Unser Lied für Lissabon: Der #Kandidatencheck – Ankündigung

Unser Lied für Lissabon: Der #Kandidatencheck – Ankündigung

Januar 22, 2018 0 Von BenniCullen
Herzlich Willkommen zum #Kandidatencheck!

Wie jedes Jahr schaue ich mir die Teilnehmer des deutschen Eurovision-Vorentscheids Unser Lied für Lissabon genauer an! Nachdem es ja lange Zeit dauerte, bis man Informationen zum Format 2018 erhielt, ging Ende des Jahres 2017 alles ganz schnell: Der NDR kündigte ein so genanntes Eurovisions-Panel, bestehend aus 100 Fans, an, führte internationale Jurys ein und kündigte eine Show in Berlin an – datiert für den 22. Februar 2018. Insgesamt 4.000 Bewerbungen hatte der NDR vorliegen, darüber hinaus sprachen sie mit Plattenfirmen über mögliche Kandidaten und schlugen selbst Teilnehmer vor (die von ihrem Glück erst dann was erfahren sollten, wenn sie es in die Top20 geschafft hatten). Der Sender reduzierte die Bewerber gemeinsam mit den Produzenten auf 211 Personen und lies das so genannte Eurovision-Panel ihre eingeschickten Videos bewerten. Daraufhin wurden 20 Teilnehmer zu einem Workshop geladen, um mit ihnen zu arbeiten und mögliche Richtungen für den ESC zu besprechen. 17 Sängerinnen und Sänger sowie Bands nahmen die Einladung an und arbeiteten mit Vocalcoaches, Choreographen und Produzenten an ihrer Performance. Erneut trat das Eurovisions-Panel und diesmal die internationale Jury in Kraft und wählten die sechs Teilnehmer aus  – und um diese soll es nun gehen.

© NDR

Die Kandidaten
Die sechs Teilnehmer sind größtenteils bekannter, zumindest hat man von vielen bereits gehört. Auffällig ist, dass drei ehemalige The Voice of Germany-Kandidaten dabei sind, darunter sogar zwei Siegerinnen. Auffällig deshalb, weil man ja eigentlich dachte, es sei seit 2016 ein Tabu einen weiteren TVOG-Act zum ESC zu schicken – damals vertrat uns Jamie-Lee sogar mit ihrem Siegersong “Ghost” und landete dennoch auf einem mageren letzten Platz. Nichtsdestotrotz scheint der Sender es sich anders überlegt zu haben und setzt auf geballte The Voice-Power – ob das diesmal gut geht? Hier also die Kandidaten nach alphabetischer Reihenfolge – klickt einfach auf die Namen, um zu den #Checks zu kommen:

Bilder: © EBU
Ivy Quainoo|Michael Schulte|Nadia Todua|Xavier Darcy|Ryk|voXXclub

 

Ihr seht: Ivy Quainoo ist die wohl bekannteste The Voice-Veteranin, 2012 gewann sie schließlich die 1. Staffel der Sendung und landete mit ihrer Debütsingle “Do You Like What You See” einen phänomenalen Hit in den deutschen Singlecharts (Platz 2 ist schließlich keine schlechte Platzierung, ganz im Gegenteil). Außerdem erreichte ihr Album “IVY” Goldstatus und war verdient in den Top10 der deutschen Albumcharts. Tja, Ivy konnte noch von Glück sprechen, dass sie einen Siegersong erhielt! Denn die diesjährige TVOG-Gewinnerin Natia Todua hatte nicht so viel Glück. Sie gewann zwar die jüngste Staffel 2017, sang dort aber lediglich ein Cover als Siegersong. Sehr mau, wenn man bedenkt, dass die Gewinner zumindest immer eigene Siegersongs hatten. Als letzter TVOG-Act ist Michael Schulte im Teilnehmerfeld, der ebenfalls in der ersten Staffel überzeugte und mittlerweile erfolgreich YouTube-Videos hochlädt (nicht, dass das ein Indikator für Erfolg ist).
Ansonsten ist die Schlagerband voXXclub dabei, die ja einen Mix aus Schlager, Volksmusik, Rock und Pop bieten und schon immer zum ESC wollten. Neu sind die Solokünstler und Singer-Songwriter Ryk und Xavier Darcy, die als Newcomer die Underdogs des Wettbewerbs sind.
Was bisher geschah & was folgt
Viele von euch fragen sich: Hey, wie kommt es denn zu diesen Künstlern? Ich habe euch ja oben bereits versucht alles in Kürze zu erklären, für genauere Informationen könnt ihr euch aber auch gerne HIER durchklicken – in diesem Beitrag rede ich über das neue Konzept des NDRs. Dort erfahrt ihr auch, wie es zu dem Teilnehmerfeld kam. Wichtig und neu außerdem: Im Januar fand in Berlin ein so genanntes Songwritingcamp statt – hier trafen 15 internationale und nationale Songwriter auf die sechs Vorentscheidskandidaten und arbeiteten mit ihnen gemeinsam an Songs. Das Camp ging drei Tage und an jedem der Tage arbeiteten die Teilnehmer mit unterschiedlichen Songwritern. Das heißt, dass im Anschluss jeder Teilnehmer drei Songs erarbeitet hatte. Nun haben die Acts noch bis zum 31. Januar 2018 Zeit, um an weiteren Songs zu arbeiten (mit anderen Teams, denselben Teams oder auch alleine). Danach präsentieren sie dem Sender ihre Auswahl und entscheiden sich für einen Track in Absprache mit den Verantwortlichen. Daraufhin wird an einem Bühnenkonzept gearbeitet, welches dem in Lissabon ähnlich sein wird. Sprich: Die Performance, die wir am 22. Februar 2018 in Berlin sehen werden, wird auch in etwa in Lissabon zu sehen sein. So möchte der Sender sicherstellen, dass die Zuschauer auch wissen, worauf sie sich einlassen. Deshalb wird auch die Bühne sowie die Lichtinstallation als auch alle anderen Effekte dem ähnlich sein, was wir im Mai beim ESC sehen werden.Was erwartete euch also im #Kandidatencheck, wenn wir noch keine Songs kennen. Nun, ich möchte mir die älteren Titel der Acts anhören, Videos ansehen und ihre Historie beleuchten, um in etwa einschätzen zu können, was sie im Vorentscheid und dann eventuell beim ESC präsentieren könnten. Ich möchte mir anschauen, welche Genre sie bisher präsentiert haben, wie ihre Live-Fähigkeiten sind und welche Einflüsse sie bisher herangezogen haben – schließlich gibt das alles auch Informationen darüber, was sie 2018 präsentieren könnten. Freut euch also deshalb auf die Vorstellung der Künstler, gleichzeitig werde ich aber natürlich auch auf die Chancen in Berlin und in Lissabon eingehen – ist doch klar! Wenn ihr wissen wollt, wie die Beiträge in etwa aussehen werden, dann klickt euch zum #Kandidatencheck 2016 durch – dort ist der Aufbau dann klar, als Beispiel dient der Siegersong des deutschen Vorentscheids 2016 (Jamie-Lee mit “Ghost”).

Ich freue mich auf ESC-Beiträge und setze mich jetzt gleich an den ersten Post – ich bin ganz aufgeregt. ESC-Saison 2018 – here we go <3