Unser Lied für Israel – Der #Kandidatencheck: Makeda

Unser Lied für Israel – Der #Kandidatencheck: Makeda

Februar 7, 2019 3 Von BenniCullen

Herzlich Willkommen zu diesem #Kandidatencheck!

Heute beschäftigen wir uns schon mit der 5. Kandidatin und diesmal ist es eine Wiederholungstäterin – warum, das werdet ihr noch im Laufe des Beitrags erfahren! Erstmal aber noch zu den Beiträgen in diesem Check: Ein ganz, ganz großes Dankeschön für’s Vorbeischauen! Denn die Beiträge kommen wirklich gut an, was mich total freut und auch für mich ist es eine totale Motivation immer zu den selben Tagen (Freitag & Sonntag) die Checks hochzuladen. Außerdem lerne ich so die Acts nochmal viel intensiver kennen – die Darstellung ist also nicht nur für euch gewinnbringend, sondern besonders auch für mich 😀 Los geht’s also mit dem #Kandidatencheck zu Makeda.

Bild: NDR

Die Wiederholungstäterin

Obwohl sie die breite Masse noch nicht kennen dürfte, wissen absolute Eurovision-Fans, wer Makeda ist, denn bereits 2017 nahm sie an der Vorentscheidung teil, stieg dann aber freiwillig aus und gab Levina den Vortritt.. 2018 versuchte sie es dann mit ihrer Band Steal a Taxi und verpasste erneut knapp den Einzug. 2019 war dann ihr Jahr und sie wurde vom Eurovisions-Panel als auch von der internationalen Jury zu den sechs Teilnehmern bestimmt, die beim Songwriting Camp teilnahmen. Zuvor veröffentlichte die 29-jährige Sängerin zahlreiche Cover auf YouTube und gründete zusammen mit anderen Musikern 2013 die Band Steal a Taxi. Somit ist sie ständig im Wechsel zwischen Solowegen und Bandleben – beim deutschen Vorentscheid wird sie nun als Solokünstlerin antreten.

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https://www.youtube.com/watch?v=FEROOdTq2Fk

Solo nur akustisch, mit der Band dann funky-soulig unterwegs

Hört man sich die Cover auf YouTube an, finden sich viele Balladen und Pop-Songs in Makedas Repertoire. Diese sind gut gesungen und überzeugen besonders durch ihre rauchige Stimme, allerdings wirken sie auch etwas austauschbar. Wirklich schön ist das Cover zu All of Me von John Legend, auch wenn dieses sich etwas zieht. Richtig umgehauen hat mich dagegen das Cover zu Fix You von Coldplay – ehrlich, sympathisch und sehr intim zeigt sich hier Makeda von ihrer verletzlichen Seite. I like!

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https://www.youtube.com/watch?v=RSIAlbmo9OI

Anders sieht es dagegen mit der Musik ihrer Band aus: Hier kann man den Funk-Einfluss definitiv heraushören und es wird rhythmisch sehr viel interessanter als die einfach-gehaltenen Akustik-Cover. Das ist interessant und hört sich zumindest im ersten Moment sehr viel spannender an. Doch die Band kann auch emotional werden und zeigt dies eindrucksvoll in der Midtempo-Nummer Time, die zwar nichts für die große Bühne gemacht ist, aber durchaus ihren Charme hat. Und weil Funk und Emotionen noch nicht reichen, präsentiert sich die Band jüngst mit dem Song Rapunzel mit modernen Einschlägen, die vielleicht nicht ins Radio passt, aber sehr experimentell beweißt, wie speziell Pop sein kann. Mir gefällt das gut – doch welche Einschläge wird man davon in Makedas Lied für Israel, The Day I Loved You Most, hören?

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https://www.youtube.com/watch?v=6RBdooBkBQU

The Day I Loved You Most

Makedas Song entstand, wie auch die Songs von Aly, BB, Linus und Gregor, im Songwriting Camp in Berlin, welches im November 2018 stattfand. Hier schrieb sie gemeinsam mit Tim Uhlenbrock, den manche eventuell aus dem Tatort kennen, außerdem hat er bereits für Madeline Juno geschrieben (Vorentscheidsteilnehmerin 2014). Ebenso beteiligt ist der Sänger Kelvin Jones, der durch seine Songs Call You Home und Only Thing We Know bereits erfolgreiche Radiohits veröffentlicht hat und die New Yorkerin Kristine Bogan, die bereits für den Disney Channel komponiert hat. Eine interessante Mischung, die wir hier haben, besonders auffällig ist, das keiner der Autoren für den ESC geschrieben hat – schön, wenn auch neue Schreiber mal die Möglichkeit erhalten daran teilzunehmen. Thematisch soll es in The Day I Loved You Most laut Makeda darum gehen, eine Person loszulassen und zu sehen wie glücklich derjenige ist, was einen selbst vielleicht zunächst aus der Bahn wirft. Schlussendlich geht es also um das Loslassen und Vergeben. Klingt doch nach einer richtig schön schnulzigen Ballade, oder? Ob es das am Ende auch wird?

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https://www.youtube.com/watch?v=EQr1AP19-ks

Mein Fazit

Makeda ist mir wirklich total sympathisch – u. a. auch wegen ihrer wirklich süßen Instagram-Stories. Musikalisch haut sie mich allerdings nicht so um: Ihre Cover sind wirklich toll gesungen und in all ihren Stücken (egal ob alleine oder mit ihrer Band) sticht besonders ihre markante Stimme heraus, allerdings sind mir die Melodien oft zu austauschbar oder unterschwellig, sodass ich keinen ihrer Songs (besonders nicht die von ihrer Band) nachsingen könnte. Das ist eher nicht von Vorteil, denn darum geht es beim ESC: Überzeugen in 3 Minuten, sodass man den Leuten aufgrund der Performance, des Songs und der Stimme im Kopf bleibt – momentan gelingt Makeda bei mir nur letzteres. Aber hey: Vielleicht entstand im Camp wirklich ein richtig tolle Ballade mit The Day I Loved You Most und Makeda überzeugt mich damit total? Who knows, bis jetzt ist mein Fazit: Oh. Okay.