#LIVE-Leseeindruck: Witchborn – Königin der Düsternis von Nicholas Bowling (incl. Gewinnspiel)

#LIVE-Leseeindruck: Witchborn – Königin der Düsternis von Nicholas Bowling (incl. Gewinnspiel)

Juni 10, 2018 2 Von BenniCullen

 Herzlich Willkommen zu diesem…

Lang, lang ist es her seit es einen schriftlichen Leseeindruck gab, doch jetzt ist es wieder so weit: Gemeinsam mit Anna von Fuchsias Weltenecho, Benny von Bücherfarben und Bianca von Literatouristin präsentiere ich euch seit einigen Tagen Witchborn von Nicholas Bowling aus dem Chicken House-Verlag! Auf Facebook und Instagram findet dabei eine Aktion statt (klickt euch einfach auf meine Profile und haltet nach dem Foto mit dem Cover Ausschau). Benny und ich jagen dabei zwei mysteriöse Hexen und ihr könnt uns helfen, diese zu finden. Dabei gibt es natürlich auch ein Exemplar des Buches zu gewinnen – schaut also unbedingt mal vorbei! Ansonsten starte ich jetzt mit diesem Beitrag und meinem allerersten #LIVE-Leseeindruck auf diesem neuen Blog ÜBERHAUPT! #exciting

Buchcover: © Chicken House Verlag

 

Witchborn erschien am 31. Mai 2018 im Chicken House Verlag und wurde mir auf der Frankfurter Buchmesse als Buch vorgestellt, dass “Game of Thrones” für Jugendliche bieten soll. Ich wurde sofort hellhörig, denn die Reihe zählt zu meinen absoluten Lieblingsserien und ein Jugendbuch mit genau diesen Elementen muss ja dann quasi was für mich sein, oder? Dabei weiß ich gar nicht mehr so viel darüber, nur, dass es um Hexen und Hexenjagd geht. Ich persönlich wollte gar nicht mehr wissen, wer das aber tun möchte, der kann sich hier den Klappentext durchlesen:

Deiner Gabe kannst du nicht entkommen!

England 1577

Die Hexenjagd hält das Land in Atem und auch die 14-jährige Alyce wird zur Zielscheibe. Nur knapp kann sie den Jägern entkommen, die auch ihre Mutter ermordet haben. Seitdem ist Alyce auf der Flucht und versucht ihre magischen Kräfte zu verstehen und zu beherrschen. Und obwohl sie ihre Verfolger nicht abschütteln kann, kommt sie einem gefährlichen Geheimnis auf die Spur: Sie soll zum Spielball einer königlichen Intrige zwischen Elizabeth I. und Maria Stuart werden. Und dabei trifft weiße Magie auf die dunkelste, die man sich vorstellen kann.

Gejagt vom Tod, getrieben von dunkler Magie, getäuscht von rivalisierenden Königinnen!

Wie gesagt: Ich möchte den Klappentext gar nicht lesen, sondern mich total drauf einlassen und mich reinfallen lassen. Dennoch habe ich natürlich meine Erwartungen. Ich hoffe auf ein düsteres Setting, starke Protagonisten und Charaktere, dunkle Magie und ganz viel Intrigen! Ob ich das erhalten werde? Wir werden es sehen und ich werde es natürlich hier festhalten. Denn ab Montag, dem 11. Juni 2018 nehme ich euch mit und schreibe meine Eindrücke nach 50 bis 100 Seiten auf, um euch einen Eindruck zu geben.

© Chicken House Verlag

Dieser Beitrag ist SPOILERFREI!
Ich werde die Handlung der ersten Seiten nur kurz wiedergeben, ihr braucht also keine Angst haben, dass ich euch zu viel verrate (:

Ihr wollt gewinnen?

Dann beantwortet mir doch in den Kommentaren, was ihr vom Buch erwartet. Auf was freut ihr euch besonders? Welchen Eindruck macht das Cover? Was wollt ihr unbedingt lesen? Was überhaupt nicht? Verratet es mir und erhaltet ein Extra-Los für die Verlosungen auf Facebook und Instagram (: – viel Erfolg!

Meine Eindrücke:

Seite 7 bis 53:

Zunächst einmal: Entschuldigung für die krasse Verspätung, leider bin ich im Moment so eingespannt, dass ich sehr wenig zum Lesen komme. Dennoch habe ich es geschafft, immerhin damit anzufangen und freue mich schon sehr auf die weiteren Erlebnisse. Im Prolog lernen wir ein Dorf kennen sowie die Hexe Ellen, die gerade von den Verantwortlichen angeklagt wird, mit dunklen Mächten zu tun zu haben. Alles wirkt sehr düster und unheimlich und die Hexenthematik kommt so sehr rasch und deutlich rüber. Das machte es für mich sehr spannend und ich las wirklich gebannt die Ausführungen der Autorin. Für mich ist der Schreibstil jetzt weniger bildhaft und vielmehr sehr drehbuchartig: Ich habe das Gefühl, dass sich in meinem Kopf ein Film abspielt, aber nicht, weil die Autorin starke Bilder beschreibt, sondern eher Regieanweisungen gibt, damit sich mien Kopf das besser vorstellen kann – you know what I mean? 😀

Nach diesem wirklich tollen Start springen wir ein paar Monate in der Zeit nach London und lernen Alyce, Ellens Tochter, kennen. Diese befindet sich gerade in einer Anstalt und schafft es, sich aus den Fängen der Jäger zu befreien und nach London zu flüchten. So weit, so gut. Ich muss gestehen, dass ich den Prolog schon sehr viel stärker fand als die ersten Kapitel, irgendwie ist mir Alyce noch etwas ungreifbar, da ich nicht weiß, was sie so alles weiß: Ist ihr bewusst, dass sie seine Hexe ist? Ist sie das überhaupt? Wer ist sie als Person? Was mag sie? Was hasst sie? Ja, wie sieht sie aus? Viele Fragen sind noch ungeklärt (okay, ich weiß, dass sie rothaarig ist und diese abrasiert wurden) und bedürfen noch genauerer Erklärung, aber vielleicht kommt das ja noch. Ansonsten mag ich die düstere Mittelalterstimmung und hoffe, dass es jetzt richtig los geht und es nicht bei diesem oberflächlichem Stil bleibt.

Seite 54 bis 133:

So, endlich bin ich mal dazu gekommen knapp 100 Seiten am Stück zu lesen und ich muss sagen, dass mich die Ereignisse sehr in ihren Bann ziehen. Die Hexenthematik finde ich wirklich spannend, auch wenn ich gerne noch weiter in die einzelnen Rituale und Abläufe eintauchen würde – mal sehen ob das noch kommt. Überhaupt habe ich immer noch eine gewisse Distanz zu den Figuren und den Handlungen. Irgendwie kann ich die Figuren noch nicht so richtig greifen, selbst Alyce in ihrer Funktion als Protagonistin ist mir noch nicht so richtig geheuer – dabei finde ich sie eigentlich wirklich süß und sympathisch. Aber diese enge Verbindung zu ihr – die habe ich noch nicht. Auch die Geschichte mit Solomon ist ganz putzig, will mich aber irgendwie auch nicht so richtig flashen. Insgesamt kann man also sagen, dass es durchaus interessant ist, allerdings braucht es noch das gewisse Etwas, um ein richtiges Highlight zu werden – Potenzial wäre genug da.

Besonders schön finde ich eigentlich die Thematisierung der Rolle der Frauen. Es gab eine Szene, da wurde darauf eingegangen, dass die Menschen und besonders die Männer Frauen deshalb als Hexen bezeichneten, da sie Angst vor ihnen hatten. Richtig gehört: Angst. Denn die betroffenen Frauen konnten was, was die meisten andere Menschen nicht konnten. Heilen, mit Kräutern umgehen, verpflegen – whatever. Und genau diese sehr logische Erklärung spricht ja auch für das damalige Frauenbild im Mittelalter. Schön, dass diese (doch eher komplexe Thematik) so gut in deine Geschichte für Jugendliche integriert wurde. Für mich bis dato der stärkste Aspekt und auch definitiv einer, weshalb sich das Lesen bis jetzt wirklich lohnt. Mal sehen, ob das so bleibt oder ob noch ein paar mehr hinzu kommen (:

Seite 134 bis 237

Ich habe am Samstag sehr viel gelesen und habe jetzt noch knapp 130 Seiten vor mir… und leider bin ich immer noch nicht richtig drinnen. Also, versteht mich nicht falsch: Ich verstehe schon alles. Also, Setting, Charaktere, Idee, Handlung – aber der Funke möchte einfach nicht überspringen. Ich finde das Hexerei-Thema sehr interessant, allerdings wird das nicht voll ausgeschöpft und kommt erst viel zu spät – wenn überhaupt. Denn alles passiert irgendwie so zufällig. Es wirkt fast so, als ob die Autorin selbst überrascht war, wenn diese Momente eintraten. Ehrlich gesagt wirkt das auf mich einfach nicht ausgeklügelt, sondern eher laienhaft – sorry! Dabei finde ich den noch stärksten Punkt das Setting, denn ich fühle mich wirklich wie in London des 16. Jahrhunderts. Alles andere ist aber bisher nur eher mittelmäßig.

Dabei ist der Schreibstil sehr leicht gehalten, die Autorin verzichtet auf eine mittelalterliche Sprache, was ich in diesem Genre durchaus begrüße. Leider hält sie dieser Stil aber auch davon ab, Spannung entstehen zu lassen. Sie beschreibt Dinge sehr detailreich, weshalb keine Dynamik entsteht, was ich persönlich sehr schade finde, denn die Geschichte würde das hergeben. Hinzu kommt noch der sehr merkwürdige Erzählstil: Die Autorin lässt etwas passieren, schlachtet das dann aus, um dann über 100 Seiten Nebensächlichkeiten zu beleuchten, bevor es weiter geht. Unnötig und sehr demotivierend für den Leser – leider! Ich weiß nicht, ob es meine hohen Erwartungen sind, die ich definitiv hatte oder ob es wirklich so durchschnittlich ist. Momentan bin ich eher bei letzterem.

Seite 238 bis 380

Sooooo, Schluss, aus vorbei! Gerade eben habe ich ganz frisch “Witchborn” beendet und ich komme leider zu dem Schluss: Es wurde nicht besser. Das Setting, die Idee und die Figuren mögen ja wirklich gelungen sein, allerdings konnte mich die Geschichte (besonders deren Spannungskurve) einfach überhaupt nicht überzeugen. Es plätschert einfach so vor sich hin, ohne irgendeine Spannung aufzubauen. Sehr schade, denn wie ich bereits gesagt habe, hätte es durchaus Potenzial gehabt. Sollte es einen 2. Band geben, werde ich mir diesen wohl nicht besorgen – dafür habe ich zu viele andere Bücher auf meinem SuB, die mir wahrscheinlich mehr gefallen werden. Mal sehen, ob es eine Rezension dazu geben wird – gerade bin ich so enttäuscht, dass ich es schnell vergessen möchte – kennt ihr das?

Nichtsdestotrotz bedanke ich mich für eure Aufmerksamkeit und wünsche euch noch einen wunderschönen Tag/Abend 😀 Bis zum nächsten Mal, bei einem hoffentlich besseren Leseeindruck 😀

Benni | Lenny.