Save Me von Mona Kasten #urlaubsbuch2018

Save Me von Mona Kasten #urlaubsbuch2018

August 20, 2018 2 Von BenniCullen

Titel: Save Me
Band 1 von 3
Autorin: Mona Kasten
Verlag: Lyx
Seiten: 416
Ausgabe: Broschiert
Auflage: 1
Erscheinungstermin: 23. Februar 2018
ISBN-10: 3736305567
ISBN-13: 978-3736305564
Mehr Informationen auf der Verlagsseite oder auf Amazon!

Sie kommen aus unterschiedlichen Welten.
Und doch sind sie füreinander bestimmt.

Geld, Glamour, Luxus, Macht – all das könnte Ruby Bell nicht weniger interessieren. Seit sie ein Stipendium für das renommierte Maxton Hall College erhalten hat, versucht sie in erster Linie eins: ihren Mitschülern so wenig wie möglich aufzufallen. Vor allem von James Beaufort, dem heimlichen Anführer des Colleges, hält sie sich fern. Er ist zu arrogant, zu reich, zu attraktiv. Während Rubys größter Traum ein Studium in Oxford ist, scheint er nur für die nächste Party zu leben. Doch dann findet Ruby etwas heraus, was sonst niemand weiß – etwas, was den Ruf von James‘ Familie zerstören würde, sollte es an die Öffentlichkeit geraten. Plötzlich weiß James genau, wer sie ist. Und obwohl sie niemals Teil seiner Welt sein wollte, lassen ihr James – und ihr Herz – schon bald keine andere Wahl …

“Lache, weine und verliebe dich. Mona Kasten hat ein Buch geschrieben, das man nicht aus der Hand legen kann!” Anna Todd über Begin Again

Sexy, mitreißend und glamourös – die heiß ersehnte neue Trilogie von Spiegel-Bestseller-Autorin Mona Kasten!

Ich bin ja großer Fan der Again-Reihe der Autorin! Wer mich kennt weiß, dass “Begin Again” meine Liebe zu dieser Art Geschichten entfacht hat, dass “Trust Again” mir neue Hoffnung gab und mich “Feel Again” so sehr berührt hat, dass ich Tränen verdrückt habe. Das alles ist kein Geheimnis und dürfte jeden, der mich nur irgendwie irgendwo verfolgt, nicht wirklich überraschen. Deshalb war von vornherein klar, dass ich natürlich auch die Maxton Hall-Trilogie von Mona Kasten gerne lesen möchte. Ebenso erging es wohl tausenden von anderen Lesern auch, die sehnsüchtig auf etwas neues warteten. Doch als das Buch dann erschien, kaufte ich es mir zwar sofort, anschließend lag es dann aber recht lange auf meinem SuB. Warum? Weil ich Angst hatte, dass mich die Autorin enttäuschen könnte. Denn wenn einem eine Reihe so gut gefallen hat, dass man deshalb geweint hat, dann hat es die nächste Geschichte immer schwer. Doch im Urlaub war es dann so weit und ich lernte Ruby und James kennen – ob es sich gelohnt hat?

Ruby geht auf das Maxton Hall College und das eigentlich nur deshalb, weil sie ein Stipendium ergattern konnte. Ihre Mitschüler dagegen, sind meist nur deswegen auf der Schule, weil sie reiche Eltern haben, die es sich leisten können, ihre Kinder auf eine teure Privatschule in England zu schicken. Doch Ruby ist anders und kämpft für ihren großen Traum in Oxford zu studieren. In ihrem letzten Jahr überschlagen sich dann die Ereignisse und sie lernt Bad Boy James kennen, der besonders eins richtig gut kann: Feiern und Mädels abschleppen. Doch die Wege der beiden jungen Schüler kreuzen sich und ehe sie sich versehen können, ist da mehr, als nur zwei Menschen aus völlig unterschiedlichen Welten. Doch, dass eben diese Welten auch richtig zusammenprallen können, das werden die beiden erst gegen Ende richtig erfahren.

All den Kritikern zum Trotz, die sagen: “Oh, Ruby ist so naiv und so kindlich”, “James ist eigentlich gar kein Bad Boy, sondern nur ein verzogener Bängel”, “Die Story ist so klischeehaft” und und und – denen sage ich: Ganz ehrlich, who cares? Ich persönlich finde Klischees nicht schlimm und lese sie, besonders im New Adult-Genre, gerne. Deshalb macht es mir auch nichts aus, wenn Ruby wegrennt, nur weil sie einen Lehrer dabei erwischt, wie er mit einer Schülerin schläft (keine Angst, KEIN SPOILER, das passiert auf den ersten 30 Seiten). Deshalb ist es mir auch egal, dass James eigentlich wirklich und besonders am Anfang wie ein verzogener Bengel wirkt. Und deshalb kann ich auch gut damit leben, wenn sich Figuren gekünstelt über gewisse Dinge aufregen, bei denen man eigentlich denkt: Get over it!

Womit ich aber nicht klar komme bzw. was ich nicht gerne lese, sind Plots, die Ewigkeiten brauchen um mal in Pötte zu kommen. Denn zumindest für mich, hat es sich wirklich gezogen und das nicht zu kurz. Ich persönlich habe erst um Seite 190 herum eine Bindung zu beiden Protagonisten aufbauen können und auch da nur, weil endlich mal was zwischen den beiden passierte. Denn zuvor erfahren wir nur etwas zu dem Leben am Maxton Hall College. Und natürlich die üblichen Zickereien und Problemchen der Schülerinnen und Schüler. Ja, das alles las sich wie eine Folge Gute Zeiten, schlechte Zeiten, leider passiert aber in einer Folge im TV mehr als hier im gesamten Buch. Lediglich die letzten 50 Seiten waren gewohnt rasant und ereignisreich, sodass man dann natürlich am liebsten sofort weiterlesen wollte. Mir hat hier das Gleichgewicht gefehlt, dass definitiv in der Again-Trilogie vorhanden war. Aber auch, wenn man den Vergleich mal außen vor lässt: Wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht, ob ich das Buch nicht abgebrochen hätte, wenn es nicht Mona Kasten gewesen wäre. Denn so viel aufgebauschtes Drama war dann selbst mir zu viel.

Dass ich das nicht getan habe, lag an der Autorin, aber auch an gewissen Nebenfiguren: Alistair beispielsweise hat quasi in Windeseile mein Herz erobert und mich so weit gebracht, dass ich mir wirklich sehr dringend ein Buch wünsche, dass ihn als Charakter in den Mittelpunkt rückt – denn allein was die Autorin über ihn geschrieben hat, würde locker für eine ganz eigenständige Geschichte reichen. Ebenso Lydia, die sich von der versnobten Tussi zur eigenständigen, selbstbewussten und sehr reflektierten jungen Frau entwickelt hat und deren Momente in “Save Me” mit am stärksten waren. Besonders im Austausch mit Ruby fand ich sie wirklich grandios und Lydia stand für mich irgendwann für Frauenpower und feminines Selbstbewusstsein. Ebenso begeistern konnte mich Rubys kleine Schwester, die mit ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Body Positivity wirklich ein großartiges Element zur Story hinzugefügt hat. Diese drei Figuren haben mich immer weiterlesen lassen, auch wenn mal die eigentliche Haupthandlung nicht unbedingt überzeugen konnten. Ich hoffe, dass man ihnen in Band 2 und 3 noch mehr Raum gibt und die Geschichte somit an Tiefe und Reichweite gewinnt.

Wirklich positiv aufgefallen ist mir natürlich wie immer Monas Schreibstil. Die Seiten verfliegen, sie hat ein Händchen für Formulierungen und gut ausgearbeitete Szenen und deren Darstellung. Hier kann man wirklich nichts kritisieren, einzig in Kombination mit dem Plot war es alles in allem aber eben nur mittelmäßig und bei weitem nicht das, was ich mir erhofft hatte.

Insgesamt lässt sich also sagen: Gute Charaktere, noch bessere Nebencharaktere und ein guter Schreibstil – all das hilft aber nichts, wenn der Plot nicht mitreißen kann. “Save Me” ist einer guten Idee entsprungen, die auch definitiv Potenzial hat, aber emotional einfach nicht wirklich berührt. Das lag besonders am Plotaufbau, aber eben auch an dem nicht ausgewogenen Aufbau des Bandes. Erst auf den letzten 50 Seiten konnte mich die Geschichte für sich gewinnen und machte mich dann wirklich neugierig auf den nächsten Teil. Ich hoffe daher inständig, dass sich Mona im zweiten Teil wieder auf ihre eigentlichen Stärken zurückbesinnt und damit dann wieder völlig begeistert – Ruby und James hätten nämlich das Potenzial wirklich großartig abzuliefern. So gibt es von mir allerdings mittelmäßige 3 Sterne, was mich als Mona-Fan echt mitnimmt, da ich mehr erwartet hätte.