Sternenfinsternis – Das Herz der Quelle von Alana Falk #rezension

Sternenfinsternis – Das Herz der Quelle von Alana Falk #rezension

März 28, 2018 0 Von BenniCullen
Buchcover: © Arena Verlag
Titel: Sternenfinster
Untertitel: Das Herz der Quelle
Autorin: Alana Falk
Verlag: Arena
Seiten: 440
Ausgabe: Hardcover
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 2. März 2018
ISBN-10: 3401603825
ISBN-13: 978-3401603827

Als mächtigste Magierin der Gemeinschaft kann Adara niemandem trauen, schon gar nicht ihrer eigenen Quelle, dem undurchschaubaren Seth. Dabei ist er ihr einziger Verbündeter im Kampf gegen die Machenschaften des Rates. Immer wieder zwingt sie der Rat, grausame Aufträge auszuführen. Aber Adara und Seth haben keine Wahl, denn niemand darf auch nur vermuten, dass sie eigentlich nur eines wollen: die Schreckensherrschaft des Rates beenden. Doch je mehr sie füreinander empfinden und je näher Adara Seth kommt, desto mehr erfährt sie über ihn und seine Vergangenheit. Und plötzlich muss sie sich fragen, ob ihre Ziele wirklich auch seine sind.

Fantastisch, romantisch, bildgewaltig – der fesselnde Abschluss des  Magier-Zweiteilers.

Das Buch wurde mir vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt – ein herzliches Dankeschön dafür (:

Wer mich und meinen Blog kennt, der weiß, dass eins meiner absoluten Highlights letztes Jahr “Sternensturm – Das Herz der Quelle” von Alana Falk war. Ich mochte die Idee der Geschichte total, ich war dem Zauber Neuseelands verfallen und ich schloss die Figuren sofort in mein Herz. Deshalb war es ganz klar, dass ich den zweiten und finalen Band sofort nach Erscheinung inhalieren musste – und ich schreibe bewusst inhalieren, denn genauso schnell, wie ich damit angefangen hatte, war ich auch damit durch. Was das heißt, erfahrt ihr jetzt.

Da es ein zweiter Band ist, möchte ich nicht wirklich viel über den Inhalt verraten. “Sternenfinsternis” schließt nahtlos an die Ereignisse aus dem 1. Band an und die Autorin hat es geschafft, dass man trotz einjähriger Pause wieder gut in die Story reinkommt. Sie greift viele Geschehnisse des ersten Bandes auf, sodass man sich recht schnell wieder an bestimmte Ereignisse oder Figuren erinnert und nach fünfzig Seiten wieder sofort Bescheid weiß und einen Durchblick hat. Das finde ich sehr schön, denn bei manchen Folgebänden hat man ja doch etwas Schwierigkeiten wenn eine sehr lange Zeit zwischen den einzelnen Teilen der Reihe liegt. Anders hier: Alana Falk kann man vertrauen und es muss niemand Angst haben, nicht mehr in die Geschichte zu finden.

Wie bereits im ersten Band mochte ich den Schreibstil der Autorin besonders. Zum einen ist er sehr emotional und persönlich, zum anderen schafft sie aber auch eine gute Balance zwischen Erzählen und Fühlen. Für mich immer ein sehr gutes Indiz dafür, dass man die Geschichte runterlesen kann und nicht über manche Formulierungen stolpert. Tatsächlich schafft es Alana sogar, mich an vielen Stellen total zu berühren und zwar so sehr, dass ich mit Tränen in den Augen da sitze und pausieren muss, um mich wieder zu fangen. Dies mag auch an den Formulierungen und dem bildhaften Stil liegen, den ich sehr schätze.

Allerdings sind nicht nur die Formulierungen gut gewählt – auch die Geschichte weiß zu überzeugen und für sich einzunehmen. Wirklich großartig finde ich, dass wirklich alle Erzählstränge aus dem ersten Band weitererzählt werden und die Geschichte somit Tiefgang erhält, da nichts links liegen gelassen wurde. Ich hatte nicht das Gefühl, dass man irgendwas weggelassen hätte, um den Hauptplot voranzutreiben. Im Gegenteil: Schlussendlich hing alles irgendwie zusammen und brachte den Höhepunkt der Geschichte nur noch einmal deutlicher heraus. Gelungen fand ich dabei, dass Alana Falk tatsächlich gesellschaftskritische Töne anschlägt, die verpackt in einem Jugendbuchgewand wirklich toll zu Geltung kommen, ohne irgendwie von oben herab zu wirken. Im ersten Band lag der Fokus noch auf den Figuren, die Einführung der Welt und die Darstellung der komplexen Figurenkonstellationen. Im zweiten Band dagegen hatte ich das Gefühl, dass man hier wirklich in die Vollen schöpft und sich ganz genau überlegt hat, was man mit der Geschichte sagen möchte. Das finde ich immer extrem gut, da es nicht einfach nur unterhält, sondern auch tiefgängige Gedanken zulässt – ein Aspekt, der nicht in jeder Jugend-Fantasy vorzufinden ist.

Großartig fand ich auch die Einbindung der Nebencharaktere, sodass man sie eigentlich gar nicht als solche bezeichnen dürfte. Egal ob Magier und Quellen, die die Protagonistin im ersten Band kennengelernt hat oder ihre Familie – alle spielten irgendwie eine Rolle und trugen zur Gesamthandlung bei. Somit waren sie nicht nur irgendwelche Nebendarsteller, die da sind, weil man ja irgendwelche weiteren Figuren braucht, sondern aktive Teilnehmer am Plot. Besonders hervorheben möchte ich hier Naos und Daniel, die mir bereits im ersten Band mein Herz gestohlen haben und die ich eigentlich noch besser kennenlernen wollen würde. Denn natürlich spielen die beiden für den Hautplot eine Rolle, aber wirklich interessieren würde mich auch, wie die beiden zueinander gefunden haben und wie weit ihre persönliche Beziehung tatsächlich geht. Anknüpfungspunkte gäbe es bestimmt genug.

Tolle Charaktere, die alle zum Hauptplot beitragen, eine Geschichte, die sich intensiv mit relevanten Themen auseinandersetzt und gleichzeitig den unterhaltenden Aspekt nicht aus den Augen verliert und ein Schreibstil, der unter die Haut geht – was will man eigentlich mehr? Alana Falk hat mit “Das Herz der Quelle” eine großartige Dilogie erschaffen, die ihre ganz eigenen Regeln hat und mit nichts zu vergleichen ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass mir die Figuren noch eine ganze Zeit lang im Kopf herumschwirren werden – manche von ihnen tun das wohl für immer, aber nicht im Kopf, sondern in meinem Herzen. Für mich eine wirklich tolle Jugendbuch-Fantasy-Reihe, die man definitiv gelesen haben sollte. Dafür gibt es 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.