heran, die ich nicht kenne – und ich bin mir sicher einem 14-jährigen Jugendlichen geht das nicht anders. Dies führt dazu, dass ich immer mit den Augen rolle, wenn irgendein Film genannt wird, der mir so gar nichts sagt. Versteht mich nicht falsch: Wäre der Vergleich jetzt mit “Titanic”, “Avatar” o. Ä. gezogen worden, wäre das sicherlich was anderes – die meisten Menschen kennen diese Filme. Aber bei so wirklich alten Schinken oder relativ unbekannten Serien bringt der Vergleich halt wirklich nichts. An manchen Stellen geht die Autorin dann wieder auf die Handlung der Filmen bzw. Bücher oder Serien ein, dann macht das alles auch wieder Sinn. Sonst finde ich dieses Element eher nicht so gelungen.

Jetzt geht’s aber auf zu den nächsten und letzten 120 Seiten. Bis jetzt finde ich den Plot noch sehr interessant und bin gespannt, wie das Finale ausfällt. So richtig geflasht bin ich noch nicht, ich bin gespannt ob das noch folgen wird.


Etappe 4: S. 221 bis 340
Gestern Abend bzw. Nacht habe ich dann die letzten 120 Seiten des Buches gelesen und muss sagen, dass diese Etappe meine liebste war! Spannend, ereignisreich und mysteriös – genau das, was ich mir vom Buch erwartet hatte, kam auf den letzten Seiten noch einmal durch und zog deshalb auch an mir vorbei wie im Flug, sodass ich am Ende atemlos da stand und nicht wusste, wie mir geschieht. Dabei möchte ich gar nicht sagen, dass ich das so nicht erwartet hätte – doch habe ich und zwar tatsächlich genau so. Wer einen Film mal in die Richtung mit gleicher Thematik gesehen hat, der wird wissen, wie solche Geschichten oft enden. Ich wäre also eher enttäuscht gewesen, wenn man sich auf ein langweiliges Happy End geeinigt hätte. Einziger Kritikpunkt ist tatsächlich die Auflösung des “Mordes”. Hier hätte ich mir irgendwie etwas besseres erwartet bzw. erhofft. So wie es dann kam, war es für mich schon sehr offensichtlich. Und anders als beim Ende hat mich das dann tatsächlich gestört. Aber gut, ich muss damit leben und dennoch hat es meinem Eindruck keinen Abbruch getan.

Insgesamt kann ich sagen, dass “Bloody Weekend” ein durchaus spannender Jugendroman ist, der besonders Jungs begeistern dürfte. Der Schreibstil spricht den Leser direkt an, was mir fortlaufend wirklich sehr gut gefallen hat. Das Setting sowie die Schule und die Figuren weißen einen interessanten Aufbau auf und sind dadurch sehr einzigartig in ihrer Art. Außerdem war die Thematisierung von Außenseitern wirklich gut dargestellt. Das hat mir sehr gut gefallen und Spaß gemacht. Abzüge gibt es bei mir nur aufgrund der Auflösung und den häufigen Filmvergleichen, die an manchen Stellen wirklich sinnlos waren und nichts zur Story beigetragen haben. Näheres bespreche ich dann in meiner finalen Rezension (:

Danke für’s Einschalten, mittlerweile wurden die Gewinner ja bereits benachrichtigt – ich hoffe, ihr hattet Spaß und habt einen guten Einblick in das Buch erhalten – sowohl durch meinen Leseeindruck als auch die anderen Blogbeiträge, die wirklich gut verfasst worden! Solltet ihr sie noch nicht gelesen haben, dann klickt euch unbedingt durch (:

Bis ganz bald,

euer Benni|Lenny

+++ Beendet +++ Beendet +++ Beendet +++ Beendet +++
Und als letzten Punkt noch das, auf was ihr alle gewartet habt: DAS GEWINNSPIEL <3
Ihr könnt eins von zwei Exemplaren von Bloody Weekend gewinnen. Was dafür zu tun ist? In den Texten der anderen Blogtourmitglieder und selbstverständlich auch in meinem sind Buchstaben versteckt. Jeden Tag ein Buchstabe, der am Ende ein Lösungswort ergeben. Aufmerksames Lesen ist also gefragt und denkt immer daran: Manchmal macht es auch Sinn, das Pferd (oder den Hirsch) von hinten aufzuzäumen 😉
Wenn ihr des Rätsels Lösung kennt, dann schickt diese bitte an Lisa-Marie vom Arena Verlag [lisa-marie.reuter@arena-verlag.de].
Es werden alle per E-Mail eingesendeten Lösungswörter bis einschließich 12. Februar 2018 berücksichtigt. Am 13. Februar 2018 wird der Arena Verlag auslosen. Die zwei Gewinner werden per E-Mail von Lisa Reuter informiert. Eine Barauszahlung sowie der Rechtsweg sind ausgeschlossen. Viel Erfolg!